Examensarbeit, 2013
30 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Systematisierung von Sportspielen
3 Grundlagen der Sportspielvermittlung
3.1 Ziele und methodische Grundauffassungen der Sportspielvermittlung
3.2 Sportdidaktische Konzeptionen zur Vermittlung von Sportspielen
3.2.1 Sportspielspezifische Konzepte
3.2.2 Sportspielübergreifende (integrative) Konzepte
4 Bedeutung des Sportunterrichts (unter besonderer Berücksichtigung von Zielschussspielen) an BBS
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern verschiedene Konzepte der Sportspielvermittlung mit den curricularen Ordnungsmitteln an berufsbildenden Schulen (BBS) kompatibel sind, um Lehrkräften im Vorbereitungsdienst eine fundierte Orientierung bei der Unterrichtsgestaltung zu bieten.
3.2.1 Sportspielspezifische Konzepte
Ausgehend von sportspielspezifischen Konzepten hat Schaller 1978 erstmalig versucht das bis dahin erstellte Gedankengut zur Sportspielvermittlung zu systematisieren, indem er die Gesamtkonzeptionen auf verschiedenen Ebenen betrachtet und diese, zunächst in „elementenhaft-synthetische“ und „ganzheitlich-analytische“ Konzeptionen eingeteilt hat (Schaller 1978, S. 33 f.). Hierbei folgen elementenhaft-synthetische Konzeptionen dem Leitspruch „um ein Spiel umsetzen zu können, müssen die wichtigsten Grundfertigkeiten beherrscht werden“.
Das heißt, dass technische oder taktische Elemente dem eigentlichen Zielspiel entnommen werden (Elementenhaftigkeit durch Zergliederung) und den Schülern in isolierten, gezielt aufeinander aufbauenden Übungen (Synthese durch Teilschrittigkeit) beigebracht werden. Dies geschieht unter Zuhilfenahme der methodischen Grundprinzipien „vom Leichten zum Schweren“, „vom Bekannten zum Unbekannten“ und „vom Einfachen zum Komplexen“. Der populärste Vertreter dieser Art, die „Technik-Taktik-Methode“, vereint die Zergliederung der Sportspielelemente mit dem Lehren von Teilschritten.
Zunächst werden einzelne Techniken isoliert mittels aufeinander aufbauenden Übungsreihen geübt. Ist eine gewisse Sicherheit bei den Techniken beobachtbar, werden Komplexübungen durchgeführt, die mehrere technische Grundfertigkeiten miteinander verbinden. Zuletzt werden ganze Spielphasen geübt, die zum einen die Vorübungen aufgreifen und zum anderen die Schüler auf das eigentliche Zielspiel mit seinem Regelwerk vorbereiten sollen (Söll 1996, S. 239 f.). Diese Vorgehensweise war lange Zeit führend in der Sportspielvermittlung (Graca und Mesquita 2002, zitiert nach Lopes 2011, S. 95).
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Problem der Sportspielvermittlung an berufsbildenden Schulen und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich der Vereinbarkeit von Vermittlungskonzepten und curricularen Vorgaben ab.
2 Systematisierung von Sportspielen: Dieses Kapitel ordnet Sportspiele in den sportwissenschaftlichen Kontext ein und definiert die spezifischen Merkmale von Zielschussspielen.
3 Grundlagen der Sportspielvermittlung: Hier werden die theoretischen Ziele der Spielfähigkeit sowie die verschiedenen didaktischen Ansätze (spielspezifisch vs. spielübergreifend) dargelegt.
4 Bedeutung des Sportunterrichts (unter besonderer Berücksichtigung von Zielschussspielen) an BBS: Das Kapitel analysiert die komplexen schulformspezifischen Rahmenbedingungen der berufsbildenden Schulen und deren Vorgaben für den Sportunterricht.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet, welche didaktischen Ansätze sich am besten für die praktische Anwendung an den verschiedenen Schulformen der BBS eignen.
Sportspielvermittlung, Zielschussspiele, Spielfähigkeit, Sportunterricht, Berufsbildende Schulen, Technik-Taktik-Methode, Spielgemäßes Konzept, Didaktik, Rahmenrichtlinien, Kerncurricula, Sportdidaktik, Bewegungsspiele, Handlungsfähigkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Vermittlung von Sportspielen, insbesondere von Zielschussspielen, im Kontext des Sportunterrichts an berufsbildenden Schulen.
Zentrale Themen sind die Systematisierung von Sportspielen, die Definition der Spielfähigkeit sowie der Vergleich verschiedener didaktischer Konzepte wie der Technik-Taktik-Methode und spielgemäßer Ansätze.
Das Ziel ist es, Lehrkräften im Vorbereitungsdienst aufzuzeigen, wie sie Sportspielvermittlung unter Berücksichtigung der bestehenden curricularen Vorgaben an berufsbildenden Schulen methodisch sinnvoll gestalten können.
Die Untersuchung basiert primär auf dem hermeneutischen Verfahren, welches durch Literaturanalysen und die Auswertung von Rahmenrichtlinien gestützt wird.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Spielvermittlung, die Einordnung von Zielschussspielen und eine detaillierte Analyse der schulformspezifischen Vorgaben für den Sportunterricht an BBS.
Schlüsselwörter sind unter anderem Sportspielvermittlung, Zielschussspiele, Spielfähigkeit, Didaktik und die berufsbildende Schule als spezifischer Lernort.
Das Fach Sport steht an BBS oft unter Legitimationsdruck durch Betriebe oder Politik, und die heterogene Schülerschaft sowie die vielfältigen Schulformen erfordern eine sorgfältige didaktische Planung.
Der Autor empfiehlt spielgemäße Gesamtkonzepte, die eine Problemorientierung beinhalten und die Schüler aktiv in den Lernprozess einbeziehen, da diese besonders gut mit den angestrebten Bildungszielen harmonieren.
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