Facharbeit (Schule), 2013
68 Seiten
0. Einleitung
1. Geschichte des BGE
1.1 Ursprünge des BGE
1.1.1 Grundeinkommen in der Antike
1.1.2 Morus Utopia /Camponellas Sonnenstaat
1.1.3 Paine’s Agrarian Justice / Fourier’s Théorie de l'Unite Universelle/ La fausse industrie
1.1.4 Popper- Lynkäus Vorstellungen einer geteilten Wirtschaft/ Debatte in den U.S.A der 60er Jahre
1.2 Historische Ansätze zur Durchführung
1.2.1 Die Poor Laws/ Das System Speenhamland
1.2.2 Der Beveridge Report
1.2.3 Versuche in Kanada und den U.S.A
1.2.4 Der Alaska Permanent Fond
1.2.5 Das brasilianische Gesetz Nr. 10.835/Quatinga Velho
1.2.6 Basic Income Grant in Namibia
1.2.7 Der Plan zum Stopp des Hungers in Indien
2. Heutige Modelle
2.1 Finanzierung
2.1.1 Natürliche Ressourcen
2.1.2 Konsumsteuer
2.1.3 Vermögens-, einkommensbezogene Steuern
2.2 Form/ Höhe
2.3 Regelmäßigkeit/ Anspruch
3. Grundeinkommen in der öffentlichen Debatte
3.1 Bestrebungen zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens im deutschsprachigen Raum
3.1.1 Österreich
3.1.2 Deutschland
3.1.3 Schweiz
3.2 Positionen politischer Parteien in Österreich zum Bedingungslosen Grundeinkommen
3.2.1 SPÖ/ ÖVP
3.2.2 FPÖ/ Die Grünen
3.2.3 BZÖ/ Team Stronach
3.2.4 KPÖ/ Piratenpartei
3.2.5 NEOS
4. Kritik am BGE/ Etwaige Widerlegungen der Kritik
4.1 Senkung der Arbeitsmoral
4.2 Grundeinkommen- Warum auch für Reiche?
4.3 Verminderung der Berufstätigkeit von Frauen
4.4 Kapitalflucht bei Vermögenssteuern
4.5 Grundeinkommen bewirkt Umverteilung von unten nach oben
4.6 Vernichtung der Exportwirtschaft wegen Inflation
4.7 Kein Ausbau von Sozialleistungen während der Krise
5. Fazit
Diese Arbeit analysiert das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) vor dem Hintergrund aktueller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen. Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für das BGE als mögliches Modell für einen zukünftigen Wohlfahrtsstaat zu schaffen, seine geschichtlichen Wurzeln aufzuzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen politischen Debatte in Österreich sowie gängigen Argumenten gegen das Modell zu ermöglichen.
1.1.2 Morus Utopia/ Camponellas Sonnenstaat
Als ein weiterer „Urvater“ wird zumeist der englische, humanistische Autor Thomas Morus (1478-1535) genannt. In seinem Werk „Utopia“, welches für die damalige Zeit bemerkenswert fortschrittliche Überlegungen zum Thema „Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft“ enthält und als Inspirationsquelle für viele nachfolgende Menschen, die sich mit dieser Thematik befassten darstellte, findet sich im Abschnitt, „Der Utopia erstes Buch“ ein nennenswerter Hinweis.
Bevor der Reisende, Raphael, nämlich von dessen Erzählungen die Utopia handelt, genaue Auskunft über das (viele Aspekte des Sozialismus enthaltende) Gesellschaftskonstrukt auf der von ihm besuchten Insel Utopia gibt, schildert er eine Szene, wie er beim damaligen Kanzler Englands, Vater Johannes Morton, Kardinal-Erzbischof von Canterbury dinierte und in ein Streitgespräch mit einem anderen Anwesenden, der seine Verwunderung über die hohe Zahl an Diebstählen trotz der drohenden Todesstrafe aussprach, verwickelt wurde.
Der Gelehrte, Raphael, behauptet, die zwei Ursachen für die hohe Diebstahlsrate seien zum einen die viel zu hohe Anzahl an Schafen in England, welche nicht lukrativ sei und den Anbau von dem Gemeinwohl nützlichen Rohstoffen verhindere und zum anderen, die schlechten Lebensbedingungen der einfachen Bevölkerung, welcher aufgrund des Hungers keine Alternative zum Diebstahl bestünde. Zudem sei es für die damaligen „Arbeitslosen“ beinahe unmöglich, wieder eine Anstellung zu finden.
0. Einleitung: Die Einleitung verortet das BGE in einer Zeit globaler wirtschaftlicher Instabilität und definiert die grundlegenden Kriterien, die ein Modell erfüllen muss, um als solches zu gelten.
1. Geschichte des BGE: Dieses Kapitel zeichnet die theoretischen und historischen Entwicklungslinien der Idee von der Antike bis in das 20. Jahrhundert nach.
2. Heutige Modelle: Hier werden relevante moderne Ansätze zur Finanzierung, Ausgestaltung und Umsetzung des BGE in der aktuellen Debatte analysiert.
3. Grundeinkommen in der öffentlichen Debatte: Dieser Abschnitt beleuchtet die Verbreitung der Idee im deutschsprachigen Raum und dokumentiert die Haltungen der österreichischen politischen Parteien.
4. Kritik am BGE/ Etwaige Widerlegungen der Kritik: Das umfangreichste Kapitel setzt sich mit zentralen Einwänden gegen das BGE, wie etwa Bedenken zur Arbeitsmoral oder Inflationsgefahr, auseinander und diskutiert Gegenargumente.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität des Themas zusammen und betont das Potenzial des BGE, gesellschaftliche Strukturen zu verändern, bei gleichzeitig ungeklärten Aspekten bezüglich der praktischen Umsetzbarkeit.
Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Wohlfahrtsstaat, Sozialpolitik, Finanzierung, Arbeitsmoral, Umverteilung, Existenzsicherung, soziale Gerechtigkeit, Automatisierung, politische Parteien, negative Einkommenssteuer, Konsumsteuer, Kapitalflucht, Inflation.
Die Fachbereichsarbeit untersucht das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens als eine radikale Form der Sozialstaatsreform, beleuchtet seine historische Herkunft und diskutiert es im Licht aktueller politischer und ökonomischer Kontroversen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Entstehungsgeschichte der Idee, verschiedene Finanzierungsmodelle (z. B. Konsumsteuer, natürliche Ressourcen), die öffentliche Debatte im deutschsprachigen Raum sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit gängigen Kritikpunkten.
Das Ziel ist es, Interessierten einen leicht verständlichen Überblick über das komplexe Thema des BGE zu bieten und als Argumentationshilfe in der Diskussion um ein solches Grundeinkommen zu dienen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen Recherche, inklusive der direkten Kontaktaufnahme mit politischen Organisationen, um deren Positionen zum BGE zu eruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Idee, die Darstellung heutiger Finanzierungsmodelle, die Analyse der politischen Debatte in Österreich und eine fundierte Prüfung von Gegenargumenten gegen das BGE.
Zu den prägenden Begriffen gehören: Bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialpolitik, Finanzierung, Arbeitsmoral, Umverteilung und Existenzsicherung.
Das Attac-Modell für Österreich ist ein durchgerechnetes Finanzierungsmodell, das auf einer Kombination aus Einkommenssteuern sowie Konsum- und Vermögenssteuern basiert und als Beispiel für die Finanzierbarkeit eines BGE dient.
Die Schweiz gilt als das Land, in dem die Einführung aufgrund einer Volksinitiative und einer breiten öffentlichen Resonanz als derzeit am wahrscheinlichsten erscheint.
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