Masterarbeit, 2013
106 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung, Methodik und Aufbau der Arbeit
2. Über das Radio
2.1. Definition des Radiobegriffs
2.2. Die Entwicklung des Radios in Deutschland
2.3. Daten zur aktuellen Radionutzung in Deutschland
2.3.1. Die Media-Analyse Radio (ma Radio)
2.3.2. Ergebnisse der ma Radio 2013 I und Daten zur analogen Radionutzung
2.4. Alleinstellungsmerkmale des analogen Radios
2.5. Zusammenfassung der Erkenntnisse
3. Die Digitalisierung des Hörfunks
3.1. Digitalisierungstechniken der Radioübertragung
3.1.1. Digital Audio Broadcasting
3.1.2. Audio-Streaming
3.1.3. Satelliten- und Kabelübertragung
3.2. Distributionswege und Hörfunkformate im Internet
3.2.1. Simulcasts
3.2.1.1. Begriffsdefinition und Beispiel
3.2.2. Webcasts
3.2.2.1. Begriffsdefinition und Beispiel
3.2.3. Daten zur Nutzung von Simulcast und Webcast
3.2.4. Podcasts
3.2.4.1. Begriffsdefinition und Beispiel
3.2.4.2. Daten zur Nutzung von Podcast
3.3. Radionutzung mittels digitaler Endgeräte
3.3.1. Digitalradio (DAB+)
3.3.1.1. Begriffsdefinition und Beispiel
3.3.1.2. Daten zur Nutzung von Digitalradiogeräten
3.3.2. W-LAN Radio
3.3.2.1. Begriffsdefinition
3.3.2.2. Daten zur Nutzung von W-LAN Radiogeräten
3.3.3. Smartphone
3.3.3.1. Begriffsdefinition und Beispiel
3.3.3.2. Daten zur Nutzung von Smartphone-Apps
3.4. Senderwebseiten und Soziale Netzwerke
3.4.1. Begriffsdefinition und Beispiel
3.4.2. Daten zum Nutzungsverhalten
4. Besonderheiten der digitalen Hörfunknutzung
4.1. Potenziale der digitalen Hörfunkangebote
4.2. Nutzung digitaler Hörfunkangebote
5. Das Radio als konvergentes Medium
5.1. Definition des Konvergenzbegriffes
5.2. Modell des konvergenten Hörfunks
6. Fazit
Das Ziel der Arbeit ist es, den Stellenwert des Radios im Zeitalter des Internets zu untersuchen und herauszufinden, inwiefern digitale Hörfunkangebote zu einem Funktionswandel des Mediums führen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie klassische Radioinhalte durch neue digitale Distributionswege und Endgeräte erweitert werden.
2.2. Die Entwicklung des Radios in Deutschland
Ergänzend zur bisherigen Definition und Erfassung des Radiobegriffs wird an dieser Stelle, in Form einer kurzen medienhistorischen Übersicht und Einordnung, der Entwicklungsprozess des Mediums Radio skizziert. Mit diesem Schritt wird ein Überblick über die bisherigen Funktionen des Radios gegeben.
Der deutsche Physiker Heinrich Hertz sowie der italienische Forscher Guglielmo Marconi hatten mit ihren Erfindungen großen Anteil an der Entdeckung und Entwicklung der Hörfunktechnologie (vgl. Schäffner 2004: 275-276). Die Grundlage für die drahtlose Übertragung von Funksignalen erbrachte Hertz im Jahr 1884 mit seinem Nachweis von elektromagnetischen Wellen (vgl. Koch/Glaser 2005:8). Marconi hingegen errichtete die erste Sendeantenne und ermöglichte die erste Funkübertragung über den Ärmelkanal sowie kurze Zeit später über den Atlantik (vgl. Schäffner 2004: 276). Mit der ersten gesprochenen Botschaft, die im Jahr 1906 in den USA übermittelt wurde, begann die Übermittlung von Nachrichten per Funk (ebd.). Daraufhin wurde die Technik vorerst als Kommunikationsmittel im Schiffsverkehr genutzt, ehe sie weiter optimiert wurde und schließlich im ersten Weltkrieg vom Militär als „drahtloser Kriegsnachrichtendienst“ (Koch/Glaser 2005: 8) ihre neue Verwendung fand.
1. Problemstellung, Methodik und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Radiobegriffs im Internetzeitalter ein und erläutert die methodische Herangehensweise einer Metaanalyse von Studien zur Radionutzung.
2. Über das Radio: Dieses Kapitel definiert den Radiobegriff, skizziert die medienhistorische Entwicklung in Deutschland und analysiert aktuelle Nutzungsdaten sowie die Alleinstellungsmerkmale des analogen Hörfunks.
3. Die Digitalisierung des Hörfunks: Hier werden verschiedene Digitalisierungstechniken, Internet-Distributionswege wie Simulcasts, Webcasts und Podcasts sowie die Nutzung über digitale Endgeräte detailliert thematisiert.
4. Besonderheiten der digitalen Hörfunknutzung: Dieses Kapitel fasst die Potenziale und die tatsächliche Nutzung der digitalen Angebote zusammen und bewertet deren Auswirkungen auf die Hörfunknutzung.
5. Das Radio als konvergentes Medium: Hier erfolgt die theoretische Einordnung des Radios als konvergentes Medium anhand eines entwickelten Modells, welches verschiedene Ebenen der Konvergenz zusammenführt.
6. Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Arbeit und bestätigt die These, dass Radio heute als konvergentes Medium zu verstehen ist, wobei das analoge Radio weiterhin das zentrale Element bleibt.
Radio, Hörfunk, Digitalisierung, Internetradio, Simulcast, Webcast, Podcast, Medienkonvergenz, Radionutzung, Smartphone, Digitalradio, DAB+, Social Web, Medienwandel, Nutzungsverhalten
Die Arbeit untersucht, welchen Stellenwert das Medium Radio im Zeitalter des Internets hat und wie sich durch die Einführung digitaler Angebote die Funktionen des Mediums verändern.
Die zentralen Felder sind die Definition und historische Einordnung des analogen Radios, die verschiedenen digitalen Distributionswege (Streaming, Podcast) sowie die Nutzung über neue Endgeräte (Smartphones, W-LAN Radios).
Die Forschungsfrage lautet, welchen Stellenwert das Radio heute besitzt und welche Funktionen des Mediums durch digitale Erweiterungen neu verhandelt werden.
Die Autorin nutzt eine Metaanalyse von quantitativen und qualitativen Studien, die sich mit den analogen und digitalen Erscheinungsformen des Radios befassen.
Der Hauptteil analysiert die technischen Grundlagen der Digitalisierung, die verschiedenen Nutzungsweisen von Internetradio und Podcasts sowie die mediale Konvergenz des Hörfunks.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hörfunk, Digitalisierung, Medienkonvergenz, Radionutzung und konvergentes Medium zusammenfassen.
Die Nutzer bewerten visuelle Zusatzinformationen meist als zweitrangig oder sogar störend, sofern diese nicht einen unmittelbaren Mehrwert zum aktuellen Programm bieten; sie bevorzugen die Einfachheit der Bedienung.
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Radio als konvergentes Medium fortbesteht und die digitalen Angebote eher komplementäre Erweiterungen zum analogen Programm darstellen als direkter Ersatz.
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