Diplomarbeit, 2012
134 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit
2. Psychische Belastung und Beanspruchung
2.1 Das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept nach Rohmert
2.2 Das transaktionale Stressmodell von Lazarus
2.2.1 Einfluss von Persönlichkeits- und Umweltfaktoren
2.2.2 Der Bewertungsprozess
2.2.3 Das Konzept der Bewältigungsstrategien
3. Das Konstrukt Burnout
3.1 Theorie nach Maslach
3.1.1 Die drei Dimensionen des Burnouts
3.1.2 Das Maslach Burnout Inventory (MBI)
3.1.3 Moderierende Variablen zwischen Person und Arbeitswelt
3.2 Das Engagement als Gegenpol zu Burnout
4. Die Prävention eines Burnouts
4.1 Individuelle Ansätze
4.1.1 Empirische Befunde individueller Maßnahmen
4.1.2 Analyse einer individuellen Maßnahme
4.1.2.1 Methodik
4.1.2.2 Durchführung
4.1.2.3 Diskussion der Ergebnisse
4.2 Organisatorische Ansätze
4.2.1 Analyse einer organisatorischen Maßnahme
4.2.1.1 Methodik
4.2.1.2 Durchführung
4.2.1.3 Ergebnisse
4.2.2 Diskussion der Ergebnisse
4.3 Kombinatorische Ansätze
4.3.1 Empirische Befunde kombinatorischer Maßnahmen
4.3.2 Analyse einer kombinatorischen Maßnahme
4.3.2.1 Methodik
4.3.2.2 Durchführung
4.3.2.3 Ergebnisse
4.3.3 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
4.4 Zwischenfazit der Prävention von Burnout
5. Die Theorie der Akzeptanz
5.1 Modelle der Akzeptanzforschung
5.2 Das Technology Acceptance Model (TAM)
5.2.1 Einflussfaktoren auf die Akzeptanz
5.2.2 Empirische Befunde des TAM
5.2.3 Kritische Betrachtung des TAM
5.3 Konstruktion eines Akzeptanzmodells für Präventionsmaßnahmen gegen Burnout
5.4 Hypothesenableitung für ein Akzeptanzmodell von Präventionsmaßnahmen gegen Burnout
6. Empirische Untersuchung der Akzeptanz von Präventionsmaßnahmen gegen Burnout
6.1 Methodik
6.2 Das Untersuchungsinstrument
6.2.1 Fragebogenkonstruktion
6.2.2 Aufbau des Fragebogens
6.3 Statistische Einführung in die angewandten Methoden
6.4 Ergebnisse der empirischen Studie
6.4.1 Betrachtung der relevanten Gütekriterien
6.4.2 Auswertung des MBI
6.4.3 Untersuchung möglicher Präventionsmaßnahmen gegen Burnout
6.4.4 Analyse der Akzeptanzausprägung
6.4.5 Überprüfung des Akzeptanzmodells
6.4.6 Ergebnisse weiterer Hypothesen
6.5 Interpretation der Ergebnisse
7. Zusammenfassung
8. Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Konzept der psychischen Beanspruchung und das Konstrukt Burnout zu beleuchten sowie die Rolle der Akzeptanz von Mitarbeitern gegenüber präventiven Maßnahmen in Unternehmen zu erforschen, wobei ein Modell auf Basis des Technology Acceptance Model (TAM) gebildet und empirisch untersucht wird.
3.1 Theorie nach Maslach
Die Arbeitswelt spielt eine zentrale Rolle für den psychischen und physischen Gesundheitszustand einer Person. Dies beinhaltet nicht nur das Einkommen, sondern bildet eine Quelle für Zufriedenheit, gesellschaftlichen Status und sozialer Unterstützung. Andererseits kann diese auch negative Einflüsse auf die Gesundheit eines Menschen besitzen, bspw. in Form eines Burnouts.71
Nach Maslach wird Burnout als „... a state of exhaustion in which one is cynical about the value of one’s occupation and doubtful of one’s capacity to perform”72 definiert.
