Studienarbeit, 2011
42 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Kommunikationswissenschaflichte Relevanz
2 Historischer Hintergrund
3 Forschungsinteresse
3.1 Forschungsleitende Fragestellung und Thesen
4 Methodische Umsetzung
4.1 Die Gruppendiskussion
4.2 Die dokumentarische Methode
4.2.1 Theoretischer Hintergrund
4.2.2 Praxis der Interpretation
4.2.3 Bausteine des Diskurses
4.2.4 Anwendung der Methode
4.3 Erhebungssituation und Durchführung der Untersuchung
5 Ergebnisdarstellung und Interpretation
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
8 Anhang
Erhebungsprotokoll
Transkription der Gruppendiskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht das Freihausviertel als urbanen Lebensraum und erforscht das dort existierende Gemeinschaftsgefühl sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsmoral der Beschäftigten. Ziel ist es, die spezifischen sozialen Dynamiken und die Arbeitsbedingungen im Viertel durch eine qualitative Analyse zu durchleuchten.
4.2.3 Bausteine des Diskurses
Um die Diskursorganisation nachzuverfolgen, gliedert man das Material in einzelne Bausteine, die Diskursbewegungen. Nachfolgend werden sie kurz erläutert, wobei wir uns vorrangig an Przyborski orientieren. (Vgl. Przyborski 2004, S. 62-76 und Przyborski/Wohlrab-Sahr 2010, S. 293f)
Proposition: Durch die Proposition wird ein Orientierungsgehalt innerhalb einer Äußerung aufgeworfen. Es wird ein „in Beschreibungen und Erzählungen impliziter Bedeutungsgehalt, auf den die Interagierenden gemeinsam Bezug nehmen“ (Przyborski 2004, S. 63) angesprochen. Dies geschieht erstmalig im Diskurs.
Elaboration: Die Elaboration bezeichnet die Aus- und Weiterbearbeitung einer bereits aufgeworfenen Orientierung in Form einer Proposition, indem sie beispielsweise mit Exempeln belegt oder mit Argumenten gestützt wird.
Differenzierung: Auch hier wird eine Proposition weiterbearbeitet, jedoch vor allem bezogen auf ihre Grenzen. So wird die Reichweite abgesteckt, bestimmte Dinge ausgeklammert oder die Richtung des Orientierungsgehalts verändert.
Validierung: Bei der Validierung werden aufgeworfene Propositionen bestätigt, und zwar nicht nur die inhaltliche Form, sondern die damit einhergehenden Orientierungen.
Ratifikation: Die Ratifikation dagegen meint eine Bestätigung der Proposition nur auf inhaltlicher Ebene. Es wird noch offen gelassen, ob auch eine Validierung folgt, oder ob der Orientierungsgehalt nicht geteilt wird.
Antithese: Dabei geht es um die Bezugnahme auf eine Proposition, wobei sie entweder verneint wird, und/oder ein gegenläufiger Horizont aufgeworfen wird. Unterschieden von der Opposition wird die Antithese durch den Abschluss des Themas (Konklusion). Wenn sich eine Synthese zwischen den sich zunächst gegenüberstehenden Orientierungen entwickelt, handelt es sich um eine Antithese (These – Antithese – Synthese).
Opposition: Mit Opposition wird ein mit der vorhergehenden Orientierung unvereinbarer Gegenentwurf bezeichnet. Es geht um einen Widerspruch, der nicht aufgelöst werden kann, Orientierungsrahmen werden in der Gruppe nicht geteilt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des urbanen Lebens im Freihausviertel ein und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich des dortigen Gemeinschaftsgefühls und der Arbeitssituation.
2 Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Freihausviertels seit dem 17. Jahrhundert und ordnet die Bedeutung der Geschichte für das heutige Flair des Viertels ein.
3 Forschungsinteresse: Hier werden das theoretische Verständnis von Gemeinschaft sowie die konkreten Forschungsfragen und Thesen für die empirische Untersuchung dargelegt.
4 Methodische Umsetzung: Dieser Abschnitt beschreibt das qualitative Design der Gruppendiskussion und die Anwendung der dokumentarischen Methode zur Auswertung der erhobenen Daten.
5 Ergebnisdarstellung und Interpretation: Hier werden die Ergebnisse der Gruppendiskussion präsentiert, analysiert und in den Kontext der Forschungsfragen gesetzt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die forschungsleitenden Fragen hinsichtlich der Bedeutung des Freihausviertels als „Dorf in der Stadt“.
Freihausviertel, Gruppendiskussion, dokumentarische Methode, Gemeinschaftsgefühl, Arbeitsmotivation, urbaner Lebensraum, Sozialforschung, Wien, kulturelle Identität, soziale Normen, Kommunikationswissenschaft, Arbeitswelt, Obmann, Tradition
Die Arbeit untersucht das Freihausviertel in Wien als einen speziellen urbanen Lebens- und Arbeitsraum, in dem ein ausgeprägtes „Dorfgefühl“ herrscht, das über die Anonymität der Großstadt hinausgeht.
Die Arbeit fokussiert auf die Themenbereiche Gemeinschaftsbildung, Arbeitsmoral, soziales Flair sowie die Rolle von lokaler Führung und Entscheidungsfindung im Viertel.
Ziel ist es, die positiven und negativen Aspekte der Arbeit im Freihausviertel herauszufiltern und zu verstehen, wie sich der sogenannte „Freihaus-Spirit“ auf die Motivation und das Verhalten der dort tätigen Personen auswirkt.
Es wurde eine qualitative Gruppendiskussion mit lokal ansässigen Geschäftsleuten und Akteuren geführt, deren Daten mittels der dokumentarischen Methode nach Bohnsack und Przyborski ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, die theoretische Herleitung der angewandten Methode sowie die detaillierte Ergebnisdarstellung und Interpretation der Gruppendiskussion.
Zentrale Begriffe sind Freihausviertel, Gruppendiskussion, dokumentarische Methode, Gemeinschaftsgefühl, Arbeitsmotivation und soziale Konstruktion von Raum.
Der Obmann Karl Raab fungiert als zentrale Führungsperson und Vermittler, der das Gemeinschaftsleben durch Projekte, Feste und gezielte Marketingmaßnahmen maßgeblich prägt.
Ja, es existieren Spannungsfelder, insbesondere zwischen den Wünschen der Anrainer nach Bewahrung des alten Flairs und den Interessen der Geschäftsleute an Modernisierung und Wirtschaftlichkeit.
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