Bachelorarbeit, 2013
45 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
1.1. Themeneinführung
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Vorgehensweise und Methodik der Untersuchung
2. Shoppingcenter
2.1. Definition
2.2. Entwicklungsgeschichte
2.3. Entwicklungsphasen in Deutschland
3. Innerstädtische Einkaufscenter
3.1. ECE Projektmanagement GmbH. & Co. KG
3.2. Typologie
3.3. Regionale Auswirkungen
3.4. Kriterien und Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche und verträgliche Integration von Shoppingcentern in der Innenstadt
3.4.1. Größe
3.4.2. Lage
3.4.3. Bauform
3.4.4. Branchenvollständigkeit und Nutzung
3.4.5. Stellplätze
3.5. Kriterien zur Ermittlung der Ansiedlungsfolgen
3.5.1. Lagestrukturveränderung
3.5.2. Einzelhandelsmietpreis
3.5.3. Filialisierungsgrad
3.5.4. Passantenfrequenz
3.5.5. Umsatzkennziffer
3.5.6. Zentralitätskennziffer
3.6. Beispiel „City Galerie“ in Siegen
3.6.1. Innerstädtische Einzelhandelsstruktur in Siegen
3.6.2. Untersuchungsrelevante Rahmenkriterien
3.6.3. Vergleich der Kriterien für eine erfolgreiche und verträgliche Integration von Shoppingcentern in der Innenstadt mit den Eigenschaften der „City Galerie“ Siegen
3.6.4. Wirkungsanalyse und Folgen der Centeransiedlung
4. Stadtgalerie - K in Lautern
4.1. Innerstädtische Einzelhandelsstruktur in Kaiserslautern
4.2. Projekt „Neue Mitte“
4.3. Untersuchungsrelevante Rahmenkriterien
4.4. Vergleich der Kriterien für eine erfolgreiche und verträgliche Integration von Shoppingcentern in der Innenstadt mit den Eigenschaften des Einkaufscenters „K in Lautern“
4.5. Einschätzungen über die zukünftigen Auswirkungen
5. Fazit
Die Arbeit analysiert die potenziellen Auswirkungen der geplanten "Stadtgalerie K in Lautern" auf den innerstädtischen Einzelhandel in Kaiserslautern. Basierend auf einem Vergleich mit dem Fallbeispiel "City Galerie" in Siegen sowie theoretischen Kriterien für eine verträgliche Integration, soll bewertet werden, ob das neue Einkaufscenter zu einer Stärkung der Innenstadt beitragen oder durch Trading-Down-Prozesse schaden wird.
3.4. Kriterien und Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche und verträgliche Integration von Shoppingcentern in der Innenstadt
Im Folgenden werden die Kriterien und Handlungsempfehlungen aufgezeigt, die nötigt sind, um möglichst viele der bereits genannten positiven und möglichst wenige der negativen Auswirkungen zu erzeugen. Bei deren Anwendung ist die spezifische Situation vor Ort, insbesondere die Stadtgröße, zu berücksichtigen. Im Speziellen wird auf die Größe, Lage und Bauform des Centers sowie auf die Nutzung, die Branchenvollständigkeit und Anzahl der PKW-Stellplätze eingegangen.
3.4.1. Größe
Der prognostizierte Shoppingcenter-Umsatz steht in einer starken Relation zu seiner Größe und somit auch mit der zu erwartenden Kaufkraftumverteilung. Die Größe lässt außerdem erste Rückschlüsse über die Autarkie des Centers zu. Neben der absoluten Verkaufsfläche muss auch die relative Verkaufsflächenerweiterung im Verhältnis zum bisherigen Einzelhandelsbestand herangezogen werden um die Verträglichkeit beurteilen zu können.
