Diplomarbeit, 2004
93 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Werkstoffe
2.1.1 Technische Keramiken
2.1.1.1 Aluminiumoxid (Al2O3)
2.1.1.2 Siliziumkarbid (SiC)
2.1.2 Vergleich Keramik - Stahl
2.2 Pumpen
2.2.1 Hubkolbenpumpen
2.2.2 Umlaufkolbenpumpen
2.2.3 Kreiselradpumpen
2.2.4 Pumpenkennlinien
2.3 Digitale Signalverarbeitung (DSV)
2.3.1 Fourier-Reihe und Fourier-Transformation
2.3.1.1 Fourier-Reihe
2.3.1.2 Fourier-Transformation
2.3.1.3 Die z-Transformation
2.3.2 Digitalfilter
2.3.2.1 FIR-Filter
2.3.2.2 IIR-Filter
2.4 Strömungsmechanik
2.4.1 Grundgleichungen der Strömungsmechanik
2.4.1.1 Kontinuitätsgleichung
2.4.1.2 Impulsgleichungen
2.4.1.3 Energiegleichung
2.4.2 Turbulente Strömungen
2.4.3 Numerische Lösungsmethoden
3. Prüfstand und Messtechnik
3.1 Prüfstand und Versuchsdurchführung
3.2 Messtechnik
4. Messergebnisse Teil A - Reibung und Verschleiß
4.1 Kolbenkinematik
4.2 Messergebnisse bei höheren Drehzahlen
4.3 Zylinderdruck und reibungsrelevante Kräfte
4.4 Reibungszahl und Verschleiß
4.5 Messergebnisse Stahlreferenzwerkstoff
5. Messergebnisse Teil B - Leckage im Kolben-Zylinder-Ringspalt
5.1 Strömungen in Spalten
5.1.1 Spaltströmung in modellhafter Hochdruckpumpe
5.1.1.1 Spalthöhenänderung in Folge des Kolbenkippens
5.2 Experimentelle und analytische Messergebnisse
6. Zusammenfassung und Ausblick
A. MATLAB-Programm-Quellcodes
A.1 ALF
A.2 IIR-Butterworth-Tiefpass-Filter
Ziel dieser Arbeit ist die experimentelle und analytische Untersuchung der Reibungs- und Leckageeigenschaften einer modellhaften Kraftstoff-Hochdruckpumpe unter Verwendung ingenieurkeramischer Werkstoffe, um deren Eignung für den Einsatz in Motoren mit Benzindirekteinspritzung (BDE) zu bewerten.
2.1.1 Technische Keramiken
Keramische Werkstoffe gehören zu den anorganisch nichtmetallischen Werkstoffen.
Es wird unterschieden zwischen:
⇒ Elementkeramiken (z.B. Diamant)
⇒ Oxidkeramiken (z.B. Aluminiumoxid)
⇒ Nichtoxidkeramiken (z.B. Siliziumkarbid, Bornitrid)
Kennzeichnende Merkmale von Keramiken sind starke Ionenbindungen mit teilweise relativ großen Kovalenzbindungsanteilen.
Als Folge davon besitzen keramische Werkstoffe
• hohe Schmelztemperaturen
• große Härten
• geringe thermische Ausdehnungskoeffizienten
• große Elastizitätsmoduln
• große Korrosionsbeständigkeiten
• große Hochtemperaturdruck- und Hochtemperaturbiegefestigkeiten.
Nachteilig sind die große Sprödigkeit und die sehr kleine Risszähigkeit. [3]
Die Oberfläche feiner Pulver ist sehr groß. Die damit verbundene große Oberflächenenergie liefert die treibende Kraft für das Sintern, das bei etwa 2/3 der Schmelztemperatur durchgeführt wird. Dabei bilden die, überwiegend durch Adhäsionskräfte zusammengehaltenen Teilchen des Grünlings, aufgrund von Diffusionsprozessen (Abb. 2.1.1) primäre Bindungen über Sinterbrücken aus. Als Folge wird die Oberflächenenergie verringert, das Porenvolumen abgebaut und ein Sinterkörper mit möglichst hoher Dichte erzeugt.
1. Einleitung: Beschreibt die Notwendigkeit von Hochdruckeinspritzpumpen für BDE-Motoren und die Herausforderungen bei der Materialwahl aufgrund schlechter Schmiereigenschaften von Benzin.
2. Grundlagen: Vermittelt theoretisches Wissen zu keramischen Werkstoffen, Pumpentechnik, digitaler Signalverarbeitung und Strömungsmechanik als Basis für die Untersuchung.
3. Prüfstand und Messtechnik: Beschreibt den Aufbau der modellhaften Hochdruckpumpe und die Methoden zur Erfassung von Reibung, Verschleiß und Leckage.
4. Messergebnisse Teil A - Reibung und Verschleiß: Präsentiert Ergebnisse zur Kolbenkinematik, Reibungskräften und Verschleißerscheinungen bei unterschiedlichen Betriebspunkten.
5. Messergebnisse Teil B - Leckage im Kolben-Zylinder-Ringspalt: Analysiert theoretisch und experimentell die Leckageströme unter Berücksichtigung von Kolbenkippen und Werkstoffdehnungen.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zur Eignung keramischer Werkstoffe zusammen und zeigt Potenzial für weitere Verbesserungen durch Oberflächenstrukturen auf.
Kraftstoff-Hochdruckpumpe, Benzindirekteinspritzung, Ingenieurkeramik, Aluminiumoxid, Siliziumkarbid, Reibung, Verschleiß, Leckage, Kolben-Zylinder-Ringspalt, Signalverarbeitung, MATLAB, Strömungsmechanik, Kavitation, Tribologie, Sinterprozess
Die Arbeit untersucht den Einsatz keramischer Werkstoffe in Hochdruckeinspritzpumpen für Ottomotoren, um den Verschleiß zu minimieren, der bei hohen Drücken und benzinbasierter Schmierung auftritt.
Die zentralen Themen sind die Materialwissenschaft keramischer Bauteile, die Analyse von Reibungsprozessen, die Strömungslehre von Leckagen in Ringspalten sowie die experimentelle Validierung mittels eines speziellen Pumpenprüfstands.
Das Ziel ist die Erforschung der Reibungs- und Leckagecharakteristik keramischer Komponenten im Vergleich zu Stahl, um die Machbarkeit und Betriebssicherheit einer solchen Hochdruckpumpe zu verifizieren.
Es werden sowohl theoretische, analytische Ansätze (Navier-Stokes-Gleichungen, Weibull-Verteilung) als auch experimentelle Untersuchungen an einem Einzylinder-Prüfstand mit Datenaufbereitung durch digitale Signalverarbeitung (Filterung) angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Beschreibung des Versuchsaufbaus und der Messtechnik sowie die ausführliche Darlegung der Messergebnisse hinsichtlich Reibung, Verschleiß und Leckageverhalten.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Hochdruckpumpe, Benzindirekteinspritzung, Keramik, Reibung, Leckage und Strömungsmechanik.
Die Arbeit zeigt, dass Keramik aufgrund ihrer Festigkeit und Maßhaltigkeit bei sehr geringen Spielen ideal für geringe Leckagen ist, obwohl der Fertigungsaufwand hoch bleibt.
Das Kolbenkippen verändert die Spalthöhe lokal und führt analytisch betrachtet zu einer deutlichen Zunahme des theoretisch berechneten Leckagevolumenstroms.
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