Hausarbeit, 2012
73 Seiten, Note: 1,0
1 Intrinsische Belohnung – Motivation und Leistung
1.1 Motivation – Grundsteine menschlichen Handelns
1.2 Ausgangslage und Ziele dieser Arbeit
1.3 Die übergeordneten Forschungsfragen
2 Neurowissenschaft und SCARF
2.1 Die neurowissenschaftlichen Grundlagen der Gehirnfunktionen
2.2 Motivation für berufliche Arbeit
2.3 Das SCARF-Modell
2.3.1 Status – Status
2.3.2 Certainty – Vorhersehbarkeit und Gewissheit
2.3.3 Autonomy – Autonomie
2.3.4 Relatedness – soziale Beziehung
2.3.5 Fairness – Gerechtigkeit
3 Das Entwickeln des Interview-Leitfadens
3.1 Die Methode – ein problemzentriertes Interview
3.1.1 Die Grundprinzipien eines PZI
3.1.2 Die Zielgruppe
3.1.3 Die Komposition des Interviews
3.1.4 Die Fragetechnik – Tipps für die Vorbereitung
3.2 Das Konkretisieren der Forschungsfragen – ein Strukturbaum
3.2.1 Auftakt
3.2.2 Motivation für die berufliche Aufgabe
3.2.3 Emotionen
3.2.4 Wertschätzung
3.2.5 Ausgewählte SCARF-Elemente
3.2.6 Abschluss
4 Reflexion und Ausblick
4.1 Reflexion
4.2 Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Interview-Leitfaden für Führungskräfte des gehobenen Managements in der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) zu entwickeln, um das eigene Führungsverhalten im Kontext des SCARF-Modells zu reflektieren und die Auswirkungen auf die Motivation der Mitarbeiter zu verstehen.
2.3.1 Status – Status
Status ist der für Langlebigkeit und Gesundheit bedeutendste Faktor. Diesen können VG mittels wertschätzenden positiven Rückmeldens erhöhen. Anerkennen und Würdigen guter Leistungen stimulieren das Gehirn nachhaltiger als Beförderung und Lohnerhöhung. Respekt für MA und Fördern partnerschaftlicher Zusammenarbeit untereinander verhindern Bedrohungs-Reaktionen. Das auf dem Gewinner-Verlierer Prinzip resultierende Negativ-Gefühl wird vermieden. Alltägliche Situationen wie ein gutgemeinter Ratschlag oder das Überprüfen von Leistungen können als Überlegenheit beanspruchend registriert werden und eine Abwehrhaltung forcieren.
Hoher Status bewirkt eine geringe Basismenge Kortisol. Niedrigem Statusgefühl folgt ein Kortisol Anstieg ähnlich dem bei Schlafentzug oder chronischer Angst. Der Mensch ist biologisch auf das Erhalten und Steigern seines Status programmiert. Er reguliert diesen mittels mentalen Beeinflussens von Prozessen in Konversationen. Sich besser als andere zu fühlen, erhöht den Status, und der primäre Belohnungskreislauf sowie das den Dopamin-Pegel erhöhende Striatum sind aktiviert. Status-Anstieg bewirkt eine ähnliche Belohnungs-Intensität wie finanzieller Auftrieb, Gewinnen eines Brett- oder Computer-Spiels sowie der Sieg in einem Wettkampf.
Potenzielles oder reales Reduzieren von Status aufgrund sozialer Ablehnung aktiviert dieselben Bedrohungs-Reaktionen wie körperlicher Schmerz. Der Wechsel in eine neue soziale Gruppe oder das Ändern der eigenen Prioritäten können statusfördernd sein. Der Schutz des eigenen Selbstwertes und das Aufrechterhalten eines positiven Selbstbildes sind wesentliche menschliche Grundbedürfnisse. Für das Wohlbefinden sind diese Faktoren zentral bedeutend. Beleidigungen oder Abwertungen durch andere Menschen verletzen diese Gefühle. Es folgen Wut, Empörung, Kränkung, Traurigkeit und Rückzug. Eine erkannte Status-Bedrohung aktiviert ähnliche Gehirn-Netzwerktätigkeiten wie diejenigen, welche sich bei Gefahr für das eigene Leben einschalten.
1 Intrinsische Belohnung – Motivation und Leistung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Motivation für menschliches Handeln am Arbeitsplatz und definiert die Ziele der vorliegenden Arbeit.
2 Neurowissenschaft und SCARF: Hier werden die neurowissenschaftlichen Grundlagen der Gehirnfunktionen sowie das SCARF-Modell als zentraler Rahmen für die Analyse von Führungsverhalten und sozialer Interaktion eingeführt.
3 Das Entwickeln des Interview-Leitfadens: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Nutzung des problemzentrierten Interviews, und die Konkretisierung der Forschungsfragen im Strukturbaum.
4 Reflexion und Ausblick: Abschließend reflektiert die Autorin den Forschungsprozess aus der eigenen Perspektive als Führungskraft und gibt einen Ausblick auf die praktische Anwendung und Auswertungsmöglichkeiten der Ergebnisse.
Neurowissenschaft, SCARF-Modell, Personalführung, Motivation, Emotionen, Wertschätzung, problemzentriertes Interview, Mitarbeiterführung, Selbstreflexion, Führungsverhalten, Arbeitsklima, Status, Autonomie, soziale Beziehung, Gerechtigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des SCARF-Modells im Kontext der Mitarbeiterführung in der Hamburger Verwaltung, um das eigene Führungsverhalten reflektierbar zu machen.
Die zentralen Themen umfassen Motivation, Emotionen, Wertschätzung sowie die fünf SCARF-Dimensionen (Status, Gewissheit, Autonomie, soziale Beziehung, Gerechtigkeit) im beruflichen Alltag.
Die Forschungsfrage lautet: „In welchem Umfang meinen Führungskräfte, dass ihr eigenes Verhalten den SCARF-Dimensionen entspricht? Wie beurteilen sie ihr eigenes Verhalten in Bezug auf die SCARF-Komponenten?“
Es wird die Methode des problemzentrierten Interviews (PZI) verwendet, um qualitative Daten über das Führungshandeln und die Selbstreflexion zu gewinnen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Neurowissenschaft und des SCARF-Modells dargelegt, gefolgt von einer methodischen Anleitung zur Entwicklung und Strukturierung eines Interview-Leitfadens.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neurowissenschaft, SCARF-Modell, Mitarbeiterführung, Empathie und problemzentriertes Interview charakterisiert.
Das Modell hilft Führungskräften zu verstehen, wie ihre Entscheidungen und Interaktionen neuronale Belohnungs- oder Bedrohungsreaktionen bei Mitarbeitern auslösen können, was für eine gesundheitsorientierte Führung essenziell ist.
Die Selbstreflexion ist das zentrale Instrument, um blinde Flecken im Führungsalltag zu identifizieren, das eigene Handeln bewusst zu steuern und letztlich die Arbeitsbeziehung zu den Mitarbeitern durch ein tieferes Verständnis der SCARF-Treiber zu verbessern.
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