Diplomarbeit, 2008
138 Seiten, Note: 1,0
EINLEITUNG
I. ÜBERBLICK ÜBER DIE GESCHICHTE DES OSMANISCHEN REICHES UND DIE GESCHICHTE DES JOHANNITERORDENS BIS 1522
1. OSMANISCHE GESCHICHTE BIS 1522
1.1. LITERATURÜBERBLICK
1.2. AUFSTIEG ZUR GROßMACHT
1.3. VON KONSTANTINOPEL NACH RHODOS
2. GESCHICHTE DES JOHANNITERORDENS BIS 1522
2.1. LITERATURÜBERBLICK
2.2. GRÜNDUNG DES ORDENS, VERLUST VON AKKON, RÜCKZUG NACH ZYPERN
2.3. EROBERUNG UND AUSBAU VON RHODOS
II. DIE BELAGERUNG VON RHODOS 1522
1. DIE MILITÄRISCHE AUSGANGSLAGE
1.1. TRUPPENVERBÄNDE DER OSMANEN ZU BEGINN DES 16. JAHRHUNDERTS
a) Die Provinztruppen
b) Die Palast- oder pfortenunmittelbare Truppen
c) Marine
1.2. TRUPPEN DER JOHANNITER ZU BEGINN DES 16. JAHRHUNDERTS
a) Organisation
b) Bewaffnung und Ausrüstung der Landtruppen
c) Die Marine der Johanniter
1.3. DIE FESTUNG RHODOS 1522
2. DIE BELAGERUNG DER STADT RHODOS
2.1. ZU DEN QUELLEN
2.2. ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DER BELAGERUNG VON RHODOS 1522 UNTER EINBEZIEHUNG DER BESCHRIEBENEN QUELLEN SOWIE DER SEKUNDÄRLITERATUR
Gründe für die Belagerung
Der Beginn der Belagerung
Das Verteidigungskonzept der Johanniter
Die Artillerie und die Truppen der Belagerer
Der Fortgang der Belagerung bis November
Verhandlungen, Waffenstillstand, Kapitulation
Spione und Verräter
Zusammenfassende Überlegungen
3. AUSBLICK: JOHANNITER UND OSMANEN BIS ZUR BELAGERUNG VON MALTA 1565
III. EINE KRITISCHE ANALYSE VON QUELLEN ÜBER DIE BELAGERUNG VON RHODOS 1522 IM RAHMEN EINES UNTERRICHTSENTWURFS FÜR EINE 6. KLASSE AHS
1. GRUNDSÄTZLICHES ZUR ARBEIT MIT TEXTQUELLEN IM UNTERRICHT
2. VORSCHLAG FÜR EINEN PROJEKTORIENTIERTEN UNTERRICHT ÜBER DIE BELAGERUNG VON RHODOS 1522: KRITISCHE ANALYSE AUSGEWÄHLTER QUELLEN ÜBER DIE BELAGERUNG.
2.1. BEGRIFFSDEFINITION: PROJEKTUNTERRICHT ODER PROJEKTORIENTIERTER UNTERRICHT?
2.2. ZIELE DES PROJEKTORIENTIERTEN UNTERRICHTS
2.3. ABLAUF DES PROJEKTORIENTIERTEN UNTERRICHTS
2.4. MATERIALIEN, QUELLEN UND LITERATUR
Die Arbeit untersucht die militärhistorischen Aspekte der Belagerung von Rhodos durch das Osmanische Reich im Jahr 1522. Basierend auf einer quellenkritischen Analyse der Ereignisse wird der militärische Konflikt im politischen Kontext beleuchtet und in einem didaktischen Entwurf für den Geschichtsunterricht in einer 6. Klasse AHS praktisch aufbereitet.
