Masterarbeit, 2013
149 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problem- und Zielstellung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen der RFID-Technologie
2.1 Historische Einordnung der Radiofrequenztechnologie
2.2 Aufbau und Funktionsweise von RFID-Systemen
2.2.1 Der RFID-Transponder
2.2.2 Das RFID-Lesegerät
2.2.3 Die RFID-Middleware
2.2.4 Die Antenne
2.3 RFID-Übertragungsverfahren und Frequenzbereiche
2.4 Offene und geschlossene RFID-Systeme
2.5 Standardisierung und elektronischer Produktcode
2.6 Chancen und Risiken der RFID-Technologie
2.6.1 Chancen und Stärken der RFID-Technik
2.6.2 Risiken und Schwächen der RFID-Technik
2.6.3 Aggregation der Chancen und Risiken anhand einer SWOT-Analyse
3. Reifegrad und Marktchancen der RFID-Technologie
3.1 Struktur und Entwicklung des RFID-Marktes
3.2 Beurteilung des technologischen Reifegrads
3.2.1 Einordnung der RFID-Technologie im S-Kurven-Konzept
3.2.2 Einordnung der RFID-Technologie im Technologielebenszyklusmodell
3.3 RFID im Vergleich mit gängigen Auto-ID-Technologien
3.3.1 Abgrenzung verschiedener Auto-ID-Technologien
3.3.2 RFID im Vergleich mit verschiedenen Auto-ID-Technologien
4. Ausgewählte Anwendungsbeispiele der RFID-Technologie
4.1 RFID in der Produktionslogistik
4.2 RFID in der Produktion
4.3 RFID-optimiertes Container-Management
4.4 RFID in der Zugangskontrolle
4.5 RFID im öffentlichen Personennahverkehr und das E-Ticketing
4.6 RFID in Bibliotheken
5. Implementierungsansätze der RFID-Technologie in der Krankenhauslogistik
5.1 Begriffsabgrenzung und organisatorische Einordnung der Krankenhauslogistik
5.2 Ist-Analyse logistischer Prozesse im Kontext der Arzneimittel-Supply-Chain
5.2.1 Ableitung und Gewichtung wesentlicher Optimierungsziele
5.2.2 ABC-Analyse der Optimierungsteilziele
5.3 Umsetzung einer RFID-gestützten Arzneimittel-Supply-Chain als Soll-Modell
5.3.1 Anforderungsprofil an ein Soll-Modell
5.3.2 Umsetzungsszenario des Soll-Modells
5.3.3 Abschließende Beurteilung des Soll-Modells
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Masterthesis zielt darauf ab, die Potenziale und Hemmnisse der RFID-Technologie als Querschnittstechnologie zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie durch den Einsatz von RFID-Systemen innerhalb der Arzneimittelversorgungsketten von Krankenhäusern eine Optimierung der Prozesse, eine Erhöhung der Transparenz und eine Verbesserung der Patientensicherheit erreicht werden kann.
2.2.1 Der RFID-Transponder
Der Begriff Transponder leitet sich aus dem technischen Funktionsprinzip des Geräts ab. Da das Gerät auf der einen Seite Informationen überträgt (transmit) und auf der anderen Seite auf Anfragen antwortet (respond), etablierte sich aus diesen beiden Eigenschaften das Kunstwort Transponder. Gebräuchlich und weit verbreitet ist auch der Ausdruck „Tag“ (englisch für Etikette bzw. Markierung), der in dieser Abhandlung sinngleich Verwendung findet. In seiner einfachsten Ausführung besteht ein Transponder aus einem Mikrochip, einer Antenne und einem Träger bzw. Gehäuse. Aufwendigere Geräte können je nach Anforderungsprofil mit externen Speichermedien und Zusatzschaltungen wie z.B. Sensoren ausgestattet sein. Der Datenaustausch „zwischen Lesegerät und Transponder erfolgt über die so genannte Luftschnittstelle (air interface).“ Damit Transponder und andere RFID-Komponenten verschiedener Hersteller untereinander kompatibel sind, ist es notwendig diese zu standardisieren.
