Masterarbeit, 2013
89 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
2 Der Film als Finanzierungsobjekt
2.1 Filmproduktion
2.2 Filmverwertung
2.3 Finanzielles Risiko und Kosten-Erlös-Struktur
2.4 Finanzierungsformen
3 Klassische Filmfondskonzeption
3.1 Überblick
3.2 Finanzierende und operative Filmfondskonzepte
3.3 Potentielle Risikoabsicherung
3.4 Steuerliche Betrachtung
3.5 Entwicklung ab 2001
4 Marktsituation
4.1 Filmproduktion
4.2 Marketing und Filmverwertung
4.3 Der Kinobesucher
4.4 Produktionsfinanzierung
4.5 Weitere Finanzierungsansätze
4.5.1 Crowdsourcing
4.5.2 Aktiengesellschaften
5 Crowdfinanzierung auf Basis einer GmbH
5.1 Grundlagen
5.2 Kostenstruktur
5.3 Finanzierung
5.4 Crowdfunding-Plattform
5.5 Kritische Betrachtung
6 Zusammenfassung
6.1 Medienfonds
6.2 Filmfinanzierung
6.3 Fernsehfinanzierung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die historische Entwicklung und aktuelle Finanzierungsstrukturen von Filmprojekten. Ziel ist es, ein alternatives, praxisorientiertes Filmfinanzierungskonzept zu entwickeln, das angesichts des Rückgangs klassischer Steuerstundungsmodelle (Filmfonds) und der veränderten Marktsituation neue Wege der Mittelbeschaffung und Risikominimierung aufzeigt.
2.1 Filmproduktion
Die Produktion eines Films durchläuft die vier Phasen Entwicklung, Pre-Produktion, Produktion (Drehzeit) und Post-Produktion.8
In der Entwicklungsphase entsteht aus einer Idee, einer literarischen Vorlage oder einem bereits vorhandenem Filmprojekt ein Drehbuch. Der Filmproduzent erwirbt entweder die Stoffrechte9 an dem zugrunde liegenden Material und vergibt seinerseits den Auftrag zur Anfertigung eines Drehbuchs an einen geeigneten Autor, oder mit den Stoffrechten wird ein bereits fertiges Drehbuch erstanden. Sollte die Idee zum Film vom Produzenten selbst stammen, entfällt das Erwerben von Stoffrechten. Während und nach der Produktion ist der Filmproduzent Inhaber aller geschaffenen Rechte und damit der Hauptverantwortliche der Filmproduktion.10
In der Phase der Pre-Produktion stellt der Produzent einen geeigneten Regisseur ein und entwirft den Projektablauf. Hierzu gehören unter anderem erste Einschätzungen des Produktionsumfangs und des benötigten Budgets. Sollte das Filmprojekt die finanziellen Möglichkeiten des Produzenten übersteigen, bietet sich in dieser Phase das Anwerben weiterer Produzenten an. Bei weitgehender Gleichverteilung des finanziellen Risikos und der Verantwortung spricht man von mehreren Produzenten. Koproduzenten hingegen haben meist eine nur beratende oder nur finanzierende Rolle und werden im Auftrag des oder der Produzenten tätig. Darauffolgend werden Haupt- und Nebendarsteller in Zusammenarbeit des Produzenten und des Regisseurs ausgewählt, angeworben und vertraglich für die Filmproduktion verpflichtet. Zusätzlich zu den Darstellern wird eine Filmcrew angeworben, die aus circa 70 Personen bestehen kann. Die Pre-Produktion dauert circa zwei bis vier Monate und ist geprägt von Vertragsabschlüssen und Vorausplanung.11
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die ökonomische Relevanz der Filmproduktion ein und skizziert die Fragestellung nach modernen, risikoarmen Finanzierungsmöglichkeiten.
2 Der Film als Finanzierungsobjekt: Dieses Kapitel beschreibt die komplexen Produktionsphasen von der Entwicklung bis zur Verwertung und analysiert die hohen finanziellen Risiken sowie Kostenstrukturen bei Kinofilmen.
3 Klassische Filmfondskonzeption: Hier werden die Funktionsweise und Geschichte geschlossener Filmfonds als ehemalige Steuersparmodelle beleuchtet, einschließlich der steuerlichen Änderungen nach 2001.
4 Marktsituation: Dieses Kapitel betrachtet den Einfluss technischer Innovationen, veränderte Kinobesucherpräferenzen und moderne Marketingstrategien im Zuge der Digitalisierung.
5 Crowdfinanzierung auf Basis einer GmbH: Hier wird ein eigenes Finanzierungskonzept entworfen, das eine GmbH mit einer internen Crowdfunding-Plattform kombiniert, um Kapitalbedarf und Marketing effizient zu steuern.
6 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz zum Wandel des Finanzierungsmarktes ab und gibt einen Ausblick auf die Zukunft von Medien- und Filmfonds.
Filmfinanzierung, Filmfonds, Filmproduktion, Filmverwertung, Crowdfunding, Crowdsourcing, Kinobesucher, Medienfonds, Produktionsbudget, Steuerstundungsmodell, Projektfinanzierung, Eigenkapital, Fremdkapital, Risikomanagement, Digitale Filmtechnik.
Die Arbeit analysiert, wie moderne Kinofilmproduktionen angesichts des Wegfalls steuerlicher Anreizmodelle finanziert werden können und wie neue Ansätze wie Crowdfunding integriert werden können.
Die zentralen Felder umfassen die Filmproduktion, die Verwertungsmärkte (Kino, Homevideo, TV), die Historie und den Niedergang von Filmfonds sowie alternative Finanzierungsansätze wie Crowdsourcing.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines alternativen Finanzierungskonzeptes für Kinofilme, das die Marktsituation berücksichtigt und neue Wege für Investitionen aufzeigt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse des aktuellen Filmmarktes, der Auswertung von Statistiken zu Kinoumsätzen und einer theoretischen Herleitung von Kosten- und Finanzierungsstrukturen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der klassischen Filmfondskonzeption, eine Untersuchung der aktuellen Marktsituation inklusive technologischer Entwicklungen und die Entwürfe für ein neues Finanzierungsmodell.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Filmfinanzierung, Filmfonds, Crowdfunding, Marktsituation und Risikomanagement charakterisiert.
Aufgrund steuerlicher Gesetzesänderungen (insbesondere ab 2005) sind die ursprünglichen Steuersparvorteile entfallen, wodurch diese Modelle ihre wirtschaftliche Rentabilität für Anleger verloren haben.
Die GmbH dient als institutionelle Basis, um Filmprojekte professionell zu bündeln und durch eine Mischung aus eigenem Kapital und einer Crowdfunding-Plattform zu finanzieren.
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