Masterarbeit, 2010
118 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Methode
2.1. Datenbanken / Datenfindungsprozess
2.2. Suchterminologie
2.3. Auswahlkriterien
2.4. Qualität der Methodik
2.5. Rangordnung der Beweise
2.6. Statistische Präzision
2.7. Effektgröße
2.8. Klinische Relevanz
2.9. Datenerfassung
3. Resultate
3.1. Studienfindung und Auswahl
3.2. Rangordnung der Beweise
3.3. Methodische Qualität
3.4. Interventions- und Kontrollgruppen
3.5. Messungen
3.6. Power der Studien
3.7. Klinische Relevanz
4. Diskussion
4.1. Bestehende Literatur
4.2. Limits
4.3. Studienqualität und externe Validität
4.4. Erkenntnisse
4.5. Pilotstudie – Die postoperative Versorgung des vorderen Kreuzbandes mit und ohne den Einsatz von Gleitmobilisation
5. Schlussfolgerung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Anwendung und Wirksamkeit der manualtherapeutischen Gleitmobilisation bei peripheren Gelenkerkrankungen zu untersuchen, diese zu klassifizieren und Empfehlungen für die Anwendung abzuleiten. Ergänzend wird in einer Pilotstudie untersucht, ob die Technik bei der postoperativen Versorgung von VKB-Rupturen Vorteile gegenüber konventioneller Physiotherapie bietet.
1. Einleitung
Manualtherapeuten gebrauchen täglich die Mobilisationstechnik Gleiten. Diese wird in der Vielzahl manualtherapeutischer Konzepte auf unterschiedliche Art und Weise praktiziert. Kaltenborn definiert die Gleitmobilisationstechnik in seinen Büchern wie folgt: „Das translatorische (dorsale / ventrale) Gleiten ist eine Gelenkspielbewegung parallel zur Behandlungsebene. Aus ihr resultiert ein Gleiten der Gelenkflächen zueinander. Die nicht kongruent gekrümmten Gelenkflächen erlauben dieses Gleiten über kurze Distanzen in allen Gelenken. Zudem wird das translatorische Gleiten immer mit einer Traktion Stufe I kombiniert, um eine eventuell schmerzhafte Kompression zu vermeiden bzw. zu verhindern. Die gehaltene Mobilisation dehnt die verkürzten Strukturen durch Zeit (30-40 Sekunden) und nicht durch vermehrte Krafteinwirkung“ [21]. Die Behandlungsebene nach Kaltenborn liegt hypothetisch auf dem konkaven Gelenkpartner, verläuft durch das Gelenk und liegt rechtwinklig zu einer Linie, die von der Rotationsachse zur Mitte der sich berührenden Gelenkflächen geht [21]. Zusätzlich wird in diesem Konzept das Funktionsgleiten oder gebogenes Gleiten erwähnt, wobei der Therapeut die Gleitbewegung gelenknah unterstützt [27].
Das Maitland Konzept vertritt eine andere Form der Gleitmobilisation. Hier wird der Ansicht widersprochen, dass alle Untersuchungen und Behandlungen mit passiven Bewegungen in die gleichen Richtungen durchgeführt werden müssen, in denen sie auch aktiv erfolgen (Gleiten, Rollen, Drehen) [32]. Dennoch wird auch in diesem Konzept von Gleitmobilisation in verschiedene Richtungen gesprochen, wie zum Beispiel dem Gleiten in anterior posteriore (AP) oder posterior anteriore (PA) Richtung [17], welches jedoch, abgesehen von der Bewegungsrichtung, nicht exakt der transversalen Gleitmobilisation des Kaltenborn-Evjenth entspricht, sondern eher dem gebogenen Gleiten. Schematisch wird es jedoch genauso dargestellt [33]. Ein weiterer und wesentlicher Unterschied ist, dass im Maitland Konzept der Therapeut die Gleitmobilisation intermittierend in unterschiedlichen Graden appliziert.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der manualtherapeutischen Gleitmobilisation ein und erläutert die verschiedenen methodischen Konzepte nach Kaltenborn-Evjenth, Maitland und Mulligan sowie deren theoretische Hintergründe.
2. Methode: Hier werden die Kriterien für die systematische Literaturrecherche, der Suchprozess in verschiedenen medizinischen Datenbanken sowie die angewandten Bewertungsskalen (PEDro, SIGN, Lloyd-Smith) zur Qualitätsbeurteilung der Studien detailliert dargelegt.
3. Resultate: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Literaturrecherche und der methodischen Analyse der 25 einbezogenen Studien, unterteilt in die verschiedenen Konzepte, gemessene Parameter und deren Signifikanz.
4. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, wobei die Einschränkungen der Datenlage, die Studienqualität und die Übertragbarkeit auf die klinische Praxis (einschließlich der eigenen Pilotstudie) erörtert werden.
5. Schlussfolgerung: Zusammenfassend wird die Gleitmobilisation als wirkungsvolle, nebenwirkungsfreie Behandlungstechnik bewertet, wobei gleichzeitig ein hoher Bedarf an qualitativ hochwertigeren, randomisierten kontrollierten Studien hervorgehoben wird.
Gleitmobilisation, Manuelle Therapie, Mobilisation, periphere Gelenke, VKB, Physiotherapie, Maitland, Mulligan, Kaltenborn-Evjenth, Rehabilitation, klinische Relevanz, Randomisierte kontrollierte Studien, muskuloskelettale Erkrankungen, Bewegungsausmaß, Schmerzreduktion.
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und Effektivität der manualtherapeutischen Gleitmobilisation zur Behandlung von peripheren Gelenkerkrankungen.
Zentrale Themen sind der Vergleich der Mobilisationskonzepte nach Kaltenborn-Evjenth, Maitland und Mulligan sowie deren Wirksamkeit bezüglich objektiver und subjektiver Parameter.
Das Ziel ist es, die Gleitmobilisation aufgrund der bestehenden Datenlage zu klassifizieren und zu klären, ob sie ein probates Mittel gegenüber konventioneller Physiotherapie darstellt.
Die Arbeit basiert auf einem systematischen Review verschiedener klinischer Studien (RCTs und CTs) sowie einer begleitenden, eigenen Pilotstudie zur postoperativen VKB-Rehabilitation.
Der Hauptteil befasst sich mit der Studienauswahl, der methodischen Qualitätsbewertung mittels PEDro- und SIGN-Skala, der Analyse von Messwerten und der Diskussion über die klinische Relevanz.
Wichtige Begriffe sind Gleiten, Manuelle Therapie, Mobilisation, periphere Gelenke, VKB und verschiedene physiotherapeutische Konzepte.
Das Mulligan-Konzept nimmt einen bedeutenden Teil der untersuchten Studien ein (57%) und zeigt insbesondere bei Ellenbogenerkrankungen verlässliche Wirkungen.
Der Autor weist darauf hin, dass die Pilotstudie aufgrund der geringen Fallzahl eine begrenzte Aussagekraft hat, aber eine praktikable Methode darstellt, um funktionelle Parameter zu erfassen.
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