Masterarbeit, 2013
134 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Projekte und Projektmanagement
2.2 Grundlagen der Netzplantechnik
2.2.1 Grundzüge der Graphentheorie
2.2.2 Methoden der Netzplantechnik und ihre Anwendung im Kontext des Projektmanagements
2.2.3 Gegenüberstellung der NPT-Methoden
2.3 Multiprojektmanagement
3. Grundzüge der Abschlussprüfung und die Notwendigkeit der Planung
3.1 Ziele und Grundsätze der Abschlussprüfung
3.2 Abschlussprüfung als Prozess
3.2.1 Prüfungsplanung
3.2.1.1 Entwicklung einer Prüfungsstrategie
3.2.1.2 Erstellung eines Prüfungsprogramms
3.2.1.3 Planung und Projektmanagement
3.2.1.4 Weitere Anmerkungen zur Prüfungsplanung
3.2.2 Durchführung und Kontrolle
3.2.3 Berichterstattung
4. Die Anwendung der Netzplantechnik bei der Prüfungsplanung
4.1 Die Wahl der NPT-Methode
4.2 Strukturplanung
4.2.1 Grundlagen der Netzplandarstellung
4.2.2 Konstruktion eines MPM-Netzplans
4.2.3 Strukturplanung im Rahmen der Abschlussprüfung
4.2.3.1 Bildung von Prüffeldern
4.2.3.2 Art und Umfang der Prüfungshandlungen und Prüfungsschwerpunkte
4.2.4 Anwendungsbeispiel
4.2.4.1 Einführung
4.2.4.2 Strukturplanung
4.3 Zeitplanung
4.3.1 Grundlagen der Zeitplanung
4.3.2 Zeitplanung mittels linearer Optimierung
4.3.3 Zeitplanung im Rahmen der Abschlussprüfung
4.3.4 Anwendungsbeispiel
4.4 Kapazitätsplanung
4.4.1 Grundlagen
4.4.1.1 Grundmodell der Kapazitätsplanung
4.4.1.2 Heuristische Verfahren
4.4.2 Kapazitätsplanung im Rahmen der Abschlussprüfung
4.4.3 Anwendungsbeispiel
4.5 Kostenplanung
4.5.1 Grundlagen
4.5.1.1 Grundmodell der Kostenplanung
4.5.1.2 Kostenminimale Projektdauerverkürzung
4.5.2 Kostenplanung im Rahmen der Abschlussprüfung
4.5.3 Anwendungsbeispiel
4.6 Kritische Würdigung und Ausblick
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist es, die Anwendung der Netzplantechnik (NPT) als Planungsinstrument für Abschlussprüfungen zu evaluieren und ihre praktische Umsetzung anhand eines fiktiven, strukturierten Anwendungsbeispiels zu demonstrieren, um eine effiziente und planvolle Prüfungsdurchführung zu fördern.
4.2.4.1 Einführung
Die WPG „WiPrü AG“ aus Bielefeld hat den Auftrag erhalten, den Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, GuV sowie Anhang) und den Lagebericht der i.S. des § 267 Abs. 3 HGB großen Kapitalgesellschaft „U GmbH“ gem. § 316 Abs. 1 HGB zu prüfen. Da die U GmbH nicht kapitalmarktorientiert ist, entfällt die Pflicht zur Erstellung einer Kapitalflussrechnung, eines Eigenkapitalspiegels sowie der optionalen Segmentberichterstattung. Die U GmbH produziert und vertreibt Maschinen, hat ihren Sitz in Münster (die Entfernung zur WiPrü AG beträgt 90 km) und übt keinen beherrschenden Einfluss auf ein anderes Unternehmen aus, so dass keine Pflicht zur Konzernrechnungslegung nach § 290 Abs. 1 HGB besteht. Die WiPrü AG führt bereits seit mehreren Jahren die Abschlussprüfung bei der U GmbH durch, so dass es sich hierbei um eine Folgeprüfung handelt. Weitere (vereinfachende) Annahmen des Beispiels sind:
Es muss lediglich die Prüfung des Jahresabschlusses geplant werden; die kritische Durchsicht des Lageberichts wird nicht berücksichtig.
