Masterarbeit, 2012
104 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
1. EINLEITUNG
2. ABGRENZUNG DES THEMAS
3. THEORETISCHER TEIL
3.1. ENTWICKLUNG DER TEMPORA IN DER DEUTSCHEN SPRACHGESCHICHTE
3.1.1. Die deutschen Tempora im Althochdeutschen
3.1.2. Die deutschen Tempora im Mittelhochdeutschen
3.1.3. Die deutschen Tempora im Frühneuhochdeutschen
3.2. ANALYTISCHE UND SYNTHETISCHE ZEITFORMEN IM GEGENWÄRTIGEN DEUTSCH
3.2.1. Funktionen und Eigenschaften der deutschen Tempora
3.3. RANDPHÄNOMENE IM DEUTSCHEN TEMPUSSYSTEM
3.3.1. Die tun‐Periphrase
3.3.2. Der am‐Progressiv und weitere ähnliche Formen
3.3.3. Anwendungsmöglichkeiten von Futur II
3.3.4. Der (ober)deutsche Präteritumschwund
3.3.5. Die doppelten Perfektformen
3.4. ZUSAMMENFASSUNG DES THEORETISCHEN TEILS
4. PRAKTISCHER TEIL
4.1. VORKOMMENSHÄUFIGKEIT DER DEUTSCHEN TEMPORA IN AUSGEWÄHLTEN LITERARISCHEN WERKEN
4.2. UNTERSUCHUNG DER PHÄNOMENE IM INTERNET
4.2.1. Die tun‐Periphrase und der am‐Progressiv im Internet
4.2.2. Futur II im Internet
4.2.3. Der Präteritumschwund im Internet
4.2.4. Die doppelten Perfektformen im Internet
4.3. ZUSAMMENFASSUNG DES PRAKTISCHEN TEILS
5. RESÜMEE
6. RESUMÉ
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und aktuelle Verwendung neuer Tendenzen im deutschen Tempussystem, insbesondere den Übergang von synthetischen zu analytischen Sprachformen. Dabei wird analysiert, inwieweit Phänomene wie die tun-Periphrase, der am-Progressiv, das doppelte Perfekt und der Präteritumschwund das klassische Sechs-Tempora-System beeinflussen und ob diese Tendenzen in der gesprochenen Sprache sowie in digitalen Medien zunehmend kodifiziert werden.
1. Einleitung
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit den neuen Tendenzen im deutschen Tempussystem.
Die deutschen Tempora sind seit je in einem Entwicklungsprozess, die gegenwärtigen Grammatiken beschäftigen sich aber meistens nur mit dem, was als Norm, Standardsprache gilt und nicht mit den Phänomenen, die zu den sogenannten „Tendenzen“ zu zählen sind. Die Einflüsse der Mundarten, des Lebensstils, des Englischen, der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung haben jedoch die Bereicherung der schriftlichen und mündlichen Sprache zur Folge. In den ersten Kapiteln wird das klassische Sechs-Tempora-System behandelt, wobei die Bedeutungs- und Benutzungsvielfalt näher erklärt werden muss.
Das Ziel dieser Arbeit ist, die Besonderheiten der Tempusformen in der gegenwärtigen deutschen Sprache vorzustellen und deren Vorkommen in der Sprache zu zeigen und zu begründen. Es wird eine "neue“ und oft unbekannte Tempusform „das doppelte Perfekt“ beschrieben, die vor allem in der gesprochenen Sprache zu hören ist. Es soll untersucht werden, ob diese Verdoppelung wirklich eine neue Erscheinung ist, in welchem Maße es Belege dazu auch in der Literatur gibt, aus welchen stilistischen und grammatischen Gründen die SprecherInnen und SchreiberInnen diese Form wählen und ob die Tendenz zur Benutzung steigend ist.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Tempusveränderungen im Deutschen und Definition des Forschungsziels.
2. ABGRENZUNG DES THEMAS: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und der untersuchten Schwerpunkte bei den Tempusphänomenen.
3. THEORETISCHER TEIL: Detaillierte diachrone Analyse der Entwicklung deutscher Zeitformen und ihrer funktionalen Erweiterungen.
4. PRAKTISCHER TEIL: Empirische Untersuchung der Tempushäufigkeit in literarischen Werken und im Internet.
5. RESÜMEE: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung der Hypothese zum Trend analytischer Sprachstrukturen.
6. RESUMÉ: Fremdsprachige (tschechische) Zusammenfassung der Arbeit.
am-Progressiv, tun-Periphrase, Doppelperfekt, Perfekt, Präteritumschwund, Tempussystem, Sprachwandel, synthetische Formen, analytische Formen, Gegenwartssprache, Linguistik, grammatikalische Norm, Sprachgebrauch, Internet-Sprache, Morphologie.
Die Arbeit untersucht neue Tendenzen und Randphänomene innerhalb des deutschen Tempussystems sowie den fortlaufenden Sprachwandel hin zu analytischen Formen.
Im Fokus stehen die tun-Periphrase, der am-Progressiv, Futur II, der Präteritumschwund und das sogenannte doppelte Perfekt.
Es wird untersucht, warum sich diese neuen Tempusformen entwickeln, ob sie als Ersatz für klassische Zeitformen dienen und wie ihr Vorkommen in Belletristik und Internet zu bewerten ist.
Der Autor nutzt einen kombinierten Ansatz aus diachroner Sprachgeschichtsanalyse und synchroner, empirischer Untersuchung durch Auswertung literarischer Texte und Web-Daten (Frequenzanalysen).
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Tempora, die linguistische Einordnung der "Randphänomene" und deren Status in Grammatiken und Internet-Foren.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der am-Progressiv, die tun-Periphrase, das doppelte Perfekt sowie der Präteritumschwund.
Es dient oft als Ersatzform für das Plusquamperfekt oder zur Verstärkung von Vorzeitigkeit und stellt somit eine funktionale Lücke im Standardsystem dar.
Ja, der Autor stellt fest, dass sich analytische Konstruktionen besonders im Süden des deutschen Sprachraums etablieren und von dort aus in den Norden vordringen.
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