Bachelorarbeit, 2013
75 Seiten, Note: 1,3
„DAS ZOCKEN GEHÖRT VERBOTEN“ ULI HOENEß IM FOCUS-INTERVIEW (12.08.2009)
1 EINLEITUNG
2 FRAGESTELLUNGEN UND GLIEDERUNG DER ARBEIT
3 DIE POLITISCHE DEBATTE UM STEUERFLUCHT UND STEUERHINTERZIEHUNG
4 DIE AKTEURE DER STEUERAFFÄRE
4.1 DER „FC BAYERN MÜNCHEN“
4.2 AUFSICHTSRAT UND VERWALTUNGSRAT DES FCB
4.3 ULRICH „ULI“ HOENEß
4.3.1 Der Manager
4.3.2 Der Polarisierer
4.3.3 Der Wohltäter und Moralist
5 KRISE UND KRISENKOMMUNIKATION
5.1 BEGRIFFE UND INHALTLICHE ABGRENZUNG
5.2 KRISENKOMMUNIKATION IM WEB 2.0
5.3 BESONDERHEITEN DER KRISENKOMMUNIKATION IM SPORT
5.4 BEISPIELE FRÜHERER KRISENFÄLLE IM DEUTSCHEN PROFI-FUßBALL
5.4.1 Der „Bundesliga-Skandal“ 1971
5.4.2 Die „Schiedsrichter-Affäre Hoyzer“ 2005
5.5 DIE STEUERAFFÄRE UM DEN EX-POSTCHEF ZUMWINKEL
6 KRISENKOMMUNIKATION IN DER „STEUERAFFÄRE HOENEß“
6.1 METHODISCHE VORGEHENSWEISE
6.2 CHRONIK DES BISHERIGEN KRISENVERLAUFS
6.3 DIE KOMMUNIKATIONSSTRATEGIEN DER AKTEURE
6.4 BEURTEILUNG DER KOMMUNIKATIONSSTRATEGIEN DER AKTEURE
Ziel der Bachelor-Arbeit ist es, die Kommunikationsstrategien von Uli Hoeneß und dem FC Bayern München während der Steueraffäre kritisch zu analysieren und anhand theoretischer Kriterien für eine effiziente Krisenkommunikation zu bewerten, um den Umgang mit der Krise und deren Auswirkungen auf den Verein zu erfassen.
4.3.2 Der Polarisierer
Die Rolle von Hoeneß als Polarisierer ist kurz erzählt. Es ist viel darüber spekuliert worden, was die Hintergründe – impulsive Unüberlegtheit, Neigung zu cholerischem Verhalten, taktische Berechnung – für sein oft aggressives Auftreten in der Öffentlichkeit und besonders in den Medien gewesen sind. Letztlich ging es Hoeneß – nach Einschätzung des Verfassers - bei seinen bekannten Attacken nur um den FC Bayern München. Der wurde, auch gegen berechtigte Kritik, immer von ihm in Schutz genommen. Dazu war Hoeneß allerdings fast jedes Mittel recht und seine Attacken zielten oft unter die Gürtellinie seiner Kontrahenten, nahmen also persönliche Züge an.
Für den Verein bildete die „Abteilung Attacke“ ein Markenzeichen, das die Fußballgemeinde entzweite. Entweder man war für den FC Bayern München – oder dagegen. Auf Internetforen wie den „antibayern.de“ werden noch heute akribisch alle bekannt gewordenen verbalen Fehltritte von Hoeneß gesammelt, obgleich auch dort seine Fähigkeiten als erfolgreicher Manager durchaus Anerkennung finden.
