Examensarbeit, 2013
27 Seiten
1. Einleitung
2. Grundlagen des Seminarfachunterrichtes in der Schulgesetzgebung des Landes Thüringen
3. Reflexion
3.1. Übernahme der Fachbetreuung in der Klassenstufe 11
3.2. Seminarfachkonsultationen
3.3. Die weiteren Kommunikationsformen zum fachlichen Austausch zwischen dem Lehramtsanwärter als Seminarfachbetreuer und der Seminarfachgruppe
3.4. Die Zusammenarbeit zwischen der Seminarfachlehrerin und dem Lehramtsanwärter
3.5. Wissenschaftspropädeutische Aspekte anhand fachwissenschaftlicher Beispiele
4. Ausblick und Gesamtreflexion der Tätigkeit
5. Anhang
5.1. Konsultationen
5.2. Email-Korrespondenz (Exemplarisch)
5.3. Zwei beispielhafte Korrekturen per Email erhaltener Ausarbeitungen (Auszug)
Die vorliegende Arbeit reflektiert exemplarisch die Betreuung einer Seminarfacharbeit durch einen Lehramtsanwärter während seines Vorbereitungsdienstes. Ziel ist es, die pädagogische Tätigkeit unter Berücksichtigung sowohl fachwissenschaftlicher als auch wissenschaftspropädeutischer Aspekte zu untersuchen und dabei den Kompetenzerwerb des Autors innerhalb der festgelegten Handlungsfelder der Lehrerbildung zu bewerten.
3.5. Wissenschaftspropädeutische Aspekte anhand fachwissenschaftlicher Beispiele
Spätestens seit dem „Strukturplan für das Bildungswesen“ von 1970 ist die Wissenschaftsorientierung des schulischen Handelns eines der zentralen Ziele der Lehr- und Lernprozesse im gymnasialen Unterricht. In einer angestrebten Wissensgesellschaft ist es notwendig, dass die Schüler vor dem Erreichen der Hochschulreife wissenschaftspropädeutische Methoden kennenlernen und an eigenen Beispielen erproben.
In diesem Abschnitt soll folglich darüber reflektiert werden, inwiefern zum einen die theoretische Vorarbeit des Seminarfachunterrichtes in der Jahrgangsstufe 10 unter wissenschaftspropädeutischen Aspekten angewandt wurde und zum anderen ein Erkenntnisgewinn bei diesen methodischen Kompetenzen während der Begleitung als Fachbetreuer in der Jahrgangsstufe 11 und zu Beginn der 12. Klasse erkennbar war. Dabei werden vereinzelnd fachwissenschaftliche Beispiele aus dem Entstehungsprozess der Seminarfacharbeit zitiert.
Das Finden und Ausformulieren eines Themas ist eines der ersten wichtigen Lernziele des Seminarfachunterrichtes der Klassenstufe 10. Frau D übte dies laut ihrer eigenen Aussage mit Hilfe verschiedener Übungen zur Erstellung einer Mindmap. Leider war es mir nicht möglich, konkrete Arbeitsblätter oder Ausarbeitungen einzusehen. Trotzdem gehe ich rückblickend davon aus, dass den drei Seminarfachschülerinnen unklar war, wie der inhaltliche Umfang eines Themas im Vorfeld der Arbeit konkretisiert werden kann.
1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Hausarbeit in der Thüringer Lehrerbildung und definiert die Reflexion der Seminarfachbetreuung als zentrales Thema.
2. Grundlagen des Seminarfachunterrichtes in der Schulgesetzgebung des Landes Thüringen: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Ziele des Seminarfachs und dessen Bedeutung für die Studierfähigkeit sowie Sozial- und Selbstkompetenz der Schüler.
3. Reflexion: In diesem Hauptteil reflektiert der Autor seine Erfahrungen bei der Betreuung einer Seminarfachgruppe, inklusive der Themenfindung, der Konsultationen, der digitalen Kommunikation und der Zusammenarbeit mit der Fachlehrerin.
4. Ausblick und Gesamtreflexion der Tätigkeit: Der Autor resümiert seinen persönlichen Kompetenzzuwachs in den Handlungsfeldern der Lehrerbildung und gibt Empfehlungen für die Optimierung zukünftiger Betreuungsprozesse.
5. Anhang: Der Anhang bietet ergänzende Dokumente wie Konsultationsprotokolle, beispielhafte Email-Korrespondenz und Auszüge aus korrigierten Schülerarbeiten.
Seminarfacharbeit, Lehrerbildung, Lehramtsanwärter, Wissenschaftspropädeutik, Reflexion, Didaktik, Kommunikation, Konsultation, Recherchekompetenz, DDR-Geschichte, Schulgesetzgebung, Fachbetreuung, digitale Medien, Quellenkritik, Ausbildung
Die Arbeit reflektiert die Tätigkeit eines Lehramtsanwärters, der als Betreuer eine Seminarfachgruppe bei der Erstellung ihrer Arbeit unterstützt und dabei seine eigene professionelle Entwicklung im Vorbereitungsdienst kritisch bewertet.
Zu den zentralen Themen gehören die Umsetzung wissenschaftspropädeutischer Methoden, die Kommunikation zwischen Betreuer und Schülern sowie die Anwendung gesetzlicher Vorgaben für den Seminarfachunterricht in Thüringen.
Das Ziel ist die exemplarische Reflexion der Betreuungstätigkeit, um den eigenen Kompetenzzuwachs in den verschiedenen Handlungsfeldern der Lehrerbildung zu belegen und Optimierungspotenziale für die Betreuung von Seminarfacharbeiten aufzuzeigen.
Der Autor nutzt eine reflektierende Fallstudie, in der er eigene Erfahrungen, Korrekturprozesse, Kommunikationsprotokolle und gesetzliche Rahmenbedingungen analysiert und methodisch einordnet.
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche und methodische Betreuung der Schülergruppe (Themenfindung, Quellenarbeit, digitale Kommunikation) sowie die Analyse der Zusammenarbeit mit der zuständigen Seminarfachlehrerin.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Seminarfachbetreuung, wissenschaftspropädeutischer Unterricht, Reflexion in der Lehrerbildung, Quellenarbeit und pädagogische Handlungsfelder geprägt.
Der Autor sieht in der digitalen Korrespondenz einerseits einen großen Vorteil für die Erreichbarkeit und Archivierung, stellt jedoch fest, dass dies die Verbindlichkeit der Aufgabenstellung im Vergleich zu persönlichen Treffen teils erschwerte.
Die größte Herausforderung war die Vermittlung von Quellenkritik und Plausibilitätsprüfung bei Internetrecherchen, da Schüler dazu neigten, unreflektiert oberflächliche oder subjektive Quellen zu nutzen.
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