Da die Betreiber und Investoren verständlicherweise nahezu autarke Einkaufscenter bevorzugen, überschreiten diese häufig eine für die Stadt verträgliche Größe. So sind Investitionen in Center unter 20.000m² Verkaufsfläche eher selten, unabhängig davon wie groß die Stadt ist. Diese großen Center gestatten einen, vom angrenzenden innerstädtischen Handel unabhängigen, ökonomischen Handel. Solche Dimensionen können jedoch nur von Großstädten mit einem starken innerstädtischen Einzelhandel vertragen werden, weshalb Größen jenseits von 15.000m² als kritisch anzusehen sind.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Shoppingcenter und deren Auswirkungen auf Innenstädte, insbesondere in Bezug auf Trading-Down-Prozesse, sowie Darstellung der Zielsetzung der Bachelorarbeit.
2. Shoppingcenter: Definition und geschichtlicher Abriss der Entwicklung von Shoppingcentern von der ersten Generation bis heute, inklusive der unterschiedlichen Entwicklungsphasen in Deutschland.
3. Innerstädtische Einkaufscenter: Vertiefende Untersuchung der ECE Projektmanagement GmbH, der Typologie von Centern sowie detaillierte Kriterien für eine erfolgreiche Integration, ergänzt um eine Fallstudie der "City Galerie" in Siegen.
4. Stadtgalerie - K in Lautern: Anwendung der zuvor erarbeiteten Kriterien auf das konkrete Projekt in Kaiserslautern, Analyse der lokalen Einzelhandelsstruktur und Einschätzung der zukünftigen Auswirkungen auf die Stadt.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, in der die These aufgestellt wird, dass das Projekt bei Beachtung bestimmter Kriterien eine Stärkung der Innenstadt bewirken kann.
Shoppingcenter, Kaiserslautern, Stadtgalerie K in Lautern, Einzelhandel, Innenstadt, Trading-Down, ECE, Stadtentwicklung, City Galerie Siegen, Kaufkraft, Zentralität, Filialisierungsgrad, Passantenfrequenz, Handelsimmobilien, Standortpolitik.
Die Arbeit untersucht die städtebaulichen und wirtschaftlichen Auswirkungen, die durch den Bau der innerstädtischen "Stadtgalerie K in Lautern" auf den bestehenden Einzelhandel in Kaiserslautern zu erwarten sind.
Zentrale Themen sind die Typologie und Entwicklungsgeschichte von Shoppingcentern, Kriterien für deren erfolgreiche Integration in historische Innenstadtlagen sowie die Analyse lokaler Einzelhandelsstrukturen.
Das primäre Ziel ist es, die zu erwartenden Auswirkungen des neuen Einkaufscenters auf den bereits bestehenden Einzelhandel in Kaiserslautern aufzuzeigen und zu bewerten, ob das Center eine Belebung oder eine Gefährdung darstellt.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Dokumenten- und Literaturanalyse, die durch den Vergleich mit einer Fallstudie (City Galerie Siegen) und die Auswertung von Einzelhandelsverträglichkeitsgutachten ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung von Kriterien für erfolgreiche Centeransiedlungen und eine detaillierte Anwendung dieser Kriterien auf den spezifischen Fall der Stadtgalerie in Kaiserslautern.
Die zentralen Charakteristika sind die Begriffe Shoppingcenter, Trading-Down-Prozesse, innerstädtische Integration, Kaufkraftbindung sowie die spezifischen Standortindikatoren.
Die City Galerie dient als Referenz- oder Vergleichsobjekt, da sie ähnliche städtebauliche Daten wie das Kaiserslauterer Projekt aufweist und als empirisches Beispiel für die Auswirkungen einer solchen Ansiedlung genutzt wird.
Kaiserslautern weist eine andere topographische Situation auf, da keine vierspurige Bundesstraße die Innenstadt in zwei Teile trennt, und das geplante Center in Kaiserslautern verfügt über eine geringere Anzahl an Parkplätzen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Projekt bei Einhaltung der analysierten Rahmenbedingungen das Ziel verfolgt, den Bedeutungsverlust der Innenstadt aufzufangen und die Stadt als Oberzentrum zu stärken.
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