Hierbei wird Burnout als anhaltende Reaktion auf chronische, interpersonelle Stressoren innerhalb der Arbeitswelt verstanden und als zeitlich stabil angesehen.73 Eine besonders große Gefahr, einen Burnout zu erleiden, besteht im Zuge ungünstiger Konstellationen zwischen individuellen Eigenschaften und organisatorischen Bedingungen. Dies geschieht, wenn eine Person selbstlos agiert, also fremde Bedürfnisse den eigenen vorzieht, gepaart mit einer hohen Beanspruchung und geringen Bewältigungsressourcen.74 Soziodemographische Analysen zeigen, dass Singles im Vergleich zu Verheirateten und junge Arbeitnehmer im Vergleich zu älteren einem höheren Risiko von Burnout ausgesetzt sind. Diese Argumente sind ein Indiz dafür, dass die Ursache von Burnout eher innerhalb der Umwelt als der Person zu finden ist.75
Als Auslöser wird allgemein ein anhaltendes Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und den dafür benötigten Ressourcen gesehen. Mit Hinblick auf Lazarus, kann dieses Verhältnis auf die Beziehung zwischen dem Individuum und seiner Umwelt herunter gebrochen werden. Innerhalb der Arbeitswelt hat sich eine Sichtweise durchgesetzt, welche Stressoren im Bezug auf eine Diskrepanz zwischen der Person und ihrem Job als Ursache sieht. Diese Gründe liegen in einer unzureichenden sozialen Unterstützung sowie einem Mangel an Personal und Ausstattung, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.76
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Problematik steigender psychischer Überforderungen in der Arbeitswelt und Zielsetzung der Arbeit.
2. Psychische Belastung und Beanspruchung: Theoretische Herleitung psychischer Beanspruchung anhand des Modells von Rohmert und des Stressmodells von Lazarus.
3. Das Konstrukt Burnout: Detaillierte Darstellung des Burnout-Begriffs nach Maslach, der Dimensionen und moderierender Variablen sowie des Engagements.
4. Die Prävention eines Burnouts: Analyse verschiedener individueller, organisatorischer und kombinatorischer Präventionsmaßnahmen sowie deren Effektivität.
5. Die Theorie der Akzeptanz: Grundlagen der Akzeptanzforschung und Konstruktion eines eigenen Akzeptanzmodells basierend auf dem Technology Acceptance Model (TAM).
6. Empirische Untersuchung der Akzeptanz von Präventionsmaßnahmen gegen Burnout: Durchführung einer empirischen Studie in einem Unternehmen, inklusive Methodik, Ergebnissen und statistischer Auswertung.
7. Zusammenfassung: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und empirischen Ergebnisse zur Prävention von Burnout.
8. Ausblick: Diskussion künftiger Forschungsbedarfe und Handlungsempfehlungen für Unternehmen.
Burnout, psychische Beanspruchung, Prävention, Akzeptanz, Technology Acceptance Model, Stressmodell, Maslach Burnout Inventory, Engagement, Arbeitszufriedenheit, individuelle Maßnahmen, organisatorische Maßnahmen, Arbeitsprozesse, soziale Unterstützung, empirische Studie, Mitarbeiterbefragung.
Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen Burnout im Arbeitskontext und analysiert, welche Rolle die Akzeptanz der Mitarbeiter bei der Einführung präventiver Maßnahmen spielt.
Die Arbeit behandelt psychische Belastung, das Burnout-Konstrukt nach Maslach, verschiedene Präventionsstrategien (individuell, organisatorisch, kombinatorisch) sowie die theoretische Akzeptanzforschung.
Das Ziel ist die Erforschung von Faktoren, die die Akzeptanz präventiver Maßnahmen beeinflussen, und die Entwicklung eines auf dem Technology Acceptance Model (TAM) basierenden Modells zur Evaluation dieser Akzeptanz.
Es werden eine theoretische Literaturanalyse sowie eine empirische Untersuchung in einem mittelständischen Unternehmen mittels Online-Fragebogen durchgeführt, die Daten werden anschließend statistisch ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Stress und Burnout, die detaillierte Vorstellung von Interventionsmöglichkeiten und deren empirische Wirksamkeit, sowie die Modellbildung und empirische Validierung der Akzeptanz.
Burnout, Prävention, Akzeptanz, Maslach Burnout Inventory, Arbeitsbelastung, psychische Beanspruchung, Technology Acceptance Model.
Das Burnout-Level wurde mithilfe des Maslach Burnout Inventory (MBI-GS), einer deutschen Fassung des Inventars, in einer Online-Befragung erhoben.
Als theoretische Basis dient das Technology Acceptance Model (TAM) nach Davis, welches durch soziale Aspekte ergänzt wurde, um die spezifischen Bedingungen der Arbeitswelt besser abzubilden.
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