Bachelorarbeit, 2013
66 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Energiewende
2.2 Die zeitliche Entwicklung
2.3 Erneuerbare Energien
2.4 Staatliche Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende
2.5 Mögliche Konsequenzen der Energiewende
3. Forschungsdesign
3.1 Quantitative Inhaltsanalyse
3.2 Online-Forschung
3.3 Formulierung der Hypothesen
3.4 Vollerhebung
3.5 Kategoriensystem
3.5.1 Formale Kategorien
3.5.2 Inhaltliche Kategorien
3.6 Probecodierung
3.6.1 Validitätstest
3.6.2 Reliabilitätstest
4. Ergebnisse der Untersuchung
4.1 Ergebnisse der formalen Kategorien
4.1.1 Darstellung der Ergebnisse
4.1.2 Prüfung der Hypothesen H1.1 und H1.2
4.2 Ergebnisse der inhaltlichen Kategorien
4.2.1 Darstellung der Ergebnisse
4.2.2 Prüfung der Hypothesen H2.1 bis H4.2
5. Schlussbetrachtung
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.1.1 Formale Kategorien
5.1.2 Inhaltliche Kategorien
5.2 Kritische Reflexion der Untersuchung
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht inhaltsanalytisch die mediale Berichterstattung über die deutsche Energiewende im Jahr 2011. Ziel ist es, die Art, Themenauswahl und Wertungen in den Online-Ausgaben zweier überregionaler Prestigezeitungen zu analysieren, um das von den Medien entworfene Bild dieses komplexen politischen und gesellschaftlichen Wandlungsprozesses zu beschreiben und dessen potenzielle Wirkung auf die öffentliche Meinungsbildung einzuordnen.
1. Einleitung
Der Strom kommt aus der Steckdose. Für die meisten Verbraucher endet an dieser Stelle die Auseinandersetzung mit der Herkunft der Energie. Doch der Verbrauch in einem Industrieland wie Deutschland ist enorm und die Bedeutung der Verfügbarkeit entsprechend hoch. Nicht nur die gegenwärtigen Generationen, sondern auch Nachfahren bis in weiter Zukunft werden von der Stromversorgung abhängig sein. Deshalb ist es wichtig die Herkunft und die Art der Energiequellen zu hinterfragen.
Seit der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 ist das Bewusstsein in der Bevölkerung und der Politik hinsichtlich der Risiken von Kernenergie deutlich gestiegen. Aus einer statistischen Größe wird ein ausgewachsener Super-GAU. Die Bundesregierung vollzieht eine rasante Kehrtwende in Sachen Atompolitik und beschließt die Energiewende zu beschleunigen. Die Energiewende beinhaltet über den Atomausstieg hinaus, beispielsweise auch den Ausbau regenerativer Energien und Stromnetze. Zahlreiche Maßnahmen werden seitens der Bundesregierung ergriffen, woraus einschlägige Konsequenzen folgen. Die Bevölkerung ist von einigen dieser Neuerungen direkt betroffen und hat das Bedürfnis informiert zu werden.
Die Hauptbezugsquelle der Gesellschaft hinsichtlich politischer Informationen stellen die Medien dar. Denn „Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt in der wir leben wissen, wissen wir durch die Massenmedien“ (Luhmann 2009:9). Die Art und Weise der Medienberichterstattung hat demnach einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Meinungsbildung der Gesellschaft (vgl. Luhmann 2009:125f.). Da das öffentliche Bild der Energiewende durch die Medienberichterstattung zumindest beeinflusst, wenn nicht sogar bestimmt wird, soll im Folgenden die Medienberichterstattung zum Thema Energiewende untersucht werden. Die Forschungsfrage für die vorliegende Arbeit lautet daher: „Wie lässt sich die Medienberichterstattung bezüglich der Energiewende beschreiben?“. Ziel der Arbeit ist es, die Art der Berichterstattung im Jahr 2011 zu analysieren und zu interpretieren.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Energiewende ein, begründet die Relevanz der Untersuchung der Medienberichterstattung und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Die Energiewende: Hier werden theoretische Grundlagen zur Energiewende, deren zeitliche Entwicklung, regenerative Energiequellen sowie staatliche Maßnahmen und Konsequenzen kurz erläutert.
3. Forschungsdesign: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise der quantitativen Inhaltsanalyse, die Auswahl der Online-Zeitungen, die Formulierung der Hypothesen sowie die Entwicklung und Testung des Kategoriensystems.
4. Ergebnisse der Untersuchung: Hier werden die erhobenen Daten sowohl hinsichtlich formaler als auch inhaltlicher Kategorien präsentiert und die aufgestellten Hypothesen anhand der Untersuchungsergebnisse geprüft.
5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel bietet eine tiefgehende Interpretation der Ergebnisse der formalen und inhaltlichen Kategorien sowie eine kritische Reflexion des gesamten Forschungsvorgangs.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und beantwortet abschließend die eingangs formulierte Forschungsfrage.
Energiewende, Medienberichterstattung, Inhaltsanalyse, Atomausstieg, Online-Zeitung, Erneuerbare Energien, Fukushima, Politik, Wirtschaft, Nachrichtenwert, Aktualität, Wertung, Quantitative Analyse, Deutschland, Meinungsbildung.
Die Arbeit untersucht, wie zwei überregionale deutsche Online-Zeitungen im Jahr 2011 über das politische Großprojekt „Energiewende“ berichtet haben.
Die zentralen Themen sind der Atomausstieg als Hauptaspekt, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Konsequenzen der Energiewende für Politik, Wirtschaft und Bevölkerung.
Das primäre Ziel ist es, die Art der Medienberichterstattung bezüglich der Energiewende zu beschreiben, insbesondere hinsichtlich der Themenauswahl, der zeitlichen Dynamik und der projizierten Wertvorstellungen.
Die Arbeit verwendet eine quantitative Inhaltsanalyse, bei der Zeitungsartikel systematisch nach einem standardisierten Codebuch erfasst, codiert und statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, das methodische Forschungsdesign, die Darstellung der Untersuchungsergebnisse (formale und inhaltliche Aspekte) sowie deren Interpretation und Reflexion.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Energiewende, Medienberichterstattung, Inhaltsanalyse, Atomausstieg, Nachrichtenwert sowie quantitative Analyse.
Das Jahr 2011 war durch die Atomkatastrophe von Fukushima und den darauf folgenden politischen Beschluss zur Energiewende in Deutschland ein zentrales Schlüsseljahr für dieses Thema.
Die Ergebnisse zeigen, dass die „Süddeutsche Zeitung“ tendenziell neutraler und häufiger positiv berichtet, während bei der „Welt“ eine stärkere Tendenz zu negativen Wertungen erkennbar ist, was auf unterschiedliche journalistische Perspektiven zurückgeführt wird.
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