Richtig bekannt wurden Hoeneß‘ Attacken erstmals im Zusammenhang mit dem SV Werder Bremen noch in den 80er Jahren, als er nach einem Fußballspiel in einem durch vorausgegangene brutale Bayern-Fouls aufgeheizten Klima auf Sticheleien des Bremer Managers und SPD-Funktionärs Willi Lemke reagierte, der neben einer Kritik an den Fouls die Überlegenheit der „Bayern“ in sozialistischer Manier auf „Klassenunterschiede“ zurückzuführen suggerierte – ganz nach dem Motto: in München regiert das Geld, aber im Norden wird noch ehrlicher Arbeiterfußball gespielt. Der bekennende CSU-Anhänger Hoeneß unterstellte Lemke, den FCB in der Bundesliga gezielt als „Feindbild“ etablieren zu wollen und attackierte den Bremer Manager nun bei jeder sich bietenden Gelegenheit.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Steueraffäre um Uli Hoeneß und die daraus resultierenden Herausforderungen für den FC Bayern München.
2 FRAGESTELLUNGEN UND GLIEDERUNG DER ARBEIT: Definition der Zielsetzung der Arbeit sowie Erläuterung des methodischen Aufbaus zur Untersuchung der Krisenkommunikation.
3 DIE POLITISCHE DEBATTE UM STEUERFLUCHT UND STEUERHINTERZIEHUNG: Analyse des politischen Hintergrunds und der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung der Bekämpfung von Steuerdelikten.
4 DIE AKTEURE DER STEUERAFFÄRE: Detaillierte Vorstellung der Hauptbeteiligten, insbesondere des FC Bayern München, seiner Gremien und der Person Uli Hoeneß.
5 KRISE UND KRISENKOMMUNIKATION: Theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen, Phasenmodellen und Strategien der Krisenkommunikation sowie Rückblick auf historische Beispiele im Profi-Fußball.
6 KRISENKOMMUNIKATION IN DER „STEUERAFFÄRE HOENEß“: Empirische Untersuchung des realen Krisenverlaufs, Analyse der angewandten Kommunikationsstrategien und deren kritische Beurteilung.
Krisenkommunikation, Uli Hoeneß, FC Bayern München, Steuerhinterziehung, Selbstanzeige, Krisenmanagement, Reputation, Sportmanagement, Medienberichterstattung, Öffentlichkeitsarbeit, Compliance, Stakeholder, Moral, Wirtschaftlichkeit, Skandal.
Die Arbeit untersucht die Krisenkommunikation des FC Bayern München und seines Präsidenten Uli Hoeneß infolge der öffentlich gewordenen Steueraffäre im Jahr 2013.
Neben der direkten Krisenkommunikation behandelt die Arbeit den politischen Kontext von Steuerhinterziehung, die Rollen der Akteure im Verein sowie theoretische Grundlagen der Krisenbewältigung im Sport.
Das Ziel ist es, die Kommunikationsstrategien der Akteure kritisch darzustellen und anhand von Effizienzkriterien zu bewerten, um den Erfolg der Maßnahmen zur Schadensbegrenzung für den Verein zu beurteilen.
Die Autorin/der Autor nutzt eine internet-basierte empirische Analyse, um den Krisenverlauf und die Medienaktivität über einen bestimmten Zeitraum systematisch zu erfassen und zu visualisieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Krisenkommunikation, historische Vergleiche mit früheren Skandalen und die spezifische Auswertung der „Affäre Hoeneß“.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Krisenkommunikation, Uli Hoeneß, FC Bayern München, Steuerhinterziehung, Reputation und Sportmanagement.
Während Uli Hoeneß im Verlauf der Krise zwischen offensivem Gegenangriff und defensiver Reue wechselte, verfolgte der Aufsichtsrat eine konsistent „transparente“ Linie, die auf der juristischen Unschuldsvermutung durch die Selbstanzeige basierte.
Die Arbeit zeigt auf, dass der von Hoeneß geprägte kommunikative Stil der „Abteilung Attacke“ in der Krisensituation teilweise zu kontraproduktiven Reaktionen führte und seine Glaubwürdigkeit als moralische Instanz zusätzlich gefährdete.
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