Masterarbeit, 2011
131 Seiten, Note: 1,8
I. Einleitung
1. Allgemeine Einführung
2. Forschungsstand und Begriffserklärung
2.1 Menschenrechte
2.2 Familie
II. Die Familie in der Gesellschaft
1. Historischer Hintergrund
1.1 Die Hajnal-Linie
1.2 Die Goody-These
2. Gesellschaftliche Funktion der Familie
III. Rechtsverständnis im Islam und im Christentum
IV. Islam und Menschenrechte
1. Die weltliche Annäherung
2. Die Einstellung, dass die Menschenrechte in Widerspruch zum Islam stehen
3. Die versöhnliche Einstellung
4. Annäherung durch Re-Interpretation
V. Ehe und Scheidung
1. Ehe in Europa und im Islam
1.1 Geschichte der Ehe
1.2 Das Recht auf Ehe in Europa
1.3 Familienrecht im Islam, die Ehe im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne
1.4 Die Ehe im muslimischen Glaubensverständnis
1.5 Die Morgengabe
1.6 Polygamie und Polygynie
1.6.1 Polygamie im Islam
1.6.2 Polygamie im Christentum
1.7 Die Rolle der Geschlechter
1.8 Vorbedingungen für die Eheschließung
1.9 Ehehindernisse
1.10 Bireligiöse Ehen
1.10.1 Im Islam
1.10.2 Im Katholizismus
1.11 Formalitäten der Eheschließung im Islam
2. Scheidung in Europa und dem Islam
2.1 Geschichte der Scheidung
2.2 Das Recht auf Scheidung in Europa
2.3 Scheidung im Islam
2.3.1 Die verschiedenen Arten der Eheauflösung
2.3.2 Die Scheidung nach marokkanischem Recht
2.3.3 Die Scheidung nach algerischem Recht
2.3.4 Die Scheidung nach tunesischem Recht
3. Rechtlicher und sozialer Schutz der Familie
VI. Ehe und Scheidung: Vergleich zwischen der christlich-westlichen und der islamischen Auffassung
VII. Schlussfolgerung
VIII. Glossar
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen traditionellen islamischen Familienstrukturen und westlich-liberalen Auffassungen von Ehe, Scheidung und Menschenrechten. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Diskrepanzen zu analysieren, wobei die Arbeit die These stützt, dass beide Rechtssysteme einem stetigen Wandel unterliegen und Menschenrechte – obwohl unterschiedlich gewichtet – auch in westlichen Systemen nicht absolut angewandt werden.
1. Allgemeine Einführung
Betrachtet man die aktuellen Ereignisse in Tunesien, Ägypten und Libyen, kommt man um das Thema der Menschenrechte nicht umhin. Der nicht aufhörende Krieg in Afghanistan, sowie die Regierungen Pekings und Teherans sind weitere Bezugspunkte in dieser grundlegenden Debatte um die Menschenrechte. Für viele Menschen stellen die Menschenrechte das Fundament einer universellen, weltweiten politischen Kultur dar. Andere hingegen scheinen die Menschenrechte eher als ein bevormundendes Produkt westlicher Denkart zu betrachten. Dementsprechend können die Bemühungen um die Durchsetzung der Menschenrechte durchaus als Angriff auf die individuelle kulturelle und religiöse Identität erscheinen.
Aber nicht nur im Bereich der Menschenrechte, sondern auch im Bereich der Familienkultur gehen die Meinungen auseinander. So ist hier das Verhältnis zwischen den eher liberal-pluralistisch geprägten Anschauungen der westlichen Industrienationen und der traditionellen islamischen Familienkultur relativ gespannt.
In Europa und Amerika werden immer mehr Stimmen laut, die die Dominanz des Mannes über die Frau, die kaum vorhandene Gleichberechtigung der Geschlechter, die Polygamie, das einseitige Scheidungs- und Verstoßungsrecht des Mannes und die eingeschränkten Scheidungsbefugnisse der Frau, den Mangel an nachehelichen Unterhaltszahlungen, sowie die sehr dominante Autorität des Vaters in Erziehungsfragen seine Kinder betreffend, kritisieren und anprangern.
I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Menschenrechte und Familienkultur im Kontext der globalen Spannungen zwischen westlichen und islamischen Gesellschaften.
II. Die Familie in der Gesellschaft: Historische Betrachtung der europäischen Familienmodelle und Erläuterung soziologischer Funktionen der Familie als Sozialisationsinstanz.
III. Rechtsverständnis im Islam und im Christentum: Analyse der unterschiedlichen Quellen und Interpretationen von Recht in beiden Religionen.
IV. Islam und Menschenrechte: Darstellung verschiedener Annäherungsversuche zwischen islamischer Tradition und universellen Menschenrechtsstandards.
V. Ehe und Scheidung: Ausführliche Analyse der rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen von Ehe, Scheidung sowie Polygamie im europäischen und islamischen Kontext.
VI. Ehe und Scheidung: Vergleich zwischen der christlich-westlichen und der islamischen Auffassung: Zusammenfassender Vergleich der Divergenzen bezüglich Ehestabilität, Geschlechterrollen und gesellschaftlicher Akzeptanz.
VII. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass kulturelle und sozio-religiöse Faktoren die Praxis in beiden Systemen prägen.
Familie, Ehe, Scheidung, Islam, Christentum, Menschenrechte, Polygamie, Polygynie, Rechtsverständnis, Sharia, Soziologie, Sozialisation, Reformprozesse, Gleichberechtigung, interkultureller Dialog.
Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen dem westlichen Menschenrechtsverständnis und den traditionellen Strukturen des islamischen Familienrechts.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten von Ehe, Scheidung, der Rolle der Frau, Polygamie und den rechtlichen Entwicklungen in verschiedenen islamischen Staaten im Vergleich zu europäischen Standards.
Das Ziel ist es, die Diskrepanzen zwischen beiden Systemen aufzuzeigen und zu untersuchen, wie sich kulturelle und religiöse Identitäten gegenüber den universellen Menschenrechten verhalten.
Es handelt sich um eine historisch-sozialwissenschaftliche Arbeit, die Rechtsvergleiche und Diskursanalysen anwendet.
Der Hauptteil behandelt den historischen Hintergrund der Ehe, die rechtliche Verankerung der Scheidung und die Debatten um Menschenrechte sowie deren Re-Interpretation im islamischen Kontext.
Familie, Ehe, Scheidung, Islam, Menschenrechte, Sharia, Polygamie und Rechtsvergleich sind zentrale Begriffe der Untersuchung.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Staaten wie Tunesien, Marokko und Algerien unterschiedlich weit fortgeschrittene Reformprozesse durchlaufen haben, insbesondere hinsichtlich des Scheidungsmonopols und der richterlichen Kontrolle.
Die Arbeit analysiert sowohl patriarchale Traditionen als auch moderne Ansätze, die den Koran neu interpretieren, um eine größere Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen.
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