Bachelorarbeit, 2013
27 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT
2. SPORTEVENTS ALS ERLEBNISWELTEN
2.1 DEFINITION VON SPORTEVENT
2.2 KATEGORISIERUNG VON SPORTEVENTS
2.3 MERKMALE VON ERLEBNISWELTEN IM SPORT
2.3.1 Kontrastweltcharakter
2.3.2 Attraktionen rund um das Event
2.3.3 Erlebnisqualität
2.3.4 Einzigartigkeit
2.3.5 Erlebnisketten im Rahmen des Events
2.5 SPORTVERANSTALTUNGEN AUF DEM WEG ZU ERLEBNISWELTEN
3. PSYCHOSOZIALE WIRKMECHANISMEN
3.1 BEDÜRFNISTHEORIE NACH MASLOW IN BEZUG AUF SPORTEVENTS
3.2 UNTERSCHIEDLICHE ERLEBNISTHEORIEN
3.3 DIE ROLLE DES ZUSCHAUERS
4. INSZENIERUNGSELEMENTE IN DEN MEDIEN
4.1 DEFINITION VON INSZENIERUNG
4.2 ZENTRALE ELEMENTE DER INSZENIERUNG IM FERNSEHEN
5. INSZENIERUNGSELEMENTE VOR ORT
5.1 INVOLVEMENT DER ZUSCHAUER GEGENÜBER DEM EVENT
5.2 AKTIVIERUNG DER ZUSCHAUER ALS GRUNDBEDINGUNG FÜR EFFEKTIVES SPONSORING
5.3 ZIELE DER INSZENIERUNG VON SPORTVERANSTALTUNGEN
6. CONCLUSIO
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die zunehmende Transformation von Sportveranstaltungen in multisensorische Erlebniswelten. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die Zusammenhänge zwischen psychosozialen Wirkmechanismen und der publikumswirksamen Inszenierung von Sportevents zu analysieren sowie Parallelen zwischen der Medieninszenierung und der Inszenierung vor Ort aufzuzeigen, um die zukünftige Entwicklung dieses Bereichs zu prognostizieren.
5.3 Ziele der Inszenierung von Sportveranstaltungen
Die Inszenierung direkt am Ort des Geschehens gestaltet sich etwas schwieriger im Vergleich zur Inszenierung in den Medien. Denn durch das Weglassen von Informationen, kann die Wahrheit in den Medien verzerrt werden. Außerdem können für die Inszenierung wichtige Details dramatisiert werden. Dieser Spielraum ist vor Ort leider nicht gegeben.
Das Ziel der Inszenierung vor Ort ist es, die Aktivierung der Zuschauer zu steigern und künstliche Höhepunkte zu erzeugen. Dies geschieht in der Praxis vor allem durch Spielunterbrechungen kombiniert mit Stadiondurchsagen.
Als konkretes Beispiel aus der Praxis wird der Beachvolleyball Grand-Slam 2013 in Klagenfurt herangezogen. Dort findet ständig eine Kommunikation zwischen dem Stadionsprecher und dem Publikum statt. Der Stadionsprecher stellt dem Publikum Fragen und dieses beantwortet jene im Chor.
Seitens der Zuschauer entsteht eine Beziehung zum Geschehen. Der Stadionsprecher befragt die Menge: „ Ist euch heiß? Wollt ihr Wasser?“. Als Antwort ist ein lautes: „Ja!“ zu vernehmen, woraufhin die Eskimo-Beachgirls die Wasserschläuche der Feuerwehr einschalteten und für Abkühlung sorgten.
Immer wieder wird dieselbe kurze Tonfolgen abgespielt, auf die das Publikum mit unterschiedlichen Lauten oder nonverbalen Raktionen reagiert. Diese Vorgehnsweise führt dazu, dass die Zuseher ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln. Bereits binnen kurzer Zeit wissen die Zuseher, welche Reaktion von ihnen gefordert wird.
1. EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung der zunehmenden Kommerzialisierung und Eventisierung im Sport und leitet die Forschungsfrage ab.
2. SPORTEVENTS ALS ERLEBNISWELTEN: Definiert Sportevents und arbeitet deren zentrale Merkmale sowie die Wandlung zu Urban Entertainment Centers heraus.
3. PSYCHOSOZIALE WIRKMECHANISMEN: Analysiert menschliche Bedürfnisse mittels Maslows Theorie und untersucht verschiedene Erlebnistheorien im Sportkontext.
4. INSZENIERUNGSELEMENTE IN DEN MEDIEN: Beleuchtet die theoretischen Grundlagen der Inszenierung und deren praktische Umsetzung bei der medialen Übertragung.
5. INSZENIERUNGSELEMENTE VOR ORT: Untersucht die Bedeutung von Zuschauerinvolvement und Aktivierung als Basis für erfolgreiches Marketing und Sponsoring.
6. CONCLUSIO: Fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Interessen und der Fan-Kultur.
Inszenierung, Eventisierung, Involvement, Erlebniswelten, Sportmarketing, Sponsoring, Bedürfnispyramide, Zuschauerbindung, Sportevents, Massenkommunikation, Emotionen, Erlebniskonsum, Emotionalisierung, Zielgruppen, Sportmanagement
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Transformation von klassischen Sportveranstaltungen hin zu komplexen Erlebniswelten und der Rolle der Inszenierung dabei.
Zu den zentralen Themen gehören Sportmarketing, die psychologischen Wirkmechanismen hinter dem Sportbesuch sowie der Vergleich zwischen Medieninszenierung und der Inszenierung vor Ort.
Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen psychosozialen Faktoren und der Eventisierung von Sportveranstaltungen zu erforschen und Gemeinsamkeiten in der Inszenierung aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer Ursachen-/Wirkungsanalyse der untersuchten Einflussfaktoren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Definition von Sportevents, psychologische Erklärungsmodelle, mediale Inszenierungstechniken sowie die praktische Inszenierung direkt am Veranstaltungsort.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Inszenierung, Eventisierung, Involvement und Erlebniswelten.
Die Inszenierung zielt darauf ab, den Zuschauer emotional zu aktivieren, die Aufmerksamkeit zu steuern und durch ein Gemeinschaftsgefühl eine engere Bindung an das Event zu schaffen.
Die Verantwortlichen stehen vor der Herausforderung, einerseits die Bedürfnisse von "echten" traditionellen Fans zu wahren und andererseits neue, zahlungskräftigere Zielgruppen durch moderne Event-Attraktionen zu binden.
Ein hohes Involvement des Zuschauers korreliert mit einer stärkeren emotionalen Aktivierung, was die Wahrscheinlichkeit für impulsive Kaufentscheidungen und eine positivere Wahrnehmung von Sponsoring erhöht.
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