Diplomarbeit, 2013
95 Seiten, Note: 1,0
1. Motive
1.1 Anschlussmotiv (Need for Affiliation)
1.2 Leistungsmotiv (Need for Achievement)
1.3 Machtmotiv (Need for Power)
1.3.1 Sozialisiertes Machtmotiv
1.3.2 Personalisiertes Machtmotiv
2. Führungsverhalten - Leadership Behavior
2.1 Laissez-fair-Führung
2.2 Direktive Führung
2.3 Transaktionale Führung
2.4 Transformationale Führung
2.5 Empowering Leadership
3. Zusammenhänge - Führungsverhalten & Motive
4. Fragestellungen und Hypothesen
5. Methoden
5.1 Versuchsteilnehmer und -ablauf
5.2 Beschreibung der Trainingsinterventionen
5.3 Durchführung
5.4 Verwendete Verfahren
5.4.1 Personality Research Form (PRF)
5.4.2 Multifactor Leadership Questionnaire (MLQ)
5.4.3 Empowering Leadership Scale (ELS)
5.4.4 Statistische Analysen zur Datenauswertung
6. Ergebnisse
6.1 T-Test bei gepaarten Stichproben
6.2 Korrelation nach Pearson
7. Zusammenfassung der Ergebnisse
8. Interpretation der Ergebnisse
9. Limitationen und Ausblick
10. Konklusion
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit zweier Leadership-Trainings (Full-Range-Leadership und Superleadership) in Bezug auf drei zentrale Motive (Macht, Leistung, Anschluss) sowie verschiedene Führungsstile. Das primäre Ziel ist die Überprüfung von Trainings-Effekten auf diese Variablen und die Analyse bestehender Zusammenhänge zwischen Motivausprägungen und dem Führungsverhalten.
1.3 Machtmotiv (Need for Power)
Die Menschheit ist schon immer von Macht fasziniert gewesen. Das Machtmotiv beschreibt das Bestreben, Einfluss auf andere Menschen, deren Gedanken, Emotionen und Verhalten auszuüben, um sich selbst stark und wirksam zu fühlen (Winter 1992). Selbst bei Schimpansen spielt Macht und Dominanz eine zentrale Rolle und laut Schmalt und Heckhausen (2010) scheint es ohne unterscheidbare Verteilung von Macht kein funktionierendes Sozialgebilde zu geben, das über längere Zeit lebensfähig wäre. Die Möglichkeiten der Einflussnahme sind geprägt von einem bewussten Abwägen von Kosten-Nutzen-Relationen und von unbewusster Demonstration von Macht durch Mimik und Gestik.
McClelland (1975) sieht in der Kontrolle über eine andere Person und der Stärke, die man dabei erlebt, das grundlegende Bedürfnis eines machtmotivierten Menschen. Allerdings ist allein das Gefühl Macht zu besitzen, das Gefühl sich stark zu fühlen wichtiger als andere zu beeinflussen. Einfluss auf andere auszuüben ist nur eine von vielen Möglichkeiten diesem Bedürfnis, sich stark zu fühlen, nachzukommen. Befriedigung des Machtmotivs kann bereits durch den Besitz von begehrten Machtquellen wie Status, Prestige, Besitz und Führungsposition erreicht werden. Nach Veroff (1957) spielt nicht nur die Aufrechterhaltung und Erwerb von Machtquellen eine Rolle, sondern auch die Angst vor Verlust der Machtquellen, also der eigenen Machtlosigkeit und Angst, Macht durch andere zu erfahren.
1. Motive: Einführung in die Motivationspsychologie mit Fokus auf die drei Grundmotive Macht, Leistung und Anschluss sowie deren Messmöglichkeiten.
2. Führungsverhalten - Leadership Behavior: Darstellung relevanter Führungsmodelle, unterteilt in die "heroische" Phase (Full-Range-Leadership) und die "postheroische" Phase (Empowering Leadership).
3. Zusammenhänge - Führungsverhalten & Motive: Theoretische Verknüpfung der Motive mit den verschiedenen Stilen, um zu zeigen, wie eine ideale Führungspersönlichkeit agiert.
4. Fragestellungen und Hypothesen: Herleitung der wissenschaftlichen Vermutungen basierend auf der Literatur, insbesondere hinsichtlich der Wirksamkeit von Trainings auf Motive und Führungsstile.
5. Methoden: Detaillierte Beschreibung der Stichprobe, der durchgeführten Trainingsinterventionen und der eingesetzten psychologischen Testverfahren (PRF, MLQ, ELS).
6. Ergebnisse: Darstellung der statistischen Analysen mittels T-Tests und Korrelationsrechnungen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
7. Zusammenfassung der Ergebnisse: Kompakte Wiederholung der statistischen Befunde zur Wirksamkeit der Trainings und zur Korrelation zwischen Machtmotiv und Führung.
8. Interpretation der Ergebnisse: Wissenschaftliche Einordnung der Befunde in den bestehenden Forschungskontext und Erörterung der kausalen Zusammenhänge.
9. Limitationen und Ausblick: Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise und Anregungen für zukünftige Forschungsansätze.
10. Konklusion: Abschließendes Fazit, das die Stabilität von Motiven betont und die Bedeutung von Führungstrainings für die Entwicklung effektiver Führungskräfte hervorhebt.
Machtmotiv, Leistungsmotiv, Anschlussmotiv, Laissez-faire Führung, Transaktionale Führung, Transformationale Führung, Direktive Führung, Empowering Leadership, Führungstraining, Selbstbild, Persönlichkeitsentwicklung, Motivation, Führungskompetenz, Sozialisiertes Machtmotiv, Personalisiertes Machtmotiv.
Die Diplomarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen psychologischen Motiven und verschiedenen Führungsstilen sowie die Effektivität von Führungstrainings bei Studierenden.
Die zentralen Felder sind die Motivationsforschung (Macht, Leistung, Anschluss) und die moderne Führungsforschung (Full-Range-Leadership-Modell und Superleadership).
Ziel ist es zu ermitteln, ob durch gezielte Trainingsinterventionen die Ausprägung von Motiven sowie die Kompetenz in verschiedenen Führungsstilen bei den Probanden gesteigert werden kann.
Es handelt sich um eine experimentelle Studie mit einer Stichprobe von 72 Psychologiestudenten. Zur Datenerhebung wurden validierte Fragebögen (PRF, MLQ, ELS) verwendet und mittels SPSS statistisch ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Motiven und Führungsstilen, die Beschreibung des empirischen Untersuchungsdesigns, die statistische Ergebnisauswertung sowie die Diskussion der Resultate.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Machtmotiv, Transformationale Führung, Empowering Leadership und Führungstraining definieren.
Das Machtmotiv ist laut McClelland entscheidend für effektive Führung, wobei zwischen einer sozialisierten Form (zum Wohle der Organisation) und einer personalisierten Form (egoistisch) unterschieden wird.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Führung durch gezielte Trainings, insbesondere durch Elemente von Self-Leadership und transformationaler Führung, entwicklungsfähig ist und Motive positiv beeinflusst werden können.
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