Bachelorarbeit, 2013
86 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Pathologischer Internetgebrauch
2.1.1 Begriffe für den pathologischen Internetgebrauch
2.1.2 Auswirkungen des pathologischen Internetgebrauchs
2.1.3 Einordnung des exzessiven Internetgebrauchs
2.1.4 Erklärungsansätze für den pathologischen Internetgebrauch
2.1.5 Prävalenz des pathologischen Internetgebrauchs
2.1.6 Online-Kommunikation und Online-Spiele
2.1.7 Therapieansätze
2.2 Internet und Jugendalter
2.2.1 Entwicklungsaufgaben nach Hurrelmann
2.2.2 Problematische Verhaltensweisen
2.2.3 Eltern und Peergroup
2.2.4 Entwicklungsaufgaben im Internet
3 Empirischer Teil
3.1 Hypothesen und Fragestellungen
3.2 Methoden
3.2.1 Forschungsdesign und Stichprobe
3.2.2 Erhebungsmethode
3.2.3 Durchführung
3.3 Auswertung
3.4 Ergebnisse
3.4.1 Stichprobenbeschreibung
3.4.2 Ergebnisse deskriptiv
3.4.3 Ergebnisse Forschungsfragen und Hypothesen
3.5 Interpretation der Ergebnisse und Diskussion
4 Schlussteil: Praktische Empfehlungen für die Soziale Arbeit
Die Arbeit untersucht das Phänomen des pathologischen Internetgebrauchs bei Schülern der Sekundarstufe und analysiert mittels einer empirischen Studie die Prävalenz sowie Zusammenhänge zwischen Internetnutzung, familiären Einflussfaktoren und psychischen Belastungsfaktoren.
2.1.1 Begriffe für den pathologischen Internetgebrauch
1995 führte der Psychiater Ivan Goldberg eher scherzhaft den Begriff der „Internetaddiction“ ein, indem er via Email die von ihm entwickelten und an das DSM-IV angelehnten diagnostischen Kriterien an Kollegen verschickte, die dann davon ausgingen, an ebendieser Störung zu leiden (zit. nach Kratzer, 2006; Hahn & Jerusalem, 2001) (Goldbergs Kriterien abrufbar unter http://web.urz.uni-heidelberg.de/Netzdienste/anleitung/wwwtips/8/addict.html [Stand 11.8.2013]). Ernsthafter widmete sich die Forscherin Kimberly Young (1999) der Thematik, die Pionierarbeit auf diesem Gebiet leistete. Inzwischen wird weltweit in wissenschaftlichen Fachkreisen über die pathologische Nutzung des Internets diskutiert.
Die Bezeichnungen für das Phänomen, in denen sich das theoretische Störungsmodell spiegelt (z.B. Verhaltenssucht oder Impulskontrollstörung) und der Gegenstand auf den die exzessive Nutzung bezogen ist (z.B. Medien, PC, Internet, Onlinespiele, Onlinesex, etc.), variieren jedoch sehr stark. Sie reichen von „Problematic Internet Use“ (z.B. Caplan, 2002), über „Pathological Interet Use“ (z.B. Kratzer, 2006; Davis, 2001) bis hin zu „Compulsive Internet Use“ (Meerkerk, 2007) u.v.m. (Übersicht zu den verwendeten Bezeichnungen für die problematische exzessive Internetnutzung siehe Te Wildt, 2009).
Hahn & Jerusalem (2001) schlagen vor, von einer „moderne[n] Verhaltensstörung und eskalierte[n] Normalverhaltensweise im Sinne eines excessiven [sic!] und auf ein Medium ausgerichteten Extremverhaltens [auszugehen]“ (S. 4). Nach wie vor besteht in wissenschaftlichen Forschungskreisen - nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Einordnung in verbindliche Klassifikationssysteme - keine einheitliche Begriffsdefinition. Im Folgenden wird der Begriff „pathologischer Internetgebrauch“/ „pathologische Internetnutzung“ verwendet, da dieser zwar einen Krankheitswert beschreibt, aber sich nicht eindeutig auf ein theoretisches Konzept bezieht.
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Internets als Alltagsmedium und Vorstellung der Thematik der Internetsucht im Kontext der Sozialen Arbeit.
2 Theoretischer Teil: Beschreibung des Phänomens pathologischer Internetgebrauch sowie dessen Relevanz für den Sozialisationsprozess Jugendlicher.
3 Empirischer Teil: Detaillierte Darstellung des Forschungsprojekts, inklusive Methodik, Durchführung und Diskussion der erhobenen Daten von 142 Schülern.
4 Schlussteil: Praktische Empfehlungen für die Soziale Arbeit: Diskussion der Studienergebnisse und Formulierung von Interventionsansätzen für Sozialarbeiter zur Unterstützung betroffener Jugendlicher.
Pathologischer Internetgebrauch, Internetsucht, Jugendliche, CIUS, Medienkompetenz, Computerspiele, Soziale Arbeit, Familienklima, Sozialisation, Online-Kommunikation, Prävention, Nutzerverhalten, Online-Spiele, Medienpädagogik, Erziehungsverhalten.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der pathologischen Internetnutzung bei Jugendlichen und erforscht, welche Faktoren diesen exzessiven Gebrauch begünstigen oder hemmen.
Themen sind die medienpsychologische Einordnung der Internetsucht, die Bedeutung des Internets für die Entwicklungsaufgaben im Jugendalter sowie die Auswirkungen der elterlichen Erziehung.
Das Ziel ist die empirische Ermittlung der Prävalenzraten pathologischer Internetnutzung bei Jugendlichen mittels standardisierter Fragebögen und der Vergleich mit bestehenden Studien.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem 142 Schüler mithilfe der "Compulsive Internet Use Scale" (CIUS) befragt wurden, ergänzt durch eine statistische Auswertung mit SPSS.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Suchtformen sowie einen empirischen Teil, der das Forschungsdesign, die Stichprobe und die Auswertung der erhobenen Daten präsentiert.
Kernbegriffe sind Internetsucht, Jugendliche, Sozialisation, elterliche Kontrolle, Prävalenz und mediale Copingstrategien.
Die Untersuchung zeigt, dass Online-Spiele, insbesondere persistente Welten und Multiplayer-Formate, durch interaktive Belohnungsstrukturen eine hohe Bindung erzeugen, die als Suchtfaktor dienen kann.
Die Autorin vermutet Verzerrungseffekte durch eine spezifische Stichprobenauswahl an Haupt- und Mittelschulen sowie eine mögliche Überrepräsentation pathologischer Nutzer in der untersuchten Gruppe.
Es zeigt sich ein negativer Zusammenhang zwischen der Beziehungsqualität zur Familie und pathologischem Nutzungsverhalten; ein belastetes Klima korreliert tendenziell mit einer stärkeren Flucht in virtuelle Welten.
Es wird betont, dass Sozialarbeiter eine sensibilisierende Rolle einnehmen müssen, die über Verbotspolitik hinausgeht und den Fokus auf die Stärkung realweltlicher Ressourcen und die Verbesserung der Beziehungsqualität legt.
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