Diplomarbeit, 2006
69 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Zur Struktur des Islam
3. Zum Begriff Terrorismus
3.1 Konzeptionen von Terrorismus
3.2 Formen des Terrorismus
3.2.1 Staatlich gestützter Terrorismus
3.2.2 Internationaler Terrorismus
4. Terror in der Neuzeit
4.1 Religion als Entstehungsfaktor des Terrorismus
4.1.1 Säkularisierung und Terror als Folge des Religionsdefizits
4.1.2 Terror als Element von religiösem Aktivismus
4.2 Globalisierung als Entstehungsfaktor des Terrorismus
4.2.1 Konflikte im Gegensatz zwischen arm und reich
4.2.2 Auseinandersetzung des Islam mit der Globalisierung
5. Die Bedeutung der Religion zur Begründung von Terrorismus
5.1 Die Religion des Islam
5.1.1 Spannungen zwischen religiösen Hauptrichtungen und militanten Abspaltungen
5.1.2 Islam unter Aggressionsverdacht
5.1.3 Islam als westliches Feindbild
5.2 Zum Begriff des Islamismus
5.2.1 Fundamentalismus als Kulturmilieu
5.2.2 Paradoxon der politischen Motivierung von Frauen im islamischen Fundamentalismus
5.2.3 Einfluß von Säkularisierung auf religiösen Fundamentalismus
6. Der Konflikt der Weltanschauungen zur Begründung von Terrorismus
6.1 Schar`ia und westliches Justizverständnis
6.2 Die Rolle von Kultur in der Dynamik von Terrorismus
7. Der Machtgewinn von Randgruppen
7.1 Historische Betrachtung von Terror als politischem Mittel
7.2. Kommunikationsstrategie im Terrorismus
7.3 Terroristische Umkehrung von Machtasymmetrien
8. Entstehung und Begründung von Terror am Beispiel der Hizbollah
8.1. Entstehungsgeschichte der Hizbollah
8.2 Die Struktur der Hizbollah
8.3 Ziele der Hizbollah
8.4 Eine Terrororganisation von globaler Reichweite
9. Selbstmordattentäter als Instrument des Terrorismus
9.1 Selbstmordattentate als Anschläge gegen alte Regeln
9.1.2 Selbstmordanschläge mit dem Ziel der Entligitimierung von Staaten
9.1.2 Selbstmordanschläge als Teil eines kosmischen Krieges
9.2 Ursachen für eine Verbreitung von Selbstmordattentaten im Islam
10. Die Entstehung und Begründung des schiitischen Extremismus im Iran
10.1 Die Tradition des schiitischen Märtyriums
10.2. Die Radikalisierung der Schia vor dem Hintergrund der iranischen Geschichte
10.2.1 Die Pahlavi-Monarchie
10.2.2 Die Revolutionierung des Schia-Islam
11. Verfechter eines Gottesstaates in empirischen Daten
11.1 Aufbau der Studie
11.2 Ergebnisse der Studie
11.3 Kritische Anmerkungen zur Studie
12. Konklusionen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren für die Entstehung und Radikalisierung des religiös motivierten Terrorismus mit besonderem Fokus auf den schiitischen Extremismus im Iran. Zentral ist dabei die Frage, nach welchen Kriterien Terrorismus kultur- und religionsbezogen sein kann und welche Rolle Fundamentalismus und Globalisierung in diesem Prozess spielen.
7.3 Terroristische Umkehrung von Machtasymmetrien
Eine große Bedeutung im internationalen Terrorismus hat die Kommunikation einer Umkehrung von Machtasymmetrien. Bei einem historischen Rückblick auf die Geschichte des Krieges in Europa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts läßt sich diese als eine sukzessive Herauslösung untergeordneter taktischer Elemente des Gewaltgebrauchs aus dem Rahmen einer genuin militärischen Strategie begreifen. Die Fähigkeit der Staaten, sich als Monopolisten des Krieges zu behaupten, führte zu einer Kontrolle des Militärs über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Gewaltanwendung und die taktische Möglichkeit, diese in den strategischen Gesamtplan integrieren zu können.
