Bachelorarbeit, 2013
109 Seiten, Note: 100%
1 EINLEITUNG
1.1 Zielsetzung
1.2 Fragestellungen
2 METHODOLOGISCHES VORGEHEN
2.1 Meta-Studien
2.1.1 Metaanalytische Gesichtspunkte nach Hasseler
2.1.2 Schritte und Anforderungen von Metaanalysen nach Hasseler
3 DATENGRUNDLAGE: QUALIFIZIERUNGSARBEITEN IM BEREICH FAMILIENORIENTIERTER PFLEGEFORSCHUNG
3.1 Begriffsdefinitionen
3.1.1 Familie
3.1.2 Family Nursing/Familienbezogene Pflege
3.1.3 Systemischer Ansatz nach Friedemann
4 THEMEN FAMILIENORIENTIERTER PFLEGEFORSCHUNG
4.1 Überblick über den Forschungsstand
4.2 Eingegrenzte Themenbereiche
4.3 Verwendete Forschungsmethoden in den Qualifizierungsarbeiten
4.4 Aussagekraft/Reichweite der bestehenden Arbeiten
5 INHALTLICH-THEMATISCHE ÄHNLICHKEITEN UND ÜBEREINSTIMMUNGEN IM THEMA „ELTERN KRANKER KINDER“
5.1 Kurzzusammenfassung der relevanten Diplomarbeiten
5.1.1 Alltagserleben pflegender Eltern von Kindern mit Down-Syndrom und Fragilem X-Syndrom. (Hölzl und Strobl, 2011)
5.1.2 Frühkindlicher Autismus - Belastungen von pflegenden oder betreuenden Angehörigen von Kindern mit autistischen Wahrnehmungen. (Majchrzak, 2010)
5.1.3 Die Entstehung der Belastungssituation bei Müttern von Kindern mit der Diagnose frühkindlicher Autismus. (Bumba, 2010)
5.1.4 Belastung von Eltern eines Kindes mit schwerster Behinderung. (Fellner, 2008)
5.1.5 Familiäre Anpassung am Beispiel von Familien mit einem/einer an Typ 1 Diabetes mellitus erkrankten Jugendlichen (Daniel, 2012)
5.1.6 Beratung und Begleitung von Eltern mit Trisomie-21-Kindern. (Ebner, 2010)
5.1.7 Infantile Cerebralparese - Behandlungsmöglichkeiten und unterstützende Ressourcen für Eltern und das behinderte Kind (Van Saanen, 2011)
5.1.8 Erleben und Gestalten des Familienalltags mit einem körperlich behinderten Kind - aus Sicht der Mütter. (Stroik, 2011)
5.1.9 "Es ist auf einmal alles anders." Alltagsleben von Eltern mit schwerstbehinderten Kindern. (Stingl, 2011)
5.1.10 "Kinderherz ... Mutterschmerz?" Leben mit einem herzkranken Kind und die Auswirkungen auf die mütterliche Befindlichkeit. (Salomon, 2012)
5.1.11 Sich wohlfühlen trotz Ausnahmesituation - Elterliche Bedürfnisse während des stationären Aufenthaltes auf einer Kinderfrührehabilitationsstation. (Schefcik, 2012)
5.2 Kategorienbildung bei Eltern kranker Kinder
5.2.1 Familie in einer besonderen Lebenssituation
5.2.2 Bürokratie-Belastung der Familie
5.2.3 Familiäre Anpassungsprozesse
5.2.4 Keine Hilfe von außen holen
5.2.5 Wunsch nach Hilfe zur Selbsthilfe
5.2.6 Belastungserleben der Mutter
5.2.7 Belastungserleben des Vaters
5.2.8 Belastungserleben der Geschwisterkinder
5.2.9 Wahrnehmung sozialer Kontakte
6 DISKUSSION
6.1 Kategorien Eltern kranker Kinder
6.2 Forschungsbedarf
6.3 Einschränkungen dieser Metaanalyse
7 CONCLUSIO
8 ANHANG
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Überblick über die familienbezogene Pflegeforschung anhand der Qualifizierungsarbeiten des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Wien zu geben. Im Fokus steht dabei die Synthese von Forschungsergebnissen zur Situation von Eltern kranker Kinder, um Gemeinsamkeiten in deren Belastungserleben und Bewältigungsstrategien zu identifizieren.
Die Entstehung der Belastungssituation bei Müttern von Kindern mit der Diagnose frühkindlicher Autismus. (Bumba, 2010)
Diese Diplomarbeit fokussiert hauptsächlich auf die Mutter und ihre Funktion im Umgang mit dem betroffenen autistischen Kind. Die Mutter stellt für die Autorin dieser Qualifizierungsarbeit das funktionelle Oberhaupt der Familie dar. Der Begriff Familie wird von der Autorin nicht extra definiert, es kristallisiert sich aber heraus, dass sie damit den klassischen, engen Familienbegriff mit Mutter, Vater und Kindern anspricht.
