Bachelorarbeit, 2013
84 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung
2.1 „Behinderung“ im Zusammenhang mit Integration/ Inklusion
2.2 Integration im pädagogischen Kontext
2.3 Inklusion im pädagogischen Kontext
2.3.1 Index for Inclusion
2.4 Vergleich des Integrations- und Inklusionskonzeptes
3 Integration/Inklusion in der Praxis
3.1 Kooperationen
3.2 Auswirkungen auf die pädagogische Arbeit
3.3 Probleme/Lösungen
3.4 Konzepte im Elementarbereich
3.4.1 Montessori-Pädagogik
3.4.2 Reggio-Pädagogik
3.4.3 Der offene Kindergarten – die offene Arbeit
3.4.4 Situationsansatz
3.4.5 Beurteilung der Ansätze im Hinblick auf die Umsetzung des Inklusionsgedanken
3.5 Hypothesen/Annahmen
4 Empirischer Teil
4.1 Art der Befragung
4.2 Fragebogen
4.3 Stichprobe
4.4 Analyse/Ergebnisse
5 Diskussion
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Integration und Inklusion im Elementarbereich. Das Hauptziel besteht darin zu ergründen, ob Inklusion lediglich als neues Synonym für Integration fungiert oder eine konzeptionelle Erweiterung darstellt, sowie welche spezifischen Probleme und praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung in Kindertageseinrichtungen auftreten.
2.4 Vergleich des Integrations- und Inklusionskonzeptes
Ginge man nur von der Semantik der beiden Begriffe aus, würde man beide Begriffe miteinander gleichsetzen können, da beide als Eingliederung in ein Ganzes verstanden werden können. Der Unterschied wird deutlich, wenn man sich die Ursprünge der beiden Wörter genauer betrachtet. Bei der Integration („Integratio“) geht es mehr um eine Wiederherstellung eines Ganzen. Hingegen bei der Inklusion („Inclusio“) um ein bereits bestehendes System, dass andere Mitglieder einbindet (Schöler 2007, S. 13).
Nach Albers ist Inklusion mit einem „gesellschaftlichen und bildungspolitischen Paradigmenwechsel verbunden“ (Albers 2011a, S.15). Außerdem sieht er Inklusion als Erweiterung der Ziele der Integration an. Um den Unterschied zwischen den beiden Begriffen klarer zu machen, bezieht sich Albers auf drei wichtige Merkmale die, die Verschiedenheit klar machen:
1. Integration will den Menschen mit Behinderung in ein bestehendes System einpassen, Inklusion hingegen betrachtet den Menschen von Anfang an als Teil der Gesellschaft.
2. Inklusion nimmt keine Unterteilung in Gruppen (Menschen mit Behinderung, Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund etc.) vor, sie will das System (z.B. Krippe, Kindergarten, Schule, Arbeit, Wohnen) an die Bedürfnisse der Menschen anpassen.
3. Inklusion basiert auf dem „Diversity“-Ansatz: Die Unterschiedlichkeit aller Menschen ist kein zu lösendes Problem, sondern eine Normalität. An diese Normalität wird das System angepasst und nicht umgekehrt. (Albers 2011a, S. 15).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die beiden zentralen Konzepte Integration und Inklusion vor und formuliert die Forschungsfrage, ob Inklusion den Integrationsbegriff ersetzt oder erweitert.
2 Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Grundlagen zu Behinderung sowie die verschiedenen Definitionen und Entstehungsgeschichten von Integration und Inklusion im pädagogischen Kontext.
3 Integration/Inklusion in der Praxis: Hier werden praxisrelevante Aspekte wie Kooperationen, Herausforderungen bei der Umsetzung und pädagogische Konzepte im Elementarbereich beleuchtet.
4 Empirischer Teil: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise und die Auswertung der Experteninterviews mit zwei Kindertageseinrichtungen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5 Diskussion: Die Ergebnisse aus Theorie und Empirie werden diskutiert, wobei insbesondere der Stellenwert von Inklusion als stetiger Prozess hervorgehoben wird.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Inklusion als gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsprozess zu verstehen.
Integration, Inklusion, Elementarbereich, Behinderung, Pädagogik der Vielfalt, Kindertagesstätte, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Elternarbeit, Inklusionskonzept, Integrationskonzept, Barrierefreiheit, Bildungsreform, Diversität, frühkindliche Bildung, Experteninterview.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Abgrenzung der Konzepte Integration und Inklusion im Bereich der frühkindlichen Bildung in Kindertageseinrichtungen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Behinderung, die historische Entwicklung beider Konzepte, die praktische Umsetzung in der Kita, die Bedeutung interdisziplinärer Netzwerke sowie rechtliche Rahmenbedingungen wie die UN-Behindertenrechtskonvention.
Das Ziel ist es, zu ergründen, ob Inklusion lediglich ein neues Synonym für Integration darstellt oder eine konzeptionelle Erweiterung bedeutet, sowie die Probleme der Praxis bei der Umsetzung dieser Ansätze aufzudecken.
Es wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt, die auf der Analyse von Literatur und der Auswertung von zwei leitfadenorientierten Experteninterviews mit Einrichtungsleitungen basiert.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Ansätze (wie die Montessori- oder Reggio-Pädagogik) als auch praktische Herausforderungen, etwa in der Elternarbeit oder bei der räumlichen Gestaltung, detailliert diskutiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Integration, Elementarpädagogik, Vielfalt, Ressourcenausrichtung und den pädagogischen Paradigmenwechsel geprägt.
Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass Eltern oft Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit dem Thema Behinderung haben und klare Informationen sowie eine offene Kommunikation benötigen, um Vorurteile abzubauen.
Eine inklusive Ausrichtung erfordert oft bauliche Anpassungen, etwa Barrierefreiheit oder spezielle Therapieräume, was in der Praxis häufig auf finanzielle oder bürokratische Hürden stößt.
Die Leitungen betonen, dass Inklusion kein statisches Ziel, sondern ein stetiger Lern- und Entwicklungsprozess ist, der die Einrichtung und das Team fortwährend verändert.
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