Diese Kontroll- und Subsumptionsfähigkeit der militärischen Strategie bildete eine notwendige Voraussetzung für die Symmetrisierung des Kriegsgeschehens. Die Verselbständigung ehedem taktischer Elemente der Kriegsführung zur eigenständigen strategischen Disposition geht mit einer Asymmetrisierung der Gewaltanwendung einher. Terroristische Akte der Kriegsführung haben sich zu einer strategischen Option entfaltet, die nicht notwendig dem mit regulären Streitkräften geführten Krieg untergeordnet ist oder in ihn einzumünden hat. Diese Innovationen der Kriegsführung sind unter anderem auch im Nahen Osten entstanden, von wo ausgehend sie überall Nachahmer gefunden haben. Bei der Verselbständigung eines Partisanenkrieges von Randgruppen kam der Verbindung von militärischem Kalkül und ökonomischer Rationalität eine Schlüsselfunktion zu. Partisanen müssen demnach im Kampf gegen eine auswärtige Macht einen Krieg nicht mehr militärisch gewinnen, es reicht, wenn sie ihn auf einem gewissen Niveau der Gewaltanwendung am Fortdauern halten und dadurch die wirtschaftlichen Kosten des Feindes so lange steigern, bis sie für diesen unerträglich sind.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen des islamischen Extremismus ein und erläutert die zentrale Problemstellung der Untersuchung von Radikalisierungstendenzen.
2. Zur Struktur des Islam: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Grundpfeiler des Islam, die Bedeutung der Schar'ia und die religiösen Spaltungen zwischen Sunniten und Schiiten.
3. Zum Begriff Terrorismus: Hier werden Definitionen und Konzeptionen von Terrorismus erörtert sowie zwischen staatlichem und internationalem Terrorismus unterschieden.
4. Terror in der Neuzeit: Der Fokus liegt auf den Faktoren Religion und Globalisierung als treibende Kräfte des modernen Terrorismus.
5. Die Bedeutung der Religion zur Begründung von Terrorismus: Dieses Kapitel untersucht die Verknüpfung von Religion mit Gewalt sowie den Begriff des Islamismus und dessen Fundamentalismus.
6. Der Konflikt der Weltanschauungen zur Begründung von Terrorismus: Der Fokus liegt hier auf dem Rechts- und Kulturverständnis und dessen Einfluss auf die Dynamik terroristischer Gewalt.
7. Der Machtgewinn von Randgruppen: Dieses Kapitel analysiert Terror als politisches Mittel und die Strategien radikaler Gruppen, Machtasymmetrien umzukehren.
8. Entstehung und Begründung von Terror am Beispiel der Hizbollah: Die Hizbollah dient hier als Fallbeispiel für eine Organisation, die zugleich religiös legitimiert und terroristisch aktiv agiert.
9. Selbstmordattentäter als Instrument des Terrorismus: Es wird die historische und psychologische Dimension von Selbstmordattentaten als Kriegsinstrument analysiert.
10. Die Entstehung und Begründung des schiitischen Extremismus im Iran: Dieses Kapitel behandelt das schiitische Märtyrertum und die Radikalisierung vor dem Hintergrund der iranischen Geschichte.
11. Verfechter eines Gottesstaates in empirischen Daten: Eine empirische Studie über das Profil von islamistischen Terroristen wird hier detailliert dargestellt.
12. Konklusionen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert das Spannungsfeld zwischen religiöser Tradition und Moderne.
Islam, Terrorismus, Fundamentalismus, Schiiten, Sunniten, Hizbollah, Globalisierung, Säkularisierung, Selbstmordattentate, Märtyrertum, Iran, Islamismus, Dschihad, Radikalisierung, Politische Strategie.
Die Arbeit analysiert die soziologischen und politischen Hintergründe des religiös motivierten Terrorismus, insbesondere im islamischen Kontext.
Zu den Schwerpunkten gehören das Verhältnis von Religion und Politik, die Rolle der Globalisierung, das Phänomen des Fundamentalismus sowie die Strategien terroristischer Organisationen.
Das Ziel ist es, die Faktoren für die Radikalisierung terroristischer Strömungen auf Basis soziologischer Theorien zu identifizieren und am Beispiel des Irans sowie der Hizbollah zu belegen.
Die Untersuchung basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung empirischer Daten zur Profilierung von Tätern.
Der Hauptteil beleuchtet die Rolle von Religion, Säkularisierung und Globalisierung als Nährboden für Terror, untersucht die Bedeutung von Selbstmordattentaten und analysiert die Struktur der Hizbollah.
Begriffe wie Islamismus, Fundamentalismus, Terrorismus, Globalisierung, Schiiten und Asymmetrie stehen im Zentrum der Arbeit.
Im schiitischen Islam ist das Märtyrertum ein zentraler Dreh- und Angelpunkt, der durch historische Ereignisse wie die Schlacht von Kerbala eine tiefgreifende religiöse und politische Symbolik entwickelt hat.
Die Studie zeigt überraschenderweise, dass islamistische Terroristen keineswegs ungebildet oder arm sind, sondern häufig einen gehobenen sozialen und akademischen Hintergrund aufweisen.
Die Hizbollah dient als Beispiel für eine Organisation, die sowohl soziale Dienste anbietet als auch als paramilitärische Terrororganisation agiert und damit die Grenzen konventioneller Staatsführung überschreitet.
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