Diplomarbeit, 2003
82 Seiten, Note: sehr gut
1 EINLEITUNG
2 FINANZIERUNG DURCH „ALTERNATIVE INSTRUMENTE“
2.1 LEASING
2.1.1 Leasingmarkt
2.1.2 Rechtliche Einordnung des Leasingvertrages
2.1.3 Vor- und Nachteile
2.2 BETEILIGUNGSFINANZIERUNG
2.2.1 Formen und Finanzierungsphasen von Beteiligungskapital
2.2.2 Kapitalgeber
2.2.3 Beteiligungskapitalmarkt
2.2.4 Vor- und Nachteile
3 GRUNDLAGEN DER EMPIRISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALFORSCHUNG
3.1 ENTWICKLUNG DER PROBLEMSTELLUNG
3.2 DER OPERATIONALISIERUNGSPROZESS
3.3 AUSWAHL UND ANWENDUNG VON FORSCHUNGSMETHODEN
3.3.1 Methoden empirischer Sozialforschung
3.3.2 Auswahlverfahren
3.4 ANALYSE UND AUSWERTUNGSVERFAHREN/ INTERPRETATION VON ERGEBNISSEN
3.4.1 Deskriptive Statistik
3.4.2 Induktive Statistik
3.4.3 Interpretation von Ergebnissen
4 UMFRAGE ZUR FINANZWIRTSCHAFTLICHEN SITUATION KLEINER UND MITTLERER UNTERNEHMEN IN OSTDEUTSCHLAND
4.1 AKTUELLE FINANZIERUNGSSITUATION
4.1.1 Traditionelle Finanzierung
4.1.2 Alternative Finanzierung
4.1.3 Das Planetensystem der Unternehmen
4.2 ZUKÜNFTIGER FINANZIERUNGSBEDARF
4.3 POTENTIALE UND HEMMNISSE ALTERNATIVER FINANZIERUNGSFORMEN
4.3.1 Leasing
4.3.2 Beteiligungskapital
4.4 INFORMATIONSQUELLEN
4.5 BASIS DER UNTERSUCHUNG
4.5.1 Begriffbestimmung
4.5.2 Untersuchungsbreite
4.5.3 Branchenverteilung
4.5.4 Statistische Relevanz
5 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht die aktuelle Finanzierungssituation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Ostdeutschland, identifiziert Informationsdefizite bezüglich alternativer Finanzierungsinstrumente und analysiert die Hintergründe für die Zurückhaltung gegenüber Leasing und Beteiligungskapital.
Exkurs: Operate – vs. Finance – Leasing
Der Operate – Leasingvertrag steht in seinem Wesen einem herkömmlichen Mietvertrag sehr nahe. Der Vertrag zur Nutzungsüberlassung einer Sache gegen Entgelt kann jederzeit von beiden Vertragspartnern ohne Vertragsstrafe gekündigt werden. Wirtschaftlicher Sinn eines solchen Operate – Leasing ist für den Leasingnehmer dann gegeben, wenn das Wirtschaftsgut für einen kürzeren Zeitraum benötigt wird als dessen technische Lebensdauer beträgt. Einen zusätzlichen Vorteil birgt die Tatsache, dass der Leasinggeber das volle Investmentrisiko trägt, so z. B. bei wirtschaftlicher/technischer Entwertung oder bei zufälligem Untergang der Sache. Weiterhin übernimmt der Leasinggeber Wartung und Reparatur der Sache sowie die Kosten für die Versicherung. Unter diesen Voraussetzungen ist das Wirtschaftsgut beim Leasinggeber zu bilanzieren, die Leasingraten sind für den Leasingnehmer als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar.
Schon aus diesen Betrachtungen wird deutlich, dass Operate – Leasing eine eher untergeordnete Rolle spielt, da sich Leasinggeber auf einen solchen Vertrag nur dann einlassen werden, wenn sie sicher sein können das Wirtschaftsgut mehrmals verleasen zu können um so alle entstandenen Kosten, inklusive kalkuliertem Gewinn, zu decken. Handelt es sich, wie z. B. bei Universalmaschinen, um solche Güter, die von einer großen Zahl potentieller Mieter nachgefragt werden und gibt es Leasinggeber, die Operate – Leasingverträge dafür anbieten, steht für den Leasingnehmer die Frage: „leasen oder kaufen“. Deshalb wird Operate – Leasing als Investitionsalternative bezeichnet.
1 EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Finanzierungsproblematik des Mittelstands und führt in die Zielsetzung einer empirischen Untersuchung ostdeutscher Unternehmen ein.
2 FINANZIERUNG DURCH „ALTERNATIVE INSTRUMENTE“: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Leasing und Beteiligungskapital als Finanzierungsalternativen sowie deren zivil- und steuerrechtliche Einordnung.
3 GRUNDLAGEN DER EMPIRISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALFORSCHUNG: Hier werden die wissenschaftlichen Methoden dargelegt, die für die Durchführung und Auswertung der durchgeführten Unternehmensbefragung notwendig waren.
4 UMFRAGE ZUR FINANZWIRTSCHAFTLICHEN SITUATION KLEINER UND MITTLERER UNTERNEHMEN IN OSTDEUTSCHLAND: Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse der Umfrage zur Finanzierungspraxis, dem Kapitalbedarf und den Hemmnissen beim Einsatz alternativer Instrumente in ostdeutschen Unternehmen.
5 ZUSAMMENFASSUNG: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für Unternehmer hinsichtlich ihrer Finanzierungsentscheidungen und Informationsbeschaffung.
Finanzierung, Mittelstand, Ostdeutschland, Leasing, Beteiligungskapital, Empirische Sozialforschung, Unternehmensfinanzierung, Investitionsplanung, Bankfinanzierung, Finanzierungsalternativen, Eigenkapitalquote, Factoring, KMU, Basel II, Finanzierungsstruktur
Die Diplomarbeit widmet sich der Bestandsaufnahme der finanzwirtschaftlichen Situation von kleinen und mittleren Unternehmen in Ostdeutschland unter besonderer Berücksichtigung alternativer Finanzierungsformen.
Die zentralen Felder sind die Analyse von Leasing und Beteiligungskapital sowie die empirische Untersuchung von Finanzierungsmustern in ostdeutschen KMU und deren Informationsbeschaffung.
Das Hauptziel besteht darin, die Finanzierungsstruktur ostdeutscher Unternehmen zu beleuchten und aufzudecken, warum trotz hohen Kapitalbedarfs alternative Finanzierungsinstrumente bisher nur zögerlich genutzt werden.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen, empirischen Erhebung in Form einer postalischen Befragung, ergänzt durch eine methodische Grundlagenbetrachtung zur Statistik.
Im Hauptteil werden die Umfrageergebnisse zur aktuellen Finanzierungssituation, zum zukünftigen Investitionsbedarf sowie die Potentiale und Hemmnisse alternativer Finanzierungsformen detailliert analysiert.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Mittelstandsfinanzierung, Leasing, Beteiligungskapital, Unternehmensführung und Finanzierungskrise im Mittelstand charakterisiert.
Es dient als graphisches Modell zur Veranschaulichung der aktuellen Finanzierungssituation, um Unternehmen einen optimalen Finanzierungsmix und den entsprechenden Handlungsbedarf aufzuzeigen.
Der Steuerberater ist die wichtigste Informationsquelle der Unternehmen für Finanzierungsfragen und genießt ein hohes Vertrauen, was gleichzeitig eine große Verantwortung bei der Beratung mit sich bringt.
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