Magisterarbeit, 2010
98 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Forschungsstand
2 Der Spitzensport und seine Zuschauer
3 Funktionen des Sportsystems Spitzensport
3.1 Codierung und Ausdifferenzierung
3.2 Inklusion des Sportzuschauers
3.3 Kommunikation
3.4 Die Rolle des Publikums
4 Personalisierung durch die Medien
5 Heldenverehrung
5.1 Das Heldensystem
5.2 Heldentypen
6 Der Fan
6.1 Fanbegriff nach Fiske und Göttlich
6.2 Fanbegriff nach Roose und Schäfer
6.3 Fanforschung
6.4 Fans und Medien
6.5 Fans und Emotionen
6.6 Fans und Sozialisation
6.7 Fanidentität und Fangemeinschaft
6.8 Vorstellung des Michael-Schumacher-Fanclubs: Die „Rotkäppchen“ e.V.
7 Zielsetzungen der Magisterarbeit
7.1 Weite Zielsetzung
7.2 Enge Zielsetzung
8. Methode der soziologischen Studie
8.1 Wahl der Untersuchungsmethode und Beschreibung des Fragebogens
8.2 Pretest
8.3 Durchführung der Befragung
8.4 Stichprobenbeschreibung
8.5 Methodik der Datenauswertung
9. Ergebnisse
9.1 Fragebogen Teil A: Demografische Daten
9.2 Fragebogen Teil B: Fragen über Michael Schumacher
9.3 Fragebogen Teil C: Fragen über den Fanclub
10. Diskussion und Ausblick
10.1 Diskussion
10.2 Ausblick
11. Zusammenfassung
Diese Arbeit analysiert soziologisch das Phänomen „Fan“ am Beispiel des Michael-Schumacher-Fanclubs. Ziel ist es, die Motive für die Fanwerdung und das Fandasein sowie den Einfluss des Fanlebens auf das Individuum im Kontext von Spitzensport und medialer Personalisierung zu untersuchen.
4 Personalisierung durch die Medien
Im Folgenden werden die sozialen Tatbestände und Probleme der Personalisierung durch die Medien untersucht. Eine große Attraktivität gewann der Sport in den letzten 150 Jahren, weil er den problematischen Konsequenzen gesellschaftlicher Modernisierung und Technisierung etwas körperlich konkretes und sinnlich nachvollziehbares entgegensetzte. Gegen die Abstraktion der heutigen Welt bringt der Sport reale Personen ins Spiel, hierbei steht der Faktor Mensch im Zentrum des Geschehens. Wichtiger ist jedoch, dass dabei Menschen in öffentlich beobachtbaren Situationen sozial sichtbar gemacht werden (vgl. Bette/Schimank, 2006, S.22). Eine bestimmte Anzahl von Rennfahrern z.B., treten in einem fixierten kurzen Zeitraum an einem überschaubaren Ort gegeneinander an, um in einem ergebnisoffenen Konflikt die Entscheidung zwischen Sieg und Niederlage herbeizuführen.
Die hierbei erbrachten Leistungen werden einzelnen Personen zugeschrieben und durch Platzierungen belohnt. Dadurch wird sowohl den Athleten als auch dem Sportpublikum gezeigt, dass der einzelne Mensch noch in der Lage ist, im richtigen Moment den alles entscheidenden Unterschied zu machen. Den negativen Erfahrungen von Einzelpersonen in der heutigen Organisationsgesellschaft setzt der Sport die Autonomie des Subjekts durch Leistungsindividualismus entgegen. Gewinnt bspw. Michael Schumacher ein Rennen steht er auf dem Podest, er ist der personalisierte Held der Medien, dass der Sieg ohne ein ganzes Team unrealisiert bliebe wird oft nicht erwähnt. Auch dort wo Mannschaftsleistungen im Vordergrund stehen, etwa beim American Football wird jeder Touchdown penibel von den Medien festgehalten und entsprechend personalisiert, um das Publikum ebenfalls später an diese Einzelleistungen zu erinnern.
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und des Vorhabens, das Phänomen Fan soziologisch zu erhellen.
2 Der Spitzensport und seine Zuschauer: Untersuchung der Attraktivität des Spitzensports für das Publikum und dessen Bedeutung für die Finanzierung.
3 Funktionen des Sportsystems Spitzensport: Analyse der internen Regeln und Funktionsweisen des Sportsystems sowie dessen Abhängigkeit von der Kommunikation.
4 Personalisierung durch die Medien: Erläuterung, wie Medien durch Personalisierung und Heldeninszenierung Aufmerksamkeit generieren.
5 Heldenverehrung: Untersuchung der Mechanismen hinter der Heldenproduktion im Sport und der Bedeutung von Sporthelden als Identifikationsgrößen.
6 Der Fan: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Fanbegriff und der Fan-Soziologie.
7 Zielsetzungen der Magisterarbeit: Definition der weiten und engen Ziele der Studie sowie deren Begründung.
8. Methode der soziologischen Studie: Beschreibung des Forschungsdesigns, des Fragebogens und der Durchführung der Befragung im Fanclub.
9. Ergebnisse: Darstellung der deskriptiven Statistik und der erhobenen Daten.
10. Diskussion und Ausblick: Interpretation der Ergebnisse und Aufzeigen von Ansätzen für zukünftige Forschung.
11. Zusammenfassung: Kurze Zusammenfassung der gesamten Arbeit.
Michael Schumacher, Fanclub, Sportsoziologie, Spitzensport, Medien, Personalisierung, Heldenverehrung, Fan-Identität, Fangemeinschaft, Systemtheorie, Identifikation, Fanforschung, Soziale Gruppe, Motorsport, Motivation
Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Analyse von Fans, insbesondere der Mitglieder eines Michael-Schumacher-Fanclubs, und deren Beweggründen sowie dem Leben als Fan.
Die zentralen Themen sind das Sportsystem als Ganzes, die Rolle der Massenmedien bei der Personalisierung von Sportlern, die Heldenverehrung im Spitzensport und die soziologische Definition des „Fans“.
Das primäre Ziel ist es, die Motive für die Fanwerdung und das Fandasein zu erhellen, den Fan als eigene Sozialfigur zu verstehen und den Einfluss des Fanlebens auf das Individuum zu untersuchen.
Der Autor führt eine eigene empirische, soziologische Untersuchung durch, bei der ein standardisierter Fragebogen an die Mitglieder des Michael-Schumacher-Fanclubs ausgegeben wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen des Sportsystems, der Medienwirkung und des Fandoms sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten des Fragebogens.
Michael Schumacher, Fanclub, Sportsoziologie, Heldenverehrung, Personalisierung, Medien, Identität und Fangemeinschaft.
Er dient als konkretes Fallbeispiel für ein „Fanobjekt“, anhand dessen die Mechanismen der Medienberichterstattung, der Heldenverehrung und der Fanbindung konkret untersucht und analysiert werden.
Die Studie zeigt, dass die Fanclub-Mitglieder sehr stark an das Fanobjekt gebunden sind; das Comeback führte zu einem deutlichen Anstieg der zuvor rückläufigen Mitgliederzahlen.
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