Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung und Zielsetzung
2. Mitarbeiterzufriedenheit
2.1 Definitionen von Mitarbeiterzufriedenheit
2.2 Theorien, die im Zusammenhang mit der Mitarbeiterzufriedenheit stehen
2.2.1 Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
2.2.2 Das Konzept des Motivationspotenzials nach Hackman und Oldham (Job- Characteristics-Modell)
2.2.3 Das Modell von Bruggemann
2.3 Faktoren, die die Mitarbeiterzufriedenheit beeinflussen können
2.3.1 Betriebsklima
2.3.2 Vergütung
2.3.3 Attraktivität der Arbeitstätigkeit
2.3.4 Arbeitszeitregelungen
2.3.5 Mitarbeiterführung & Betriebliche Kommunikation
2.4 Auswirkungen der Mitarbeiterzufriedenheit auf das Unternehmen
2.4.1 Organizational Citizenship Behavior (OCB) und Mitarbeiterzufriedenheit
2.4.2 Arbeitsleistung
2.4.3 Fehlzeiten und Fluktuation
2.5 Auswirkungen von Mitarbeiterzufriedenheit auf die Person
2.5.1 Arbeitszufriedenheit und Lebenszufriedenheit
2.5.2 Persönlichkeitsentwicklung
2.6 Folgen mangelnder Mitarbeiterzufriedenheit
2.6.1 Innere Kündigung
2.6.2 Folgen für das Unternehmen
2.6.2.1 Fehlzeiten
2.6.2.2 Fluktuation
3. Mitarbeiterbindung
3.1 Die Bedeutung der Mitarbeiterbindung für den Mitarbeiter
3.2 Die Bedeutung der Mitarbeiterbindung für das Unternehmen
3.3 Organisationales Commitment – eine genauere Definition
3.4 Beispiele für Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeiterbindung
3.4.1 Personalentwicklung
3.4.2 Marktgerechte Bezahlung
3.4.3 Work & Life Balance
3.4.4 Betriebliche Altersvorsorge
4. Der Zusammenhang zwischen Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen der Mitarbeiterzufriedenheit und der Mitarbeiterbindung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich diese beiden Konstrukte gegenseitig beeinflussen und welche Rolle sie für den langfristigen Unternehmenserfolg spielen, insbesondere im Kontext aktueller Herausforderungen wie dem „War for Talents“.
2.2.1 Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg gilt „…als sehr bedeutsames Paradigma der Arbeitszufriedenheit, das auch heute noch in der Wissenschaft nachwirkt…“13 wie es Lorenz Fischer ausdrückt. Diese Theorie gehört zu den Inhaltstheorien der Arbeitsmotivation.14
Es werden zwei Varianten unterschieden: Die Zwei-Faktoren-Theorie im engeren Sinne und im weiteren Sinne. Die Zwei-Faktoren-Theorie im weiteren Sinne bezieht sich auf die Arbeitsmotivation im Allgemeinen.15
Für die Mitarbeiterzufriedenheit ist nach Agnes Bruggemann die Zwei-Faktoren-Theorie im engeren Sinne genauer zu betrachten. Diese bezieht sich, im Gegensatz zu der Zwei-Faktoren-Theorie im weiteren Sinn, auf die beiden unterschiedlichen Wirkungsweisen der Faktoren für Arbeitszufriedenheit.16 Hierbei geht es um die gemessene Arbeitszufriedenheit und um die Arbeitsunzufriedenheit. Die Arbeitszufriedenheit wird innerhalb dieses Modells durch die Befriedigung in bestimmten Situationen der Arbeit gemessen und die Arbeitsunzufriedenheit wird durch die Frustration bzw. Nicht-Befriedigung der Arbeiter festgehalten.17 Herzberg untersuchte hierzu die wahrgenommene Befriedigung der Arbeiter in bestimmten Situationen. Er befragte die Arbeiter, in welchen Situationen bei der Arbeit sie sich besonders wohl und in welchen sie sich dagegen eher unwohl fühlten.18