Es wird angenommen, dass die U GmbH prüfbereit ist, d.h. alle erforderlichen Nachweise und Unterlagen (u.a. Verträge, Kontoauszüge, Saldenbestätigungen, Rechnungen, Lieferscheine und Zins- und Tilgungspläne) liegen zum Prüfungsbeginn vor.
Weiterhin wurde die Inventur aufgrund ihrer wesentlichen Bedeutung von einem Abschlussprüfer begleitet und es sind dabei keine Beanstandungen entstanden. Lediglich die Vorratsinventur wird einerseits aufgrund ihrer Wesentlichkeit und andererseits aufgrund eines hohen Fehleraufkommens in den letztjährigen Prüfungen zusätzlich in die Vorgangsliste aufgenommen.
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Notwendigkeit planvoller Prüfungsplanung in der Wirtschaftsprüfung unter Berücksichtigung zunehmender Komplexität und führt in die Zielsetzung ein, die Netzplantechnik als Planungsinstrument zu untersuchen.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Projekt und Projektmanagement und führt in die Netzplantechnik sowie das Multiprojektmanagement als theoretische Fundierung ein.
3. Grundzüge der Abschlussprüfung und die Notwendigkeit der Planung: Hier werden die Ziele, Grundsätze und der Prozess der Abschlussprüfung erörtert sowie deren Projektcharakter herausgestellt, der die Anwendung von Planungsinstrumenten begründet.
4. Die Anwendung der Netzplantechnik bei der Prüfungsplanung: Dieses Kernkapitel beschreibt detailliert die vier Phasen der Prüfungsplanung – Struktur-, Zeit-, Kapazitäts- und Kostenplanung – und illustriert diese anhand eines Anwendungsbeispiels.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Relevanz der Netzplantechnik für die Prüfungsplanung, weist aber auch auf die Grenzen der praktischen Anwendbarkeit und den weiteren Forschungsbedarf hin.
Abschlussprüfung, Prüfungsplanung, Netzplantechnik, Projektmanagement, Strukturplanung, Zeitplanung, Kapazitätsplanung, Kostenplanung, Wirtschaftsprüfung, MPM-Methode, Prüfungshandlungen, Risikoanalyse, Ressourcenallokation, Optimierung, Prüffelder.
Die Arbeit untersucht die Eignung der Netzplantechnik als Instrument zur systematischen Planung und Steuerung von Abschlussprüfungen.
Die zentralen Themen sind das Projektmanagement, die Netzplantechnik, der Prozess der Abschlussprüfung sowie die detaillierte Phasenplanung (Struktur, Zeit, Kapazität, Kosten).
Das Ziel ist es, die Anwendung der Netzplantechnik im Kontext der Prüfungsplanung theoretisch zu erläutern und ihre praktische Umsetzbarkeit anhand eines fiktiven Beispiels aufzuzeigen.
Es wird eine methodische Analyse der Netzplantechnik (insbesondere des MPM-Verfahrens) vorgenommen, ergänzt durch eine beispielhafte Modellierung und Optimierung eines Prüfungsablaufs.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Projektmanagements und der Abschlussprüfung sowie eine detaillierte Ausarbeitung der vier Planungsphasen anhand eines konkreten Anwendungsbeispiels.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Abschlussprüfung, Prüfungsplanung, Netzplantechnik, Projektmanagement und Optimierung beschreiben.
Da Wirtschaftsprüfer eine knappe Ressource darstellen und oft an verschiedenen Standorten parallel eingesetzt werden müssen, ist eine effiziente personelle Kapazitätsplanung essentiell, um Prüfungsaufträge termingerecht und qualitätsgerecht zu erfüllen.
Das MPM-Verfahren (Vorgangsknotennetzplan) bietet eine bessere Übersichtlichkeit, erleichtert die Berücksichtigung von Anordnungsbeziehungen und unterstützt die Modellierung zeitlicher Abhängigkeiten bei komplexen Prüfungsvorgängen.

