Bachelorarbeit, 2012
58 Seiten, Note: 1,7
1 INDIREKTE IMMOBILIENINVESTITIONEN
1.1 Immobilien als Anlagegegenstand
1.2 Formen der indirekten Immobilieninvestition
1.2.1 Offene Immobilienfonds
1.2.2 Geschlossene Immobilienfonds
1.2.3 Immobilienaktien und REITs
1.2.4 Sonstige indirekte Immobilienanlagen
2 OFFENE IMMOBILIEN-PUBLIKUMSFONDS
2.1 Definition, Prinzip und rechtliche Grundlagen
2.2 Anleger
2.3 Anlageportfolio
2.4 Liquiditätsmanagement und Aussetzung der Anteil rücknahme
2.5 Performance
2.6 Vorteile und Risiken für Anleger
2.7 Marktbetrachtung
3 OFFENE IMMOBILIEN-SPEZIALFONDS
3.1 Definition, Prinzip und rechtliche Grundlagen
3.2 Anleger und Anlageausschuss
3.3 Anlageportfolio
3.4 Performance
3.5 Vorteile und Risiken für Anleger
3.6 Marktbetrachtung
4 VERGLEICH DER IMMOBILIEN-PUBLIKUMSFONDS MIT IMMOBILIEN-SPEZIALFONDS
4.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
4.2 Beurteilung
5 AUSBLICK AUF DIE KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER OFFENEN IMMOBILIENFONDS
5.1 Aktuelle Entwicklungen bei Immobilien-Publikumsfonds
5.2 Aktuelle Entwicklungen bei Immobilien-Spezialfonds
Die Bachelorarbeit untersucht die beiden zentralen Formen Offener Immobilienfonds in Deutschland: Immobilien-Publikumsfonds und Immobilien-Spezialfonds. Ziel ist es, die strukturellen Unterschiede, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Performance beider Fondstypen im Hinblick auf ihre Eignung für private versus institutionelle Anleger gegenüberzustellen und zu bewerten.
1.1 Immobilien als Anlagegegenstand
Gemäß der Investoren-Weisheit „Don't put all your eggs in one basket“ sollte jeder Anleger sein Portfolio möglichst diversifizieren und in verschiedenartige Anlagegegenstände investieren. Neben beispielsweise Aktien, Renten und Geldmarktanlagen stellen Immobilien eine eigene Assetklasse dar. Unter Immobilen werden bebaute und unbebaute Grundstücke verstanden. Gebäude gelten als rechtlich nicht autonome Bestandteile eines Grundstücks.
Die Vorteile einer Kapitalanlage in Immobilien liegen auf der Hand. Als Sachwerte verfügen sie über eine hohe Sicherheit, Wertstabilität und Schutz vor Inflation. Der Wert einer Immobilie kann selbst bei vollständiger Vernichtung der Bebauung nie Null oder negativ werden, denn es besteht immer noch der Bodenwert. Immobilien erzielen laufende, stabile Erträge in Form von Mieteinnahmen. Gerade deutsche Immobilien bieten eine im Vergleich zum allgemeinen Zinsniveau hohe Rendite. Unter bestimmten Voraussetzungen können zudem Steuervorteile realisiert werden, z.B. durch das Absetzen von Gebäudeabschreibungen, Fremdkapitalzinsen oder Renovierungskosten, sowie durch gewinnsteuerfreie Veräußerung nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist.
