Masterarbeit, 2013
101 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
2 Der Sport - Im Wandel der Zeit
3 Begriffsklärung der Wagnisbereitschaft
4 Einflüsse auf die Wagnisbereitschaft
4.1 Pubertät
4.1.1 Physiologische Veränderungen
4.2 Sozial-gesellschaftliche Rahmenbedingung
4.3 Psychologische Rahmenbedingung
5 Entwicklungsphysiologische und entwicklungssoziologische Auswirkungen von Wagnissen
6 Flow-Modell als pädagogische Wagnisgestaltung
7 Datenerhebung – empirischer Teil
7.1 Überlegungen zur Datenerhebung
7.2 Durchführung der Datenerhebung
7.3 Überlegungen zur Datenauswertung
7.4 Methodenkritische Reflexion
8 Datenauswertung
8.1 Darstellung der Ergebnisse
8.1.1 Aussagen zur Kategorie Mutproben
8.1.2 Aussagen zur Kategorie Emotionen
8.1.3 Aussagen zur Kategorie Anerkennung der Gruppe
8.1.4 Aussagen zur Kategorie Gruppendynamik
8.1.5 Aussagen zur Kategorie Abschätzung von Bewegungserfahrungen
8.1.6 Aussagen zur Kategorie Sicherheitsaspekt
8.1.7 Aussagen zur Kategorie Gender
8.1.8 Aussagen zur Kategorie Wandel des Sportunterrichts
9 Diskussion der Ergebnisse
10 Wagniserziehung im Rahmen des Schulsports
11 Fazit
12 Literaturangaben
12.1 Bücher
12.2 Internetquellen
Die Arbeit untersucht die Wagnisbereitschaft pubertierender Jugendlicher im schulischen Sportunterricht. Das primäre Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die Jugendliche zum Eingehen von Wagnissen bewegen, und zu klären, wie sich diese Bereitschaft im Sport äußert, um daraus Empfehlungen für eine didaktische Wagniserziehung abzuleiten.
8.1.2 Aussagen zur Kategorie Emotionen
Michel: Mhmm zum Beispiel, wenn man jetzt Parcours macht, würde das auf jeden Fall Spaß machen, wenn man jetzt zum Beispiel von etwas höheren Gegenständen darum läuft, zum Beispiel bei der Grundschule, da haben wir so Dächer, da kann man draufklettern und ja da sind wir immer rumgelaufen und das hat halt Spaß gemacht ja und man hat einfach mal so abgeschaltet von den ganzen anderen Sachen, die man gemacht hat.
Die Frage, was er bei sportlichen Bewegungen empfindet, verbindet er mit der Sportart Parcours und beschreibt die Bewegungsausführen mit dem Gefühl Spaß. Er verweist darauf, dass er auf hohen Gegenständen an öffentlichen Plätzen sein Können erprobt und dieses mit positiven Gefühlen verbindet und somit Spaß an den Bewegungen hat.
Des Weiteren kann man aus diesem Zitat erkennen, dass er diese Bewegungen nicht alleine ausführt, denn es wird ersichtlich, dass er in dem Beispiel eine Gruppe anspricht, mit der er die Bewegungen versucht gemeinsam zu vollziehen. Hinzu kommt, dass er womöglich diese Bewegungen als eine Art Ausgleich zum auftretenden Stress im Alltag empfindet, er erwähnt, dass er während der Bewegung einfach mal abschalten kann.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage zur Wagnisbereitschaft bei pubertierenden Jugendlichen im Sport.
2 Der Sport - Im Wandel der Zeit: Betrachtung der gesellschaftlichen Entwicklung hin zur Erlebnissuche und Wagnissportarten.
3 Begriffsklärung der Wagnisbereitschaft: Theoretische Definition des Wagnisbegriffs im Kontext des Schulsports.
4 Einflüsse auf die Wagnisbereitschaft: Analyse von körperlichen (Pubertät), psychologischen und gesellschaftlichen Faktoren.
5 Entwicklungsphysiologische und entwicklungssoziologische Auswirkungen von Wagnissen: Untersuchung der entwicklungsfördernden Effekte von Wagnissituationen.
6 Flow-Modell als pädagogische Wagnisgestaltung: Darstellung des Flow-Modells zur Vermeidung von Unter- und Überforderung.
7 Datenerhebung – empirischer Teil: Erläuterung des methodischen Vorgehens mittels teilnehmender Beobachtung und Leitfadeninterviews.
8 Datenauswertung: Ausführliche Analyse der Interviewergebnisse unterteilt in verschiedene Kategorien wie Mutproben, Emotionen und Gender.
9 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Gegenüberstellung der gewonnenen Erkenntnisse mit der Fachliteratur.
10 Wagniserziehung im Rahmen des Schulsports: Didaktische Ansätze zur Integration von Wagnissen in den Sportunterricht.
11 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung der Wagniserziehung.
Wagnisbereitschaft, Sportunterricht, Pubertät, Schulsport, Risikoverhalten, Flow-Modell, Grounded Theory, Grenzerfahrungen, Gruppendynamik, Sensation Seeking, Sicherheitserziehung, Adoleszenz, Sportpädagogik, Körpererfahrung, Bewegungsdrang.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren pubertierende Schüler dazu motivieren, sportliche Wagnisse einzugehen, und wie dieser Prozess pädagogisch im Sportunterricht begleitet werden kann.
Zentrale Aspekte sind das Risikoverhalten während der Pubertät, der Einfluss der Gruppendynamik auf das sportliche Handeln sowie die pädagogische Gestaltung von wagnisreichen Unterrichtsinhalten.
Die Arbeit geht der Frage nach, welche Faktoren beim Eingehen von sportlichen Wagnissen eine Rolle spielen und wie sich die Wagnisbereitschaft von Jugendlichen im Sport beschreiben lässt.
Der Autor nutzt einen qualitativen Ansatz, bestehend aus teilnehmender Beobachtung und Leitfadeninterviews, deren Auswertung mittels der Grounded Theory erfolgt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung in das Thema Wagnis, eine Analyse der Einflüsse durch Pubertät und Gesellschaft sowie eine detaillierte Auswertung der empirisch erhobenen Interviewdaten.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wagnisbereitschaft, Pubertät, Schulsport, Grenzerfahrungen, Sicherheitserziehung und Gruppendynamik.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Jungen eine höhere Wagnisbereitschaft zeigen, was oft auf den Wunsch nach Selbstdarstellung in der Gruppe zurückgeführt wird, während Mädchen tendenziell vorsichtiger agieren.
Die Gruppe fungiert als wichtiger Verstärker oder Hemmschuh; soziale Anerkennung und der Wunsch nach "Coolness" treiben Jugendliche zu Wagnissen an, während Gruppendruck auch Ängste auslösen kann.
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