Bachelorarbeit, 2013
75 Seiten, Note: 1,0
1.Einleitung
2.Bildung und Lernen
2.1.Begriffs- und Zielbestimmung von Bildung und Lernen
2.2.Bildung als Erfolgs- und Risikofaktor
2.3. Ganzheitliche Bildung und der erweiterte Bildungsbegriff
3. Schule
3.1.Auftrag und Ziel der schulischen Bildung
3.2.Besondere Herausforderungen an Schule
3.3.Heterogenität und Inklusion
3.4.Der aktuelle Bildungsdiskurs- Schule und Bildung in der Kritik
4.Schulsozialarbeit
4.1.Rechtsgrundlagen, Grundsätze und Handlungsprinzipien
4.2.Aufgaben und besondere Herausforderungen der Schulsozialarbeit
4.3.Spannungsfeld Schule und Schulsozialarbeit
5. Schulentwicklung in Kooperation mit Schulsozialarbeit
5.1.Prämissen für ein erfolgreiches Lernen
5.2.Etablierung von Bildungs- und Erziehungspartnerschaften
5.3.Bildung von Kommunalen Bildungs- und Erziehungslandschaften
6.Zusammenfassung und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie durch eine innovative und engere Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe beziehungsweise Schulsozialarbeit ein chancengerechteres, ganzheitliches und nachhaltigeres Lernumfeld geschaffen werden kann. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob die Jugendhilfe bei der modernen Schulentwicklung als zentraler Akteur fungieren kann, um Barrieren abzubauen und individuelle Bildungspotenziale besser zu entfalten.
3.3.Heterogenität und Inklusion
Die Wahrnehmung, Anerkennung und Wertschätzung der Heterogenität/ Diversität von Individuen ist eine bedeutende Voraussetzung zur gesellschaftlichen Inklusion. Im Sinn von Inklusion stellt Heterogenität den Normalfall dar.
Inklusion spielt im aktuellen Bildungsdiskurs eine große Rolle, sie wurde auf der UNESCO-Weltkonferenz 1994 zum wichtigsten Ziel der internationalen Bildungspolitik erklärt, dieses Jahr von den Kultusministern zum Bildungsthema des Jahres 2013. Alle Schulträger und Schulen in Deutschland sind aufgefordert, Inklusionsrichtlinien zu erstellen, da die von Deutschland unterzeichnete UN-Konvention insbesondere behinderten Kindern das einklagbare Recht auf eine Regelbeschulung zuspricht. Im Gegensatz zur Integrationspädagogik müssen im Sinn der Inklusionspädagogik die schulischen Rahmenbedingungen an den Bedürfnissen und Besonderheiten der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet werden und nicht umgekehrt (vgl. Burow 2007:209). Inklusion bedeutet aber nicht nur die Teilhabe von Kindern mit Behinderung, sondern auch die Gestaltung von bildungsgerechten Schulen, in der auch alle anderen Benachteiligungen abgebaut werden sollen bzw., im Sinne von Inklusion, erst gar nicht vorhanden sind. Das ist zwar ein schöner Gedanke, aber die Wirklichkeit ist weitaus komplizierter.
Mit dem Inklusionsbegriff wird die gesellschaftliche Integration nicht mehr über die Persönlichkeit des einzelnen Menschen, d. h. über Zugehörigkeiten oder seine Zustimmung zu sozialen Verhaltensmustern bestimmt, sondern über zeitlich begrenzte und wechselnde Teilhabemöglichkeiten an den gesellschaftlichen Funktionsbereichen wie Bildung, Wirtschaft, Politik usw. „Inklusion bezeichnet die Bedeutung von Menschen aus der Perspektive von sozialen Systemen. Organisationen regeln aus ihrer Eigenperspektive, wer Mitglied wird und wer für sie relevant ist“ (Hosemann 2010:33).
1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Kritik am deutschen Schul- und Bildungssystem ein und stellt die Relevanz der Jugendhilfe sowie der Schulsozialarbeit für eine innovative Schulentwicklung dar.
2.Bildung und Lernen: Dieses Kapitel definiert Bildung und Lernen im modernen Kontext, beleuchtet deren Rolle als Erfolgs- und Risikofaktor und führt den Begriff der ganzheitlichen Bildung ein.
3. Schule: Hier werden der Auftrag, die Ziele und die besonderen Herausforderungen der Schule analysiert, wobei ein besonderer Fokus auf Heterogenität und Inklusion sowie dem aktuellen Bildungsdiskurs liegt.
4.Schulsozialarbeit: Dieses Kapitel erläutert die Rechtsgrundlagen, Grundsätze und Aufgaben der Schulsozialarbeit und untersucht das Spannungsfeld zwischen der Institution Schule und der Schulsozialarbeit.
5. Schulentwicklung in Kooperation mit Schulsozialarbeit: Dieser Abschnitt beschreibt praxisnahe Ansätze für eine kooperative Schulentwicklung, inklusive Bildungspartnerschaften und der Bildung kommunaler Erziehungslandschaften.
6.Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Notwendigkeit eines Haltungswechsels hin zu einer subjektorientierten Bildung und fordert eine verstärkte Kooperation aller Akteure für mehr Chancengerechtigkeit.
Bildung, Schule, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, Inklusion, Heterogenität, Schulentwicklung, Chancengerechtigkeit, Lebensweltorientierung, Sozialraumorientierung, Bildungsdiskurs, Bildungslandschaft, Kooperation, Partizipation, Sozialpädagogik
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit einer innovativen Schulentwicklung durch eine engere, gleichberechtigte Kooperation zwischen der Institution Schule und der Schulsozialarbeit/Jugendhilfe.
Die zentralen Themen umfassen das moderne Bildungsverständnis, Inklusion, Lebenswelt- und Sozialraumorientierung sowie die Überwindung des Spannungsfeldes zwischen Schule und Sozialer Arbeit.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie eine Kooperation von Schule und Jugendhilfe dazu beitragen kann, Bildung für alle Kinder chancengerechter und ganzheitlicher zu gestalten.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Reflexion der beruflichen Praxiserfahrungen der Verfasserin als Schulsozialarbeiterin.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Systeme Schule und Schulsozialarbeit, die Darstellung ihrer Differenzen und die Erarbeitung konkreter kooperativer Entwicklungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter sind unter anderem Schulsozialarbeit, Inklusion, Chancengerechtigkeit, Lebensweltorientierung und kommunale Bildungslandschaften.
In der Realität stößt die Umsetzung oft auf strukturelle und personelle Barrieren sowie auf das Problem, dass Lehrkräfte, die in einem auf Selektion ausgerichteten System arbeiten, mit den Anforderungen an individuelle Förderung oft überfordert sind.
Sie fungiert als Vermittlungsinstanz, die Zugangsbarrieren abbaut, indem sie Eltern als Ressourcen für ihre Kinder wertschätzt und versucht, ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Elternhaus und Schule zu etablieren.
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