Masterarbeit, 2012
104 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit den neuen Tendenzen im deutschen Tempussystem. Ziel der Arbeit ist es, die Besonderheiten der Tempusformen in der gegenwärtigen deutschen Sprache vorzustellen und deren Vorkommen in der Sprache zu zeigen und zu begründen. Es wird eine "neue" und oft unbekannte Tempusform „das doppelte Perfekt" beschrieben, die vor allem in der gesprochenen Sprache zu hören ist. Es soll untersucht werden: ob diese Verdoppelung wirklich eine neue Erscheinung ist, in welchem Maße es Belege dazu auch in der Literatur gibt, aus welchen stilistischen und grammatischen Gründen die SprecherInnen und SchreiberInnen diese Form wählen und ob die Tendenz zur Benutzung steigend ist.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung, in der das Thema der Diplomarbeit und die Zielsetzung vorgestellt werden. Im theoretischen Teil wird die diachrone Entwicklung der deutschen Tempora von den Anfängen bis zur Gegenwart beschrieben. Dabei werden die einzelnen Epochen der Sprachgeschichte, die Entwicklung der synthetischen und analytischen Formen sowie die Entstehung und Verbreitung der Randphänomene im deutschen Tempussystem behandelt.
Der praktische Teil der Arbeit befasst sich mit der Vorkommenshäufigkeit der einzelnen Tempora in ausgewählten literarischen Werken aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Außerdem werden die Ergebnisse einer Internet-Recherche zu den behandelten Phänomenen vorgestellt. Die Arbeit schließt mit einem Resümee, in dem die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und die Bedeutung der Ergebnisse für die Forschung und den DaF-Unterricht hervorgehoben werden.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Tempusgebrauch, die Entwicklung des Tempussystems, die Randphänomene im Tempussystem, die tun-Periphrase, den am-Progressiv, das Doppelperfekt, den Präteritumschwund und die regionale Verbreitung sprachlicher Phänomene. Die Arbeit analysiert die neuen Tendenzen im deutschen Tempussystem und untersucht die Ursachen für die Veränderung der Frequenz und Anwendungsmöglichkeiten der einzelnen Tempora.
Es handelt sich um eine Tempusform (z.B. "ich habe es getan gehabt"), die vor allem in der gesprochenen Sprache vorkommt und oft als Randphänomen betrachtet wird.
Dies ist eine Verlaufsform (z.B. "ich bin am Arbeiten"), die eine Tendenz zum analytischen Sprachbau im Deutschen widerspiegelt.
Der oberdeutsche Präteritumschwund ist ein historischer Prozess, der eng mit der Entstehung der doppelten Perfektformen verknüpft ist.
Das Internet beschleunigt die Verbreitung von umgangssprachlichen Tendenzen und Randphänomenen, die in klassischen Grammatiken oft noch nicht kodifiziert sind.
Es ist die Verwendung des Hilfsverbs "tun" zur Umschreibung (z.B. "ich tue singen"), die ebenfalls die Tendenz zum analytischen Satzbau zeigt.
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