Magisterarbeit, 2012
127 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1 Wer sind die Maori? Herkunft und neue Heimat
1.1 Aotearoa
1.2 Die Heimat Hawaiki
1.3 Maoritum: iwi – hapu – whanau
2 Die Mythen und Riten der Maori
2.1 Der Schöpfungsmythos – die Kinder von Rangi und Papa
2.2 Die Entstehung des Menschen
2.3 Io – das höchste Wesen
2.4 Maui - der Halbgott
2.5 Die Maori und ihre Heiligkeiten – mana, tapu und noa
3 Religiöses Handeln – karakia, mauri und tohunga
3.1 Karakia – die Zeremonie
3.2 Mauri
3.3 Tohunga
4 Die Begegnung mit den pākehā
4.1 Marsden, Williams, Selwyn - Die Missionare kommen
4.2 Der Religionswandel
4.3 Kolonisation und der Vertrag von Waitangi (1840)
5 Die Maori-Kirchen
5.1 Te Ua Haumene und Pai-Marire – die religiöse Protestbe-wegung der Maori
5.2 Der Prophet Te Kooti
5.3 Die Kirche Ringatu – Glaube und Organisation
5.4 T.W. Ratana – „the Maori Miracle Man“
5.5 Die Ratana-Kirche
5.6 Die Maori und die pākehā-Kirchen heute:
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht den religiösen Wandel bei den Maori in Neuseeland nach dem Kontakt mit europäischen Einflüssen und erforscht, wie die ursprüngliche religiöse Tradition und die neue christliche Konfession zu einer einzigartigen Religiosität verschmolzen sind.
2.1 Der Schöpfungsmythos – die Kinder von Rangi und Papa
Am Anfang war das Nichts
Te Kore - das absolute Nichts
Te Kore-te-whiwbia - das Nichts, in dem nichts bestand
Te Kore-te-rawea - das Nichts, in dem nichts geschah.
Und dann war die Dunkelheit
Te Po - die unendliche Dunkelheit
Te Po-nui - die große unendlich weite Nacht
Te Po-roa - die unendlich lange Nacht
Te Po-te-kitea - die Nacht, in der nichts wahrnehmbar war
Te Po-uriuri - die tiefschwarze Nacht
Einleitung: Die Arbeit thematisiert die religiöse Transformation des Maori-Volkes durch den Kolonialismus und betont, dass Maoritum und Religion eine untrennbare Einheit bilden.
1 Wer sind die Maori? Herkunft und neue Heimat: Dieser Abschnitt behandelt die Herkunft der Maori als Teil der polynesischen Völkerwanderung und die Bedeutung von Aotearoa sowie Hawaiki.
2 Die Mythen und Riten der Maori: Es werden die Schöpfungsgeschichten, Gottheiten wie Tane und Maui sowie Konzepte von mana, tapu und noa detailliert erläutert.
3 Religiöses Handeln – karakia, mauri und tohunga: Das Kapitel beschreibt zeremonielle Praktiken (karakia), die Lebenskraft (mauri) und die Rolle der Priester (tohunga).
4 Die Begegnung mit den pākehā: Die Missionierung durch Europäer, der Kulturkontakt und die Auswirkungen des Vertrags von Waitangi bilden den Kern dieser historischen Analyse.
5 Die Maori-Kirchen: Dieser Teil analysiert die Entstehung und Eigenheiten religiöser Bewegungen wie Pai-Marire, Ringatu und die Ratana-Kirche.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über das Überleben der Maori-Kultur in der Moderne und das Zusammenwirken von christlichem Glauben und traditionellem Maoritum.
Maori, Aotearoa, Hawaiki, Mythologie, mana, tapu, noa, karakia, tohunga, Missionierung, Ringatu, Ratana, Pai-Marire, Maoritanga, Christianisierung.
Die Arbeit analysiert den religiösen Wandel bei den Maori in Neuseeland, insbesondere wie sie christliche Einflüsse aufgenommen und in ihre bestehenden kulturellen und religiösen Strukturen integriert haben.
Die Themen umfassen die Mythologie der Maori, ihre sozialen Strukturen, das koloniale Zusammentreffen mit Europäern (pākehā) sowie die Entwicklung eigener, indigener Maori-Kirchen.
Das Ziel ist es, das Überleben der Maori-Kultur und -Religion sowie deren Transformation durch den Prozess der Christianisierung zu beleuchten und zu verstehen.
Die Autorin nutzt eine tiefgehende Literatur- und Quellenanalyse, wobei sie sowohl klassische mythologische Sammlungen als auch historische Primärquellen von Missionaren einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der alten Traditionen (Mythen, Riten) und die spätere historische Phase der Begegnung mit den Siedlern, die schließlich in die Gründung eigenständiger Maori-Kirchen mündete.
Zentrale Begriffe sind Maoritanga, mana, tapu, noa, sowie die spezifischen spirituellen Bewegungen und Kirchen der Maori wie Ringatu und Ratana.
Der Einfluss der tohunga wurde durch den "Tohunga Suppression Act" von 1907 gesetzlich unterbunden, da deren traditionelle Heilmethoden und spirituelle Führung von der Regierung als schädlich oder abergläubisch angesehen wurden.
Der zwölfte Tag des Monats ist für die Anhänger heilig, da dies sowohl mit biblischen Zahlen-Symboliken als auch mit dem historischen Ereignis der Rückkehr von Te Kooti aus seinem Asyl im Jahr 1883 verknüpft ist.
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