Zusammenfassende Überlegungen
In allen christlichen Quellen zur Belagerung von Rhodos finden sich zwei wesentliche Gründe für den Fall von Rhodos: die erdrückende zahlenmäßige Überlegenheit der Türken – eine Armee von 200.000 bis 300.000 Mann gegen eine kleine Schar von Verteidigern, welche im Kern aus wenigen hundert Rittern bestand – sowie der schwerwiegende Verrat des Kanzlers Andrea D’Amarals, durch welchen der Orden letztlich besiegt wurde. Ohne die Parallele zu weit führen zu wollen, erinnert besonders der zweite, oft genannte Grund an die Dolchstoßlegende modernerer Tage: im Felde unbesiegt, doch durch Verräter aus den eigenen Reihen in die Knie gezwungen. Doch wie gesagt, diese Parallele darf nicht zu weit getrieben werden. Denn diente die Dolchstoßlegenden des Ersten Weltkrieges dazu, die Kriegsniederlage vom militärischen auf den zivilen Bereich abzuschieben, so kann dieses Motiv bei den Verfassern der genannten Quellen nicht gefunden werden. Wohl aber jenes, dass bestimmte Personen(gruppen) diskreditiert werden sollten. Es sollte jedoch bedacht werden, dass sehr wahrscheinlich keiner der Quellenautoren wider besseres Wissen vom heimtückischen Verrat D’Amarals und anderer schrieb, sondern dass jene wirklich von dessen Schuld überzeugt waren.
Bei den Angaben das Kräfteverhältnis betreffend hingegen darf angenommen werden, dass hier bewusst falsche Angaben gemacht wurden, um die Leistung der Verteidiger um so beeindruckender erscheinen zu lassen (aber dies ist ja kein ungewöhnliches Vorgehen beim Rechtfertigen einer Niederlage – vgl. Herodots Schilderung der Schlacht bei den Thermopylen: Historien, VII, 201-239, Angabe der Stärke des persischen Heeres VII, 184.).
EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die Belagerung von Rhodos 1522 aus militärhistorischer Perspektive und leitet daraus ein Unterrichtskonzept ab.
I. ÜBERBLICK ÜBER DIE GESCHICHTE DES OSMANISCHEN REICHES UND DIE GESCHICHTE DES JOHANNITERORDENS BIS 1522: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung beider Akteure und diskutiert die relevante Forschungsliteratur.
II. DIE BELAGERUNG VON RHODOS 1522: Der Hauptteil analysiert detailliert die militärische Ausgangslage, die Ereignisse der Belagerung sowie die Quellenlage.
III. EINE KRITISCHE ANALYSE VON QUELLEN ÜBER DIE BELAGERUNG VON RHODOS 1522 IM RAHMEN EINES UNTERRICHTSENTWURFS FÜR EINE 6. KLASSE AHS: Dieser Abschnitt bietet einen konkreten Vorschlag für ein projektorientiertes Unterrichtsmodul zur quellenkritischen Arbeit.
Rhodos, Osmanisches Reich, Johanniterorden, Belagerung 1522, Militärgeschichte, Süleyman I., Quellenkritik, Projektunterricht, Janitscharen, Festungsbau, Marine, Militärlogistik, Geschichtsunterricht, D’Isle Adam, Andrea D’Amaral.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der militärhistorischen Untersuchung der Belagerung von Rhodos durch die Osmanen im Jahr 1522 und verbindet diese mit einem didaktischen Modell für den Geschichtsunterricht.
Zentral sind die Geschichte des Johanniterordens und des Osmanischen Reiches, die Analyse der militärischen Strukturen, die Logistik der Belagerung und die didaktische Aufbereitung quellenkritischer Arbeit.
Das Ziel ist eine wissenschaftliche Aufarbeitung der militärischen Ereignisse von 1522 sowie die Vermittlung dieser Erkenntnisse an Schüler durch ein projektorientiertes Unterrichtsdesign.
Der Autor nutzt vornehmlich die hermeneutische Methode, gegliedert in Heuristik, Kritik und Interpretation, um die historischen Geschehnisse und Quellen zu erschließen.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten militärischen Ausgangslage beider Armeen, dem Verlauf der Belagerung von Rhodos, der Analyse der Quellenechtheit und dem Verteidigungskonzept der Johanniter.
Die zentralen Begriffe umfassen Rhodos, Osmanen, Johanniter, Belagerung 1522, Militärgeschichte, quellenkritische Unterrichtsplanung und Janitscharen.
Der Autor ordnet den in den Quellen thematisierten Verrat des Kanzlers D’Amaral historisch kritisch ein und betrachtet ihn als narratives Mittel zur Prestigerettung des Ordens und der beteiligten Akteure.
Dieser Teil bietet einen konkreten Lehrplan für eine 6. Klasse AHS, um Schülern den eigenständigen, wissenschaftlichen Umgang mit historischen Primärquellen in Kleingruppen zu vermitteln.
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