Es ist eine sehr große Anzahl an verschiedenen Transponderbauformen dokumentiert, die sich in ihren Größenvariationen sehr stark unterscheiden. Die Größe des Geräts wird durch den Anwendungsbereich bestimmt, insbesondere durch die Antennengröße, da sie den zu nutzenden Frequenzbereich definiert. Primäre Funktion des Mikrochips ist das Speichern von Daten und deren Übermittlung an das RFID-Lese-/Schreibgerät. Die Kapazität des Datenspeichers ist ebenfalls abhängig von der Funktion des Transponders. Für die Mehrzahl der industriellen Anwendungen genügen einfache Transponder mit Speichergrößen von 1 Kbit. Es finden jedoch auch komplexere Ausführungen mit bis zu 1 Mbit Verwendung. Wie bereits in den einleitenden Bemerkungen angesprochen, ist die Wiederbeschreibbarkeit des integrierten Mikrochips eines der Hauptabgrenzungsmerkmale von anderen Autoinformationssystemen wie z.B. dem Barcode. Die Hauptfunktionen der Transponder gliedern sich in drei substanzielle Bereiche: 1. Identifikation von Objekten, 2. Mobile Datenspeicherung an Objekten, 3. Ortung von Objekten.
1. Einleitung: Zusammenfassung der Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit, welche die Notwendigkeit einer umfassenden Chancen- und Risikoanalyse der RFID-Technologie begründet.
2. Grundlagen der RFID-Technologie: Vermittlung technologischer Charakteristika, bestehender Standards und einer kritischen Betrachtung von Chancen und Risiken bei der Integration.
3. Reifegrad und Marktchancen der RFID-Technologie: Untersuchung der Marktstruktur, Beurteilung des Reifegrades anhand verschiedener Modelle und Abgrenzung zu konkurrierenden Auto-ID-Technologien.
4. Ausgewählte Anwendungsbeispiele der RFID-Technologie: Vorstellung verschiedener Praxiseinsätze der RFID-Technik in Logistik, Produktion, Zugangskontrolle, E-Ticketing und Bibliotheken.
5. Implementierungsansätze der RFID-Technologie in der Krankenhauslogistik: Detaillierte Ist-Analyse der Arzneimittel-Supply-Chain in Krankenhäusern und Entwurf eines RFID-gestützten Soll-Modells zur Prozessoptimierung.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse sowie ein kurzer Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der RFID-Technologie.
RFID, Transponder, Auto-ID, Krankenhauslogistik, Arzneimittel-Supply-Chain, Prozessoptimierung, Barcode, Standards, EPC, Datensicherheit, Bestandskontrolle, Rückverfolgbarkeit, Supply Chain Management, Identifikation, Echtzeitinformation
Die Arbeit behandelt die RFID-Technologie als Querschnittstechnologie, deren Potenziale, Risiken und Anwendungsbereiche in verschiedenen Branchen, mit besonderem Fokus auf die Krankenhauslogistik, analysiert werden.
Die zentralen Themen umfassen die technischen Grundlagen der RFID-Systeme, die Marktentwicklung, den Vergleich mit Barcodes und anderen Auto-ID-Verfahren sowie die praktische Implementierung zur Optimierung von Arzneimittelversorgungsketten.
Das primäre Ziel ist es, Potenziale und Hemmnisse der RFID-Technologie zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für deren Einsatz in der Arzneimittelversorgung von Krankenhäusern zu geben.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, Marktdatenanalysen, SWOT-Analysen sowie eine Ist-Soll-Analyse von logistischen Prozessen, ergänzt durch eine interdependente Gewichtung von Optimierungszielen.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen Grundlagen, die Marktanalyse, die Darstellung verschiedener Anwendungsbeispiele sowie die detaillierte Modellierung einer RFID-optimierten Arzneimittel-Supply-Chain für Krankenhäuser.
Die wichtigsten Schlagworte sind RFID, Krankenhauslogistik, Arzneimittel-Supply-Chain, Prozessoptimierung, Rückverfolgbarkeit und Datensicherheit.
Während der Barcode kostengünstig und weit verbreitet ist, ermöglicht RFID die kontaktlose, simultane Pulkerfassung ganzer Objektmengen und eine wiederbeschreibbare Datenspeicherung direkt am Objekt, was bei komplexen logistischen Prozessen wie in Krankenhäusern entscheidende Vorteile bietet.
Der EPC dient als international anerkannter Standard zur eindeutigen Identifikation von Objekten, der als Basis für die Vernetzung im „Internet der Dinge“ in der Arbeit hervorgehoben wird.
Der Autor sieht durch RFID die Möglichkeit, Medienbrüche zu minimieren, die Patientensicherheit durch Vermeidung von Fehlmedikationen zu erhöhen, Echtzeitinventare zu ermöglichen und die Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln lückenlos zu gestalten.
Sie werden als innovatives Anwendungsszenario beschrieben, das durch die Verknüpfung von Patientendaten mit den verabreichten Arzneimitteln in Echtzeit dazu beiträgt, Fehlmedikationen wirksam zu minimieren und die Behandlungsqualität nachhaltig zu erhöhen.
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