Aufgrund der so gewonnenen Umfrageergebnisse geht Herzberg davon aus, dass nur bestimmte und nicht alle Faktoren der Arbeit zur Zufriedenheit der Mitarbeiter beitragen.19 Im Gegensatz zum eindimensionalen Modell unterscheidet Herzberg in seinem zweidimensionalen Modell zwischen der Zufriedenheitsdimension und der Unzufriedenheitsdimension (siehe hierzu auch Abb. 1).20 Die Faktoren, die Zufriedenheit erzeugen werden innerhalb des Rahmens von „neutral (keine Zufriedenheit) – zufrieden“ eingestuft. Diese Faktoren werden „Satisfiers“ genannt.21 Die „Satisfiers“ haben mit der Arbeit bzw. dem Arbeitsinhalt an sich zu tun und werden darum als „Kontentfaktoren“ (Content = Inhalt) oder auch als „Motivatoren“ bezeichnet.22 Motivatoren motivieren Mitarbeiter zu höheren Leistungen. Sie drücken höherwertige Bedürfnisse wie das Streben nach Wachstum aus (weitere Beispiele siehe Tabelle 1). Nur sie können die Arbeitszufriedenheit auf Dauer gewährleisten, da sie auf die intrinsische Motivation der Mitarbeiter abzielen und somit die eigene Motivation ohne Fremdeinwirkung im Vordergrund steht. Das Fehlen dieser Faktoren führt nicht direkt zu Unzufriedenheit sondern nur zu einer geringeren Zufriedenheit.23
1. Einleitung und Zielsetzung: Die Einleitung beleuchtet die abnehmende Mitarbeiterzufriedenheit in Deutschland und verdeutlicht die Notwendigkeit, Mitarbeiter durch gezielte Maßnahmen enger an das Unternehmen zu binden.
2. Mitarbeiterzufriedenheit: Dieses Kapitel erläutert verschiedene theoretische Modelle zur Arbeitszufriedenheit, diskutiert einflussnehmende Faktoren sowie die Auswirkungen auf das Unternehmen und die Person.
3. Mitarbeiterbindung: Das Kapitel definiert den Begriff der Mitarbeiterbindung, hebt dessen Bedeutung hervor und stellt praxisnahe Maßnahmen zur Förderung des organisationalen Commitments vor.
4. Der Zusammenhang zwischen Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung: Dieses Kapitel führt beide Konstrukte zusammen und zeigt auf, wie sie sich gegenseitig in einem Wirkungskreis beeinflussen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Mitarbeiter die wichtigste Ressource darstellen und Unternehmen in deren Zufriedenheit und Bindung investieren müssen.
Mitarbeiterzufriedenheit, Mitarbeiterbindung, Arbeitsmotivation, Zwei-Faktoren-Theorie, Herzberg, Job-Characteristics-Modell, Organizational Commitment, Fehlzeiten, Fluktuation, Unternehmenserfolg, Personalentwicklung, Work-Life-Balance, Führungsstil, Innere Kündigung, Betriebsklima
Die Arbeit untersucht das Verhältnis und die Wechselwirkungen zwischen der Zufriedenheit von Mitarbeitern und deren langfristiger Bindung an ein Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung der Mitarbeiterzufriedenheit, den Auswirkungen auf das Unternehmen und die Person sowie Strategien zur aktiven Steigerung der Mitarbeiterbindung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch das Verständnis und die gezielte Förderung dieser beiden Konzepte ihre wertvollsten Mitarbeiter halten und so den Herausforderungen des Fachkräftemangels begegnen können.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgreifenden Literatur- und Theorieanalyse bestehender psychologischer Modelle und empirischer Studien aus dem Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Mitarbeiterzufriedenheit (Kapitel 2), eine Untersuchung der Mitarbeiterbindung (Kapitel 3) und deren synergetischen Zusammenhang (Kapitel 4).
Die wichtigsten Begriffe sind Mitarbeiterzufriedenheit, Mitarbeiterbindung, Herzberg-Theorie, OCB (Organizational Citizenship Behavior), Fluktuation und operatives Personalmanagement.
Die innere Kündigung beschreibt einen Prozess, in dem Mitarbeiter innerlich mit ihrem Arbeitsplatz abschließen, sich emotional vom Unternehmen distanzieren und nur noch „Dienst nach Vorschrift“ leisten.
Es bietet einen Ansatz zur Gestaltung von Arbeitsaufgaben, um intrinsische Motivation, Leistung und Zufriedenheit zu steigern, indem Kerndimensionen wie Autonomie und Anforderungsvielfalt berücksichtigt werden.
Sie dienen als zentrale negative Indikatoren für eine mangelnde Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung, deren Reduzierung durch gezielte Managementmaßnahmen als wesentlicher Vorteil für das Unternehmen herausgestellt wird.
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