Bachelorarbeit, 2013
48 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Notwendigkeit, Ziel und Methode
2.1 Seinsvergessenheit
2.2 Seinsfrage
2.3 Methode und Aufbau
3 Die Jemeinigkeit der Existenz
3.1 In-der-Welt-sein
3.1.1 Welt
Die Welt der Dinge
Die Weltlichkeit des Daseins
3.1.2 In-Sein
3.2 Das Selbst
3.2.1 Der Modus der Uneigentlichkeit
3.2.2 Der Modus der Eigentlichkeit
3.3 Sorge und Zeitlichkeit
4 Schlussbemerkung: Die Frage nach dem Scheitern
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine verständliche und präzise Darlegung der Daseinsanalyse Martin Heideggers, basierend auf seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“, zu erarbeiten und dabei die philosophische Tiefe seiner Anthropologie textimmanent zu erschließen.
Die Welt der Dinge
Um zu dem vollständigen Begriff von Welt durchzudringen, beginnt Heidegger zunächst mit einem näheren Hinsehen auf die Dinge in der Welt. Der soeben gewählte Begriff des Dings mag exemplarisch dazu dienen, Heideggers Überlegungen zu erläutern: Dem Leser der vorliegenden Arbeit wird sich beim Lesevorgang des ersten Satzes dieses Unterkapitels höchstwahrscheinlich keine Unklarheit gestellt haben. Doch wenn man nun gefragt würde, was die verwendete Bezeichnung des Dinges meine, bestünde in diesem Moment die Möglichkeit einer annähernd adäquaten Antwort?
Die Rede von Dingen scheint in unserer Alltagssprache unverfänglich und neutral, es scheint so, als verfüge der Mensch auch hier über eine „unausdrücklich vorgreifende ontologische Charakteristik“ (Heidegger 2006: 68) dessen, was mit Ding bezeichnet wird. Würden wir also, bemüht um Korrektheit, einen Versuch wagen, die Antwort auf die vorangestellte Frage zu geben, so würde diese doch wahrscheinlich durch Merkmale wie „Substanzialität, Materialität, Ausgedehntheit“ (Heidegger 2006: 68) oder Ähnliches bestimmt sein.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zentrale Problemstellung von „Sein und Zeit“ ein und erläutert das methodische Vorgehen der Arbeit, welche sich textimmanent mit Heideggers Daseinsanalyse auseinandersetzt.
2 Notwendigkeit, Ziel und Methode: Hier wird die historische Seinsvergessenheit kritisiert und der methodische Ansatz der phänomenologischen Hermeneutik vorgestellt, um die Grundlage für die Analyse zu bereiten.
3 Die Jemeinigkeit der Existenz: Dieses Hauptkapitel analysiert das Dasein als In-der-Welt-sein, beleuchtet die Rolle des Selbst in den Modi der Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit und führt die Sorge als Grundstruktur ein.
4 Schlussbemerkung: Die Frage nach dem Scheitern: Das abschließende Kapitel reflektiert den fragmentarischen Charakter von „Sein und Zeit“ und bewertet die Bedeutung der Seinsfrage für die moderne Soziologie.
Heidegger, Dasein, Sein und Zeit, Seinsfrage, Existenz, In-der-Welt-sein, Faktizität, Sorge, Zeitlichkeit, Eigentlichkeit, Uneigentlichkeit, Phänomenologie, Fundamentalontologie, Mitsein, Weltlichkeit
Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung und philosophische Analyse der Daseinsanalytik Martin Heideggers, wie sie in seinem Werk „Sein und Zeit“ dargelegt wird.
Im Zentrum stehen die Struktur des Daseins, das Verhältnis von Mensch und Welt, die Unterscheidung zwischen eigentlichem und uneigentlichem Dasein sowie die fundamentale Bedeutung der Zeitlichkeit.
Das Hauptziel ist es, die Konzepte Heideggers verständlich aufzubereiten und zu zeigen, wie das Dasein als eine im Vollzug begriffene Existenz zu verstehen ist.
Die Arbeit nutzt die Methode der textimmanenten Analyse im Kontext einer phänomenologischen Hermeneutik, um Heideggers Gedanken ohne externe gesellschaftskritische Verzerrungen darzulegen.
Der Hauptteil widmet sich der Erschließung der Existenzialien, insbesondere dem In-der-Welt-sein, der Analyse des Selbst im Man sowie der Einbettung dieser Erkenntnisse in die Struktur der Sorge.
Wichtige Begriffe sind Dasein, Sein, Existenz, Sorge, Zeitlichkeit, Faktizität und Weltlichkeit.
Das „Man“ wird als der Modus der uneigentlichen Existenz verstanden, in dem sich das Individuum in der Durchschnittlichkeit verliert und seine eigene Verantwortung an eine anonyme Öffentlichkeit delegiert.
Die Angst fungiert als Grundbefindlichkeit, die das Dasein aus seiner Verfallenheit an das „Man“ herauslöst und es mit seiner eigenen Endlichkeit und Freiheit konfrontiert.
Die Arbeit vertritt die Auffassung, dass der fragmentarische Charakter des Werkes nicht als Scheitern zu werten ist, sondern als eine notwendige Aufforderung zu einem lebendigen Prozess des Fragens nach dem Sein.
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