Bachelorarbeit, 2013
53 Seiten
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung: Zur Bedeutung von Luxuslebensmitteln
2. Definition von Luxuslebensmittel
3. Idealtypischer Prozess bei der Kaufentscheidung
4. Externe Komponente im Kaufentscheidungsprozess bezüglich Luxuslebensmittel
4.1 Demografische und kulturelle Entscheidungsaspekte im Kaufprozess
4.2 Monetäre Einflüsse im Luxussegment
4.3 Soziale Aspekte als Entscheidungsgröße
5. Interne Aspekte im Kaufentscheidungsprozess der Luxuslebensmittel
5.1 Kognitive Komponenten als Entscheidungsgröße
5.2 Aktivierende Komponenten als Entscheidungsgröße
6. Erweiterung des Food Choice Modells im Luxuslebensmittelsegment
7. Fazit & Ausblick
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse und Modellierung des Kaufentscheidungsprozesses von Konsumenten im Bereich der Luxuslebensmittel. Das primäre Ziel ist die Weiterentwicklung bestehender Ansätze wie dem Food Choice Model (FCM), um ein spezifisches, für den Luxuslebensmittelmarkt angepasstes Modell zu erstellen, das die komplexen internen und externen Einflussfaktoren der Kaufentscheidung systematisch erfasst.
2. Definition von Luxuslebensmittel
Seit jeher müssen sich Menschen ernähren. Zunächst, um ihr Grundbedürfnis nach Nahrung zu befriedigen (Sattheit), damit sie nicht hungern. Sind oder diese Bedürfnisse aber gestillt und steht mehr Nahrung als notwendig zur Verfügung, dann stellen sich neue Bedürfnisse ein. Diese neuen Bedürfnisse sind in diesem Fall im Sinne einer exklusiveren bzw. luxuriöseren Sattheit zu verstehen und insofern ein Luxusbedürfnis, im Unterschied zum Grundbedürfnis.
In der heutigen mitteleuropäischen Gesellschaft sind das Problem und das Wort Hunger zu einem Fremdwort geworden. Nahrungsmittel sind eine Selbstverständlichkeit, was 1,3 Mrd. Tonnen jährlich entsorgte Nahrung in Deutschland zeigen (Kranert, Barabosz, Schuller, Leverenz, und Kölbig, 2012). Vor diesem Hintergrund wird häufig die Frage gestellt, inwieweit der Konsum exklusiver Produkte als Ausdruck einer dekadenten Lebensweise im Überfluss betrachtet werden kann. Durch diese Dekadenz wird die Analyse des mitteleuropäischen Marktes im Luxuslebensmittelsegment aus betriebswirtschaftlicher Perspektive wichtiger und deutet auf die Aktualität des Themas hin.
Die Begriffe ‚Premium’ bzw. ‚Luxus’ stammen aus der Brau-Branche und beziehen sich als Bezeichnung, laut Definition, vor allem auf Produkte mit hohem Preis, hoher Qualität und einer Knappheit aus (Diller 1992, 939). Als Luxusnahrungsmittel können verschiedenen Produkte eingeordnet werden: angefangen von Kaviar aus dem Kaspischen Meer bis hin zu speziell gerösteten Kaffeebohnen, die aus einer kleinen Gebirgsregion auf den Philippinen stammen. Jedoch stellt sich die Frage: Was genau sind Luxuslebensmittel in unserer mitteleuropäischen Kultur?
1. Einleitung: Zur Bedeutung von Luxuslebensmitteln: Diese Einleitung beleuchtet das enorme Wachstum des globalen Luxusmarktes und führt die Notwendigkeit einer interdisziplinären Untersuchung des Konsumentenwahlprozesses ein.
2. Definition von Luxuslebensmittel: Hier werden Luxuslebensmittel in den Kontext der Bedürfnispyramide gesetzt und durch Faktoren wie Preis, Knappheit und soziale Exklusivität definiert.
