Masterarbeit, 2013
146 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Synästhesien
2.1.1 Definition
2.1.2 Auftreten
2.1.3 Arten
2.1.4 Lokalisation
2.1.5 Messung
2.1.6 Unechte Synästhesien
2.2 Neurologische Grundlagen
2.2.1 Semantische Netzwerke
2.2.2 Der psycho-physikalische Transformationsprozess
2.2.3 Bewusstseinskonzepte
2.2.4 Motive, Emotionen und Brand-Codes
2.3 Sensorische Modalitäten
2.3.1 Sehen
2.3.2 Hören
2.3.3 Riechen
2.3.4 Schmecken
2.3.5 Tasten
3. Synästhetische Wirkungen
3.1 Einzelne Sinnesreize
3.1.1 Farben
3.1.2 Töne, Klänge und Geräusche
3.1.3 Düfte
3.1.4 Geschmacksstoffe
3.1.5 Haptische Objekteigenschaften
3.2 Koppelungen zweier Sinneseindrücke
3.2.1 Sehen und Hören
3.2.2 Sehen und Riechen
3.2.3 Sehen und Schmecken
3.2.4 Sehen und Tasten
3.2.5 Hören und Riechen
3.2.6 Hören und Schmecken
3.2.7 Hören und Tasten
3.2.8 Riechen und Schmecken
3.2.9 Riechen und Tasten
3.2.10 Schmecken und Tasten
3.3 Multisensualität
4. Implikationen für die Marketingpraxis
4.1 Bestpraxis am Beispiel „Ferrero Rondnoir“
4.2 Bestpraxis am Beispiel „Phiadelphia Milka“
4.3 Bestpraxis am Beispiel „Route 66“
4.4 Bestpraxis am Beispiel „7UP“
4.5 Bestpraxis am Beispiel „Parodontax“
4.6 Bestpraxis am Beispiel „f6 – Chesterfield Morph“
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das multisensuale Zusammenspiel von Produktmerkmalen und analysiert, wie synästhetische Effekte und unbewusste Assoziationen zur Differenzierung von Marken und Produkten im Marketing eingesetzt werden können. Ziel ist es, die Wirkungsweise multisensualer Wahrnehmung aufzuzeigen und praxisnahe Erkenntnisse für die Produkt- und Kommunikationsgestaltung abzuleiten.
2.2.4 Motive, Emotionen und Brand-Codes
Wie in 2.2.1 aufgezeigt, sind Marken in neuronalen Netzwerken abgelegt. Diese können durch neue Verknüpfungen gezielt verändert und gesteuert werden. Somit lässt sich Markenführung als die Steuerung des Markennetzwerkes und der darin enthaltenen Bedeutungen definieren. Der Markenerfolg wird dabei von der Relevanz und Einzigartigkeit des Markennetzwerkes bestimmt. Für Scheier und Held bestehen Markennetzwerke aus zwei Ebenen: den Motiven und der Ebene der Markensignale (Brand Codes). Motive sind für die Relevanz der Positionierung und somit für die Differenzierung vom Wettbewerb notwendig. Markensignale werden über die Kommunikation gestreut und bilden somit eine Brücke zu den Motiven. Sie sprechen diese jedoch nur indirekt an, da eine direkte Ansprache der Zielgruppe auf Widerstand stoßen würde. „Kein Verwender von Blackberry möchte wirklich hören, dass er sich damit für den Businesskrieg rüstet und kein Porschefahrer möchte sich seiner tieferliegenden Motive bewusst werden.“
Motive versus Emotionen
Die Begriffe „Motiv“ und „Emotion“ werden häufig synonym verwendet. Dennoch ist eine eindeutige Abgrenzung sinnvoll. Hans-Georg Häusel definiert die Begriffe wie folgt: „Motive sind die Wünsche und Erwartungen, die aus den Emotionssystemen heraus an ein Produkt, eine Situation oder an einen Mitmenschen gestellt werden.“ Jeder Mensch wird von verschiedenen Motiven gesteuert – abhängig von seiner individuellen Persönlichkeit und der jeweiligen Situation. In der Literatur finden sich verschiedene Ansätze, diese Motive zu klassifizieren, um sie beispielsweise für das Marketing nutzbar zu machen. So entwickelte beispielsweise der amerikanische Neurowissenschaftler Jaak Panksepp ein Modell, welches sechs Motivsysteme umfasst: Seeking/Expectancy (Streben/Erwartung), Rage/Anger (Wut/Ärger), Lust/Sexuality (Wollust/Sexualität), Care/Naturance (Fürsorge/Pflege), Panic/Separation (Panik/Trennung) und Play/Joy (Spiel/Freude). „Das Zürcher Modell der sozialen Motivationen“ ist das Lebenswerk des renommierten Deutschen Psychologen Norbert Bischof, für welches er den Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie erhielt.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Herausforderungen des heutigen Marktes und die Problematik hoher Flopraten bei Produktinnovationen aufgrund mangelnder Differenzierung.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die neurologischen, psychologischen und sensorischen Grundlagen menschlicher Wahrnehmung sowie das Konzept der Synästhesie.
3. Synästhetische Wirkungen: Hier werden die spezifischen Wirkungen einzelner Sinnesreize und deren Kopplungen analysiert, um das komplexe Zusammenspiel der menschlichen Sinne zu verstehen.
4. Implikationen für die Marketingpraxis: Dieses Kapitel transferiert die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis und analysiert diverse Markenbeispiele hinsichtlich ihrer multisensualen Gestaltung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer fundierten multisensualen Markenstrategie zusammen und warnt vor den Risiken inkongruenter Reizübermittlung.
Synästhesie, multisensuales Marketing, Markenführung, Markennetzwerke, Brand-Codes, Konsumentenverhalten, sensorische Modalitäten, Wahrnehmung, neuromarketing, Produktgestaltung, emotionale Motive, Implizite Wirkung, Koppelung, Markensignale
Die Masterarbeit befasst sich mit der Bedeutung multisensualer Wahrnehmung und deren gezieltem Einsatz in der Produkt- und Kommunikationsgestaltung, um Marken erfolgreicher zu positionieren.
Die Schwerpunkte liegen auf den neurologischen Grundlagen der Wahrnehmung, der Funktionsweise semantischer Netzwerke, der Bedeutung von Emotionen und Motiven sowie dem konkreten Einsatz sensorischer Reize.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch das Verständnis synästhetischer Effekte ihre Kommunikation multisensual ausrichten können, um sich vom Wettbewerb abzuheben.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung zahlreicher Praxisbeispiele aus dem Marketing, um die multisensualen Zusammenhänge zu belegen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Grundlagen zu Synästhesien und Sinnesmodalitäten, die Analyse synästhetischer Wirkungen durch Reizkopplung sowie konkrete Best-Practice-Beispiele aus der Wirtschaft.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Synästhesie, multisensuales Marketing, Brand-Codes, semantische Netzwerke und Konsumentenpsychologie.
Brand-Codes dienen als Brücke zwischen den Markensignalen (wie Logo, Farben, Düfte) und den tief sitzenden Motiven der Konsumenten, um eine emotionale Differenzierung zu ermöglichen.
Die Abstimmung ist schwierig, da viele Werbekanäle (wie Print oder Internet) nur begrenzte Sinne ansprechen und unpassende Kombinationen von Reizen negative Assoziationen oder Wahrnehmungskonflikte auslösen können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

