Bachelorarbeit, 2013
61 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Demografischer Wandel
3 Verhalten älterer Konsumenten
3.1 Kaufkraft
3.2 Einflussfaktoren auf das Konsumverhalten von Senioren
3.2.1 Altern aus biologischer Sicht
3.2.2 Altern aus psychologischer Sicht
3.2.3 Altern aus soziologischer Sicht
3.3 Informationsverhalten
4 Mögliche Reaktionen des Lebensmitteleinzelhandels
4.1 Strategien
4.1.1 Marketing für Senioren
4.1.2 Integrationsmarketing
4.2 Marketingpolitische Instrumente
4.2.1 Ladengestaltung und Warenpräsentation
4.2.2 Preis- und Produktpolitik
4.2.3 Kommunikationspolitik
4.2.4 Sortimentspolitik
4.2.5 Personalpolitik
4.2.6 Standortpolitik
5 Nahversorgung mit Lebensmitteln
5.1 Entwicklungen im Lebensmitteleinzelhandel
5.2 Problemdefinition
5.3 Lösungsansätze
5.3.1 Freunde und Verwandte
5.3.2 Internet und Lieferservice
5.3.3 Einkaufsservice
5.3.4 Ambulanter Handel
5.3.5 Tante-Emma-Läden durch Franchising
6 Fazit
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den deutschen Lebensmitteleinzelhandel und untersucht, wie Unternehmen durch angepasste Strategien und operative Maßnahmen auf die Bedürfnisse der Generation 50plus reagieren können, um die Nahversorgung langfristig zu sichern.
3.2.1 Altern aus biologischer Sicht
Nachstehend werden nun typische physische Erscheinungen des fortschreitenden Alters aufgeführt und kurz erläutert, wobei in Kapitel 4 ausführlicher auf das daraus resultierende Einkaufsverhalten bzw. die Anforderungen an das Marketing eingegangen wird.
Zunächst einmal sind Veränderungen des äußeren Erscheinungsbildes, wie Haarausfall, Ergrauen der Haare, Bildung von Falten und Pigmentflecken auf der Haut offensichtlich. Es gibt aber auch einige, die nicht sofort ersichtlich sind. Hierzu zählen zum Beispiel alle Sinnesorgane, die sich individuell mit zunehmendem Alter verschlechtern.
Bezüglich des Sehens ist festzuhalten, dass die Sehschärfe um bis zu 80 % nachlässt. Auch die Pupille selbst unterliegt Veränderungen. Sie ist bei 80-Jährigen nur noch halb so groß wie bei 60 Jahre jüngeren Menschen. Das Erkennen von Farben lässt im Laufe der Zeit nach, die Linse wird gelblich und trüb. Ab ca. 55 Jahren verengt sich das Blickfeld, man sieht nur noch einen kleineren Winkel. Des Weiteren nimmt die Anpassung der Augen von hell auf dunkel, und umgekehrt, stark ab.
Eine weitere altersbedingte Veränderung lässt sich hinsichtlich des Hörens feststellen. Das Hörvermögen im Allgemeinen, als auch das hoher Töne nimmt ab, d. h. Töne müssen lauter und dürfen nicht zu hoch sein, um von den betreffenden Personen wahrgenommen und verstanden werden zu können. Außerdem lässt die Geschwindigkeit, das Gehörte zu verarbeiten, nach.
Auch die Intensität des Schmeckens und Riechens wandelt sich. Die Zahl der Geschmacksknospen nimmt ab.
Betrachtet man Motorik und Kraft von älteren Personen, so ist festzuhalten, dass unter anderem die Skelettmuskulatur sowie die Gelenkbeweglichkeit abnehmen. Dies hat zunehmende Versteifung und insgesamt geringere Beweglichkeit und Kraft zur Folge.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des demografischen Wandels für den Lebensmitteleinzelhandel ein und definiert die Zielgruppe der Generation 50plus für die vorliegende Arbeit.
2 Demografischer Wandel: Das Kapitel beschreibt die Ursachen der alternden Gesellschaft, wie sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung, sowie deren Auswirkungen auf zentrale gesellschaftliche Bereiche.
3 Verhalten älterer Konsumenten: Es wird analysiert, wie sich ältere Menschen in Bezug auf Kaufkraft, biologische, psychologische und soziologische Aspekte sowie ihr Informationsverhalten differenziert verhalten.
4 Mögliche Reaktionen des Lebensmitteleinzelhandels: Hier werden strategische und operative Anpassungen im Marketing-Mix sowie spezifische Maßnahmen wie der „Supermarkt der Generationen“ vorgestellt.
5 Nahversorgung mit Lebensmitteln: Dieses Kapitel thematisiert die Problematik der schwindenden Nahversorgung in ländlichen Gebieten und bewertet verschiedene Lösungsansätze wie Lieferservices und neue Ladenkonzepte.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont die zukünftige Bedeutung der Generation 50plus für den Handel.
Demografischer Wandel, Generation 50plus, Lebensmitteleinzelhandel, Nahversorgung, Seniorenmarketing, Konsumverhalten, Integrationsmarketing, Marketing-Mix, Ladengestaltung, Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Standortpolitik, Tante-Emma-Laden, Franchising, Kaufkraft.
Die Bachelorarbeit untersucht die Herausforderungen, die der demografische Wandel für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel mit sich bringt, und entwickelt Ansätze, um diese Kundengruppe gezielt anzusprechen und zu binden.
Die Arbeit behandelt die sozio-ökonomischen Hintergründe des Alterns, die spezifischen Bedürfnisse der Generation 50plus im Supermarkt sowie Möglichkeiten zur Sicherung der Nahversorgung.
Ziel ist es, Strategien und operative Maßnahmen für den Lebensmitteleinzelhandel aufzuzeigen, um den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht zu werden und die Nahversorgung, insbesondere im ländlichen Raum, zu verbessern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Studien und Statistiken (z.B. GfK, Allensbach, BAGSO), um die Bedürfnisse und das Verhalten der Senioren fundiert darzulegen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Konsumentenmerkmale, die Ableitung von Marketingstrategien und Instrumenten (Marketing-Mix) sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Nahversorgungsproblemen und deren Lösungsansätzen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Demografischer Wandel, Generation 50plus, Lebensmitteleinzelhandel, Nahversorgung, Seniorenmarketing und Konsumentenverhalten geprägt.
Das Integrationsmarketing zielt darauf ab, Angebote für Senioren zu modifizieren, ohne sie explizit als Produkte für Ältere zu kennzeichnen, um die Akzeptanz bei allen Altersgruppen zu wahren.
Da Senioren oft in ihrem Wohnumfeld auf eine gute Erreichbarkeit angewiesen sind, stellt der Wegzug von Geschäften aus der Innenstadt und ländlichen Regionen („grüne Wiese“) ein Kernproblem für ihre Versorgung dar.
Es dient als Lösungsansatz, um durch organisatorisch verbundene Kleinbetriebe die flächendeckende Nahversorgung in kleineren Gemeinden zu sichern und gleichzeitig durch persönliche Bindung Senioren zu unterstützen.
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