Bachelorarbeit, 2013
46 Seiten, Note: 2,5
Einleitung
1. Kroatien – Rückblick und Ausblick
1.1 Geschichtliche und politische Entwicklung
1.2 Wirtschaftliche Entwicklung
1.3 Europäische Union
1.4 Perspektiven für Unternehmen
1.5 Auswirkungen auf die Kulturentwicklung
2 Kultur und Organisationskultur
2.1 Definition Kultur
2.2 Definition Organisationskultur
2.3 Kulturmodelle
2.3.1 Ebenen der Kultur von Schein
2.3.2 Zwiebelmodell nach Hofstede
3 Führungskultur und interkulturelle Führung
3.1 Definition Führungskultur
3.2 Definition Interkulturelle Führung
3.3 Führungskultur im Zeitalter der Globalisierung
4 Kulturvergleichende Modelle
4.1 Kulturmodell nach Hofstede
4.1.1 Konzept
4.1.2 Dimensionen
4.1.2.1 Power Distance
4.1.2.2 Uncertainty Avoidance
4.1.2.3 Individualism
4.1.2.4 Masculinity
4.1.2.5 Long Time Orientation
4.1.2.6 Indulgence
4.1.3 Kulturvergleichende Analyse: Kroatien und Deutschland
4.1.4 Konsequenzen für die Führung
4.1.5 Kritische Würdigung der Dimensionen nach Hofstede
4.2 GLOBE-Studie
4.2.1 Konzept
4.2.2 Leadership Dimensionen
4.2.2.1 Charismatic / Value Based Leadership
4.2.2.2 Team-Oriented Leadership
4.2.2.3 Participative Leadership
4.2.2.4 Humane-Oriented Leadership
4.2.2.5 Autonomous Leadership
4.2.2.6 Self-Protective Leadership
4.2.3 Clusterung der Länder
4.2.4 Kulturvergleichende Analyse: Osteuropa und germanisches Europa
4.2.5 Konsequenzen für die Führung
4.2.6 Kritische Würdigung der GLOBE-Studie
5 Ausrichtung des interkulturellen Führungsstils
6 Handlungsempfehlungen
6.1 Entwicklung einer interkulturellen Führungsstrategie
6.2 Interkulturelle Personalentwicklung
6.2.1 Kulturallgemeines Training
6.2.2 Kulturspezifisches Training
7 Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die kulturellen Unterschiede zwischen Kroatien und Deutschland, um daraus einen adäquaten interkulturellen Führungsstil für deutsche Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Kroatien abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, wie Führungskräfte des deutschen Stammlandes kulturelle Besonderheiten bei der Leitung kroatischer Standorte berücksichtigen können.
4.1.2.1 Power Distance
Hofstede (1980) definiert: „All Societies are unequal but some are more unequal than other“ (S. 136). Diese Dimension Power Distance (PDI) wird als Machtabstand bezeichnet und gibt an, in welchem Ausmaß eine Gesellschaft ungleiche Machtverteilung akzeptiert (vgl. Scholz & Hofbauer, 1990, S. 90f.). Interessant ist, dass die Machtdistanz entgegen der gängigen Literatur aus der Wertehaltung der weniger mächtigen Personen heraus erklärt wird (vgl. Hofstede, 1997, S. 32). Ein niedriger PDI-Wert und somit ein niedriger Machtabstand bedeutet für eine Organisation eine flache hierarchische Struktur sowie gering ausgeprägte Unterschiede bei der Vergütung (vgl. Hofstede, 1980, S. 135). Ebenso zeigt Hofstede (1980), dass sich ein hoher PDI-Wert durch steile hierarchische Strukturen, große Gehaltsunterschiede und hohem Führungskräfteanteil zeigt (S. 135).
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz interkultureller Führung im Kontext der EU-Integration Kroatiens ein und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.
1. Kroatien – Rückblick und Ausblick: Dieses Kapitel behandelt die historische und politische Entwicklung Kroatiens sowie die wirtschaftliche Transformation und leitet daraus Perspektiven für ausländische Investoren ab.
2 Kultur und Organisationskultur: Hier werden theoretische Grundlagen zu Kultur und Organisationskultur definiert und Modelle zur Strukturierung kultureller Ebenen (Schein, Hofstede) vorgestellt.
3 Führungskultur und interkulturelle Führung: Dieses Kapitel definiert Begriffe der Führungskultur und beleuchtet die Anforderungen an Führungskräfte im globalisierten Umfeld.
4 Kulturvergleichende Modelle: Hier findet eine detaillierte Analyse der kroatischen und deutschen Kultur anhand der Dimensionen von Hofstede und der GLOBE-Studie statt.
5 Ausrichtung des interkulturellen Führungsstils: Dieses Kapitel synthetisiert die gewonnenen Erkenntnisse zu einem spezifischen autoritär-charismatischen Führungsstil für den Einsatz in Kroatien.
6 Handlungsempfehlungen: Hier werden konkrete Strategien für das Management und die interkulturelle Personalentwicklung, einschließlich Trainingsformen, ausgearbeitet.
7 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die notwendige kontinuierliche Anpassung von Führungsstrategien in einer globalisierten Welt.
Interkulturelle Führung, Kroatien, Deutschland, Organisationskultur, Hofstede, GLOBE-Studie, Führungskultur, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Personalentwicklung, Management, EU-Integration, Transformation, Führungsstil, Interkulturelle Kompetenz.
Die Arbeit untersucht die kulturellen Unterschiede zwischen Kroatien und Deutschland und deren Auswirkungen auf die Führung von Unternehmen, um deutschen Führungskräften eine Orientierung für den kroatischen Markt zu geben.
Zentrale Felder sind die interkulturelle Führung, die Analyse der Organisationskultur, der Wandel der kroatischen Gesellschaft durch den EU-Beitritt und die Anwendung theoretischer Kulturmodelle auf die Managementpraxis.
Ziel ist die Ableitung eines geeigneten Führungsstils und konkreter Handlungsempfehlungen für deutsche Unternehmen, die eine Tochtergesellschaft in Kroatien gründen oder leiten.
Die Autorin nutzt eine vergleichende Kulturanalyse unter Anwendung der Kulturdimensionen nach Hofstede sowie die Ergebnisse der GLOBE-Studie zur Clusterung des Führungsverhaltens.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die nationalen kulturellen Ausprägungen Kroatiens und Deutschlands analysiert, in Bezug auf Führungserfordernisse gegenübergestellt und in Trainingskonzepte übersetzt.
Interkulturelle Führung, Kroatien, Organisationskultur, Hofstede, GLOBE-Studie, Management, Personalentwicklung und Transformation.
Basierend auf den Ergebnissen wird eine Kombination aus autoritären und charismatisch-wertorientierten Elementen empfohlen, um der kroatischen Präferenz für klare Hierarchien und Beziehungsgeflechte gerecht zu werden.
Sie wird empfohlen, um die Kontrolle des Stammhauses zu wahren und gleichzeitig Synergieeffekte zu nutzen, während die Tochtergesellschaft in Kroatien dennoch eine gewisse Autonomie genießt.
Kommunikation wird als wesentlicher Erfolgsfaktor interkultureller Führung hervorgehoben, wobei der Fokus auf dem Verständnis für sowohl verbale als auch nonverbale kulturbedingte Signale liegt.
Da kroatische und deutsche Werte in einigen Dimensionen, wie etwa der Partizipation oder dem Umgang mit Macht, stark abweichen, ist ein spezifisches Training notwendig, um Konflikte zu minimieren.
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