3. Idealtypischer Prozess bei der Kaufentscheidung: Dieses Kapitel beschreibt den klassischen Phasenablauf der Entscheidungsfindung, von der Bedürfniserkennung über die Informationsbeschaffung bis hin zum Kauf.
4. Externe Komponente im Kaufentscheidungsprozess bezüglich Luxuslebensmittel: Der Fokus liegt hier auf soziokulturellen und monetären Einflussfaktoren, die den Rahmen für die individuellen Konsumentscheidungen bilden.
5. Interne Aspekte im Kaufentscheidungsprozess der Luxuslebensmittel: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Mechanismen, namentlich kognitive Prozesse und aktivierende Elemente wie Emotionen und Motivationen.
6. Erweiterung des Food Choice Modells im Luxuslebensmittelsegment: Auf Basis der vorherigen Analysen wird hier das angepasste Luxus-Modell präsentiert, welches externe und interne Komponenten zu einem Gesamtbild zusammenführt.
7. Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz des entwickelten Modells für Marketingstrategien zusammen und deutet auf den weiteren Forschungsbedarf in diesem dynamischen Marktsegment hin.
Luxuslebensmittel, Kaufentscheidungsprozess, Food Choice Model, Konsumentenverhalten, Selbstverwirklichung, Kognitive Komponenten, Aktivierende Komponenten, Luxusgüter, Demografischer Wandel, Soziale Differenzierung, Kaufmotivation, Marketingstrategien, Status, Knappheit, Emotionen
Die Arbeit analysiert den Kaufentscheidungsprozess für Luxuslebensmittel, um zu verstehen, welche psychologischen und soziologischen Faktoren Konsumenten dazu bewegen, sich für exklusive Produkte zu entscheiden.
Die Arbeit deckt die Definition von Luxus, die Analyse externer Markteinflüsse, psychologische Prozesse der Informationsverarbeitung im Gehirn sowie die Modellierung dieser Erkenntnisse in einem erweiterten Food Choice Model ab.
Das Ziel ist die Erstellung eines wissenschaftlich fundierten Modells (Luxus Food Choice Model), das speziell auf den Konsumbereich der Luxuslebensmittel zugeschnitten ist, um das Verhalten von Kunden besser nachvollziehbar zu machen.
Es wird ein theoretisch-analytischer Ansatz gewählt, der auf der Auswertung bestehender wissenschaftlicher Abhandlungen zu Konsumentenverhalten, Psychologie und Marketing basiert, um diese in einem neuen Strukturmodell zusammenzuführen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung externer Einflussfaktoren (wie Kultur und Soziales) und interner Einflussfaktoren (kognitive Prozesse und aktivierende Elemente wie Emotionen und Motivationen).
Zentrale Begriffe sind unter anderem Luxuslebensmittel, Kaufentscheidungsprozess, Food Choice Model, soziale Differenzierung, kognitive/aktivierende Komponenten und Konsumentenverhalten.
Das Food Choice Model dient als Basis, da es den komplexen Prozess der Lebensmittelauswahl bereits abbildet; die Arbeit erweitert dieses Modell spezifisch um die Besonderheiten von Luxusgütern.
Die Selbstverwirklichung fungiert als Bedürfnisstufe, da Luxuslebensmittel nicht der quantitativen Sättigung dienen, sondern der sozialen Abgrenzung und der Bestätigung des eigenen sozialen Status.
Das Langzeitgedächtnis dient als Speicher für relevante Marken- und Produktinformationen, deren Abruf eine genaue Einschätzung und Bewertung des Luxusprodukts ermöglicht, was die Kaufwahrscheinlichkeit erhöht.
Luxus wird durch den kulturellen und zeitlichen Kontext definiert; was in einer Gesellschaft als Luxus gilt, kann sich durch Knappheit, soziale Anerkennung oder spezielle Herstellungsverfahren ändern und ist somit kein statisches Merkmal.
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