Neben der Literaturrecherche hat die Verfasserin acht halbstandardisierte Interviews mit offenen Fragen durchgeführt. Diese wurden dann mit der Grounded Theory Methode nach Strauss und Corbin ausgewertet. Die Autorin beschreibt die Mütter nicht nur als Hauptpflegepersonen, sondern auch als Zentrale System-leitende Stelle des Systems Familie. Sie sorgen sich um das Funktionieren der Familie und sind von der Belastung die Haupt-Betroffenen. Die Väter werden als "Geldverdiener" beschrieben und nicht als zentrale Funktion der Familie, bezogen auf den Umgang und der Bewältigung des Lebens mit einem Kind mit frühkindlichem Autismus.
Sehr umfassend werden die Wechselwirkungen zwischen dem kranken Kind und dem Familiensystem beschrieben, vor allem die leitende Rolle der Mutter in diesem Familiensystem. Der Familien-Zusammenhalt wird als sehr tragend und wichtig für die Bewältigung von Problemsituationen beschrieben. In ihrem Erkenntnismodell beschreibt die Autorin die Familie, die Freunde, die Gesellschaft sowie auch die professionelle Hilfe als das soziale Umfeld der Mutter und ihrem kranken Kind. Sie bezeichnet dies als "Hintergrundfaktor".
1 EINLEITUNG: Einführung in die Zielsetzung und die Forschungsfragen der Arbeit im Kontext der familienorientierten Pflegeforschung.
2 METHODOLOGISCHES VORGEHEN: Erläuterung der angewandten metaanalytischen Vorgehensweise und der Kriterien zur Analyse der Qualifizierungsarbeiten.
3 DATENGRUNDLAGE: QUALIFIZIERUNGSARBEITEN IM BEREICH FAMILIENORIENTIERTER PFLEGEFORSCHUNG: Definition zentraler Begriffe wie Familie und Family Nursing im pflegewissenschaftlichen Kontext.
4 THEMEN FAMILIENORIENTIERTER PFLEGEFORSCHUNG: Darstellung des Forschungsstandes und der inhaltlichen Schwerpunkte der identifizierten Diplomarbeiten.
5 INHALTLICH-THEMATISCHE ÄHNLICHKEITEN UND ÜBEREINSTIMMUNGEN IM THEMA „ELTERN KRANKER KINDER“: Detaillierte Analyse und Kategorisierung der Ergebnisse aus den relevanten Diplomarbeiten zum Fokus „Eltern kranker Kinder“.
6 DISKUSSION: Synthese der Ergebnisse, Identifikation von Forschungsbedarf und kritische Reflexion der Metaanalyse.
7 CONCLUSIO: Abschließende Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse und Empfehlungen für eine optimierte Pflegepraxis.
Familienorientierte Pflege, Pflegeforschung, Eltern kranker Kinder, Belastungserleben, Coping, Qualitative Forschung, Metaanalyse, Advanced Nursing Practice, Systemischer Ansatz, Familiäre Anpassung, Empowerment, Pflegeintervention, Gesundheitsversorgung, Pflegequalität, Familienalltag.
Die Arbeit erstellt eine systematische Übersicht über die familienorientierte Pflegeforschung basierend auf den Qualifizierungsarbeiten des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Wien.
Die Arbeit behandelt Themen wie das familiäre Belastungserleben durch Krankheiten, Anpassungsprozesse an Ausnahmesituationen, Unterstützungsbedarf sowie die Rolle pflegender Angehöriger.
Das primäre Ziel ist es, den Forschungsstand zur familienbezogenen Pflege abzubilden und insbesondere Gemeinsamkeiten im Erleben von Eltern kranker Kinder zu synthetisieren.
Es wird eine metaanalytische Vorgehensweise gewählt, um qualitative Forschungsarbeiten zu sichten, zu systematisieren und inhaltliche Kategorien zu bilden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition theoretischer Grundlagen, die Darstellung der Themenbereiche sowie eine tiefgehende inhaltlich-thematische Analyse relevanter Diplomarbeiten.
ANP wird als Ansatz diskutiert, um die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse in der praktischen Pflegeberatung und dem Casemanagement gezielt zu implementieren.
Die Forschung zeigt, dass Väter in den untersuchten Arbeiten oft nur am Rande vorkommen, schwer für Interviews zu gewinnen waren und primär als "Geldverdiener" statt als aktiv Pflegende dargestellt werden.
Sie ermöglicht eine Abstraktion der vielfältigen Einzelergebnisse aus den Diplomarbeiten, um gemeinsame Phänomene wie "Bürokratie-Belastung" oder "Wunsch nach Hilfe zur Selbsthilfe" wissenschaftlich greifbar zu machen.
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