Diplomarbeit, 2003
84 Seiten, Note: sehr gut
Vorwort
1 Einführung
2 Die Geschichte der digitalen Effekte
3 Berufe der digitalen Effekte
3.1 Der Visual Effects Supervisor
3.2 Der Visual Effects Produzent
3.3 Der Digital Artist
3.4 Die Berufe der Spezial Effekte
4 Herstellung der visuellen Effekte
4.1 Visuelle Effekte in der Vorplanung
4.1.1 Designentwürfe
4.1.2 Storybords
4.1.3 Animatics
4.2 Visuelle Effekte am Filmset
4.2.1 Der Bluescreen (oder Greenscreen)
4.2.2 Die Motion Control
4.2.3 Das Motion Tracking
4.2.4 Das Motion Capture Verfahren
4.2.5 Der Chromball und der Grauball
4.3 Visuelle Effekte in der Postproduktion
4.3.1 Die Digitalisierung des Filmes
4.3.2 Der Schnitt
4.3.3 Die Bearbeitung der digitalen Effekte
4.3.4 Die Farbkorrektur
4.3.5 Die Hard- und Software
5 Die Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung
5.1 Das Compositing
5.2 Zweidimensionale Computer Graphics
5.2.1 Painting
5.2.2 Image Compositing
5.2.3 Image Processing
5.2.4 Tracking/Stabalizing
5.3 Dreidimensionale Computer Graphics
5.3.1 Modeling,Texturing, Animation, Rendering
6 Digitale Effekte im Spielfilm „Der Teufel von Rudow“
6.1 Die technischen Vorbereitungen
6.1.1 Seitenformat
6.1.2 Auflösung
6.1.3 Einzelbilder
6.1.4 Farbe
6.2 Die Geschichte „Der Teufel von Rudow“
6.3 Die Technik und die Arbeitsweise
6.3.1 Eine Amerikanische Nacht
6.3.2 Hand mit Herz
6.3.3 Müslipackung
6.3.4 Keine Hochhäuser
6.3.5 Fernglas
6.3.6 Ein Loch in der Hand
6.3.7 Blutspritzer
6.3.8 Das nachträgliche Hinzufügen von Wolken
6.3.9 Kopfspalteffekt
6.3.10 Farbkorrektur
7 Schlusswort
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung und Realisierung digitaler visueller Effekte im Spielfilm, wobei das Hauptaugenmerk auf der praktischen Umsetzung bei begrenzten finanziellen und technischen Mitteln liegt. Ziel ist es, ein Verständnis für die technischen Möglichkeiten und die professionellen Arbeitsabläufe bei der Erstellung von Digitaleffekten zu vermitteln.
6.3.2 Hand mit Herz
Bei dieser Effekteinstellung hält eine Hand ein frisch herausgerissenes Herz vor dem Mond. Hier handelt es sich um ein Spezial Make-up-Effekt und einem digitalen Trick. Das Herz ist eine reale Immitation, ein Rinderherz aus dem Fleischergeschäft. Die Hand hält das Herz vor einem grünen Hintergrund. Das Mondhintergrundbild ist ebenfalls eine reale Aufnahme, die aber zu einem anderen Zeitpunkt erfolgte
Der Dreh: Beim Dreh der Hand vor grüner Pappe wurde bewusst die Kamera veritikal zur Hand gehalten. Damit sollte die größere vertikale Bildfläche ausgenutzt werden.
Die Postproduktion: Beide Aufnahmen wurden mit dem Ultimatte Keyer in After Effekts zusammengefügt. Ein Problem bereitete das Keyen mit den in After Effekts verfügbaren Keyern, da hier besonders starke Treppeneffekte aufgrund der Farbtiefe von DV (4:2:0) zu sehen waren. Für bessere Ergebnisse sorgte der Ultimatte Keyer. Mit einer speziellen Funktion lassen sich die Ränder weicher machen. Der Treppeneffekt wird damit verringert.
Die Hand wurde im Green- und nicht im Bluescreenverfahren aufgenommen, weil von rechts ein blaues Mondlicht auf die Handseitenfläche fällt. Beim Keyen der blauen Farbe hätte es Konflikte mit dem Blau auf der Hand gegeben.
1 Einführung: Definiert digitale visuelle Effekte als Teilbereich der visuellen Effekte und grenzt sie von physischen Spezialeffekten ab.
2 Die Geschichte der digitalen Effekte: Zeichnet den technologischen Fortschritt von den 70er Jahren bis zur heutigen computergestützten Filmproduktion nach.
3 Berufe der digitalen Effekte: Beschreibt die Rollen von Visual Effects Supervisor, Produzent und Digital Artist sowie deren Aufgaben in verschiedenen Produktionsphasen.
4 Herstellung der visuellen Effekte: Erläutert den Prozess von der Vorplanung über das Set bis hin zur Postproduktion und den notwendigen Hard- und Software-Tools.
5 Die Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung: Detailliert die Techniken wie Compositing, Keying, Tracking und 3D-Computeranimation.
6 Digitale Effekte im Spielfilm „Der Teufel von Rudow“: Dokumentiert die konkrete technische Umsetzung verschiedener Effekte in einem Low-Budget-Spielfilm.
7 Schlusswort: Reflektiert den aktuellen Stand und die Zukunft von digitalen Effekten im Hinblick auf Realismus und Erzählkunst.
Digitale Effekte, Visual Effects, Compositing, Keying, Motion Tracking, Postproduktion, Filmherstellung, 3D-Animation, Spezialeffekte, Digitale Bildbearbeitung, Filmtechnik, Bluebox, Greenscreen, Mattepainting, Kamerafahrt
Die Arbeit behandelt die Integration und technische Umsetzung digitaler visueller Effekte in der Filmproduktion.
Zu den Schwerpunkten gehören die Geschichte der Tricktechnik, Berufsbilder in der VFX-Branche, Produktionsabläufe und die Grundlagen digitaler Bildbearbeitung.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Arbeit mit digitalen Effekten zu wecken und zu zeigen, dass auch mit einfacher technischer Ausrüstung kreative Effekte umsetzbar sind.
Die Arbeit ist eine praxisorientierte Dokumentation und Analyse, die theoretische Grundlagen mit einem konkreten Anwendungsbeispiel verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in VFX-Techniken und einen detaillierten technischen Bericht über die Anwendung dieser Techniken im Spielfilm „Der Teufel von Rudow“.
Zentrale Begriffe sind Digitale Effekte, Compositing, Postproduktion, Keying und Motion Tracking.
Die Arbeit beschreibt, dass die Farbdarstellung bei DV problematisch für Standard-Keyer war, weshalb für saubere Ergebnisse spezialisierte Werkzeuge wie der Ultimatte Keyer eingesetzt wurden.
Aufgrund finanzieller und zeitlicher Limitierungen entschied man sich für eine Silhouette aus grüner Pappe, da die verfügbaren Make-up-Farben nicht den gewünschten Effekt erzielten.
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