Eine direkte Immobilienanlage, d.h. der gesamte oder anteilsmäßige rechtliche und wirtschaftliche Eigentumserwerb an einer Immobilie, bringt auch Nachteile mit sich. Immobilien sind wenig fungibel und äußerst illiquide, obwohl die zunehmende Professionalisierung des Immobilienmarktes inzwischen zu einer etwas leichteren Veräußerbarkeit geführt hat. Hinzu kommen ein hoher Kapitaleinsatz mit langfristiger Kapitalbindung, hohe Transaktionskosten und ein nicht zu vernachlässigender Verwaltungsaufwand. So fallen beim Immobilienkauf einmalig Grunderwerbssteuer, Notar- und Grundbuchkosten an. Laufende Verwaltungskosten werden z.B. für Instandhaltung und Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen fällig. Weitere Eigenschaften sind die Standortgebundenheit, Individualität und beschränkte Teilbarkeit einer Immobilie. Darüber hinaus hat dieser Anlagegegenstand eine lange Produktionsdauer und ist mit einer Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten extrem langlebig. Aufgrund dieser Besonderheiten stellt eine Immobilienanlage ein langfristig orientiertes Investment dar.
1 INDIREKTE IMMOBILIENINVESTITIONEN: Dieses Kapitel erläutert die Rolle von Immobilien als Anlageklasse und stellt verschiedene Formen der indirekten Immobilieninvestition wie Publikums- und Spezialfonds vor.
2 OFFENE IMMOBILIEN-PUBLIKUMSFONDS: Hier werden Definition, rechtliche Grundlagen, Liquiditätsmanagement sowie Performance und Risiken der auf Privatanleger ausgerichteten Publikumsfonds detailliert analysiert.
3 OFFENE IMMOBILIEN-SPEZIALFONDS: Dieses Kapitel behandelt die spezifischen Ausgestaltungen von Spezialfonds, die primär institutionellen Anlegern vorbehalten sind und größere Freiheiten in der Anlagestrategie bieten.
4 VERGLEICH DER IMMOBILIEN-PUBLIKUMSFONDS MIT IMMOBILIEN-SPEZIALFONDS: Hier erfolgt eine direkte Gegenüberstellung beider Fondstypen anhand von Gemeinsamkeiten und strukturellen Unterschieden zur besseren Einordnung ihrer jeweiligen Attraktivität.
5 AUSBLICK AUF DIE KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER OFFENEN IMMOBILIENFONDS: Dieser Abschnitt bewertet die Auswirkungen regulatorischer Neuerungen auf die Stabilität der Publikumsfonds und analysiert die aktuelle Marktsituation für beide Fondskategorien.
Offene Immobilienfonds, Immobilien-Publikumsfonds, Immobilien-Spezialfonds, Investmentgesetz, Kapitalanlagegesellschaft, Diversifikation, Rendite-Risiko-Profil, Liquiditätsmanagement, Anteilsrücknahme, Assetklasse, Immobilienmarkt, institutionelle Anleger, Privatanleger, Anlegerschutz, Fondsbörse
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich von Offenen Immobilien-Publikumsfonds und Immobilien-Spezialfonds in Deutschland.
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Grundlagen nach dem Investmentgesetz, die unterschiedlichen Anlegergruppen, das Liquiditätsmanagement sowie die Performance- und Risikostrukturen der beiden Immobilienfondsarten.
Das Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Fondstypen herauszuarbeiten, um deren Eignung für verschiedene Investorengruppen wissenschaftlich fundiert zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Marktdaten und Statistiken zur Performance und zum Mittelaufkommen der betrachteten Fonds.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Funktionsweise beider Fondstypen sowie einen strukturierten Vergleich, der Aspekte wie Risikomanagement, Kosten und regulatorische Anforderungen umfasst.
Wichtige Begriffe sind insbesondere das Investmentgesetz (InvG), Liquidität, Fristeninkongruenz, institutionelle Investoren, Offene Fonds und Risikostreuung.
Publikumsfonds richten sich hauptsächlich an Privatanleger und sind öffentlich zugänglich, während Spezialfonds ausschließlich institutionellen Investoren vorbehalten sind und einen nicht-öffentlichen Vertrieb haben.
Die Neuregelungen, insbesondere durch das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz, zielen auf eine Stabilisierung der Publikumsfonds ab, indem sie beispielsweise Kündigungsfristen und Mindesthaltedauern einführen, wovon Spezialfonds hingegen kaum betroffen sind.
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