Bachelorarbeit, 2013
63 Seiten, Note: 2
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Definitionen – Die Differenzierungen des Glücks
3. Glück ist erlernbar – Das Schulfach „Glück“
4. Günstige bzw. ungünstige Voraussetzungen
Genetische Veranlagung und der Begriff der Resilienz
Familiäre Startbedingungen
Soziodemografische Merkmale
5. Philosophische Lebenskunst
Die Kunst der Lebenskunst
Begriff der Freiheit
Der Begriff der Arbeit
Der Mythos der beschleunigten Welt
Essenzielle Polaritäten
Das Leben als Spiel sehen
Arbeit am Ich
Fundament Kern-Selbst
Die Selbstfreundschaft
Geistige Haltungen
Vorausdenken
Pessimismus und Zynismus
Offenheit und Vertrauen
Vergleiche
Perspektivwechsel
Kritik am positiven Denken
Der Gestaltungsprozess
Selbst- und Fremdbestimmung
Subjektive Bewertungen
Wahl und Abwahl
Gewohnheiten
Achtsamkeit
Die Achtsamkeitsmeditation als „Werkzeug“
Begriff der Muße
6. Dem Leben Sinn geben
6.1. Der Begriff des Sinns
6.2. Sinnstiftende Ressourcen
Beziehungen
Lachen und Humor
Liebe
Kinder, unsere Lehrer der philosophischen Lebenskunst
Freunde
Feinde
Sinn in Dingen
Sinn in der Natur
Sinnliche Berührungen
Der Sinn im Tod
Überlegungen zur Überwindung von Todesangst
7. Schluss
Diese Arbeit untersucht das Streben nach einem gelingenden Leben durch die Linse der philosophischen Lebenskunst, insbesondere unter Bezugnahme auf Wilhelm Schmid, um zu klären, welche Faktoren das Glück beeinflussen und wie ein sinnvolles Leben gestaltet werden kann.
Die Kunst der Lebenskunst
Der Philosoph Wilhelm Schmid hat einen Großteil seiner Lebenszeit damit zugebracht, die philosophische Lebenskunst wieder zu rehabilitieren. Seiner Meinung nach ist der Begriff der Lebenskunst zunehmend konturenloser und ähnlich dem Begriff des Glücks mehrdeutig interpretierbar geworden. Er unterstreicht, dass die philosophische Lebenskunst nicht als ein leichtes, unbekümmertes Leben zu verstehen ist, sondern als eine bewusste, überlegte Lebensführung. Schon Sokrates behauptete, dass ein ungeprüftes Leben nicht lebenswert sei. Die philosophische Lebenskunst kann hierzu als ein verlässliches Werkzeug dienen, um dem achtsamen Leben auf die Spur zu kommen. Denn sie ist nicht nur einer akademischen Zielgruppe vorbehalten, sondern für jeden Menschen gleichermaßen praktikabel. Ausdrücklich betont Schmid den Begriff der Kunst in Lebenskunst und setzt einen Willen des Interessierten voraus, sich auf den Weg zu machen, der wie ein Maler, das Bild
[...] zuerst vor seinem inneren Auge sieht und schließlich daran arbeitet, immer wieder einem Detail sich widmet, immer wieder einen Schritt zurücktritt, um aus der Distanz den Gesamtzusammenhang zu sehen.“
Dieses ständige Arbeiten am Selbst ist eine ständige Prüfung seines eigenen Lebens, das ständige Korrigieren der angestrebten Richtung mit dem selbstbestimmten Ideal einer Lebensführung als Vorgabe. Aber es bedarf hier einige Termini näher zu beleuchten.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die existenzielle Frage nach einem gelingenden Leben ein und stellt den philosophischen Ansatz von Wilhelm Schmid als zentralen Leitfaden vor.
2. Definitionen – Die Differenzierungen des Glücks: Dieses Kapitel unterscheidet verschiedene Glücksformen, wie das Zufallsglück, das Wohlfühlglück und das anspruchsvollere Glück der Fülle.
3. Glück ist erlernbar – Das Schulfach „Glück“: Hier wird die Einführung des Schulfachs „Glück“ durch Ernst Fritz-Schubert sowie dessen Wirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler analysiert.
4. Günstige bzw. ungünstige Voraussetzungen: Das Kapitel beleuchtet den Einfluss genetischer Dispositionen, familiärer Hintergründe und soziodemografischer Faktoren auf das individuelle Glücksempfinden.
5. Philosophische Lebenskunst: Dies ist das umfangreichste Kapitel, das sich mit der bewussten Lebensgestaltung, dem Umgang mit Freiheit, Arbeit, Zeitdruck und verschiedenen geistigen Haltungen wie Achtsamkeit und Perspektivwechsel auseinandersetzt.
6. Dem Leben Sinn geben: Das abschließende inhaltliche Kapitel untersucht Quellen der Sinnstiftung, darunter soziale Beziehungen, die Auseinandersetzung mit der Natur sowie den konstruktiven Umgang mit Tod und Vergänglichkeit.
7. Schluss: Der Schluss resümiert die wesentlichen Erkenntnisse über die bewusste Gestaltung der Lebenskunst als lebenslangen Prozess.
Lebenskunst, Glück, Wilhelm Schmid, Sinnstiftung, Achtsamkeit, Resilienz, Selbstbestimmung, Lebensführung, Polarität, Philosophie, Zeitperspektive, Selbstsorge, Gelassenheit, Todesangst, Existenzanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung eines gelingenden Lebens und wie Menschen durch bewusste Lebensführung zu mehr Sinn und Zufriedenheit finden können.
Zentrale Themen sind die Differenzierung von Glücksarten, die Bedeutung von Lebenskunst, der Umgang mit persönlichen Ressourcen sowie die existenzielle Sinnfindung.
Das Ziel ist es, die "nebulöse Silhouette" eines gelingenden Lebens durch philosophische Werkzeuge zu schärfen und praktisch anwendbare Haltungen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse philosophischer Werke (insbesondere von Wilhelm Schmid) und verknüpft diese mit psychologischen und pädagogischen Erkenntnissen.
Der Hauptteil behandelt die Voraussetzungen für ein gelingendes Leben, Techniken zur Selbstgestaltung, geistige Haltungen wie Achtsamkeit sowie die Suche nach Sinn in verschiedenen Lebensbereichen.
Begriffe wie Lebenskunst, Sinnstiftung, Achtsamkeit, Resilienz und Selbstbestimmung sind für das Verständnis der Arbeit essentiell.
Die Arbeit betont, dass Zeitdruck und die "beschleunigte Welt" das Lebensglück behindern können und schlägt durch Achtsamkeit und das Konzept der Muße Gegenmaßnahmen vor.
Das Werk erläutert, dass die Anerkennung der eigenen Endlichkeit und der Tod als Teil des Lebens dazu beitragen können, das Leben bewusster und intensiver zu gestalten.
Die Arbeit vertritt die Ansicht, dass ein gelingendes Leben kein statischer Zustand ist, sondern eine ständige, aktive und bewusste Arbeit am eigenen Selbst erfordert.
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