Bachelorarbeit, 2011
55 Seiten, Note: 2,5
Kapitel 1: Einleitung
Kapitel 2: Theoretische Rahmung: Die Realität der Massenmedien nach Luhmann
2.1 Massenmedien und ihre Ausdifferenzierung
2.2 Die Realität der Massenmedien
2.3 Funktion der Massenmedien
Kapitel 3: Werbung
3.1 Die Darstellung von Frauen und Männern in der Werbung
3.2 Historische Entwicklung der Darstellung von Männern am Beispiel Printmedien
3.3 Der weibliche Körper in der Werbung – Zerrbild oder Vorbild?
3.4 Brave Hausfrau oder modernes Superweib? Rezeption der Fernsehwerbung
Kapitel 4: Serienanalyse: Das Frauenbild in „Desperate Housewives“
4.1 Methodische Vorgehensweise
4.2 Geschichte und Intention der Serie
4.3 Bühne und Darstellung der Akteure
4.4 Resümee und Ausblick
Kapitel 5: Fazit
Die Arbeit untersucht die wechselseitige Beeinflussung von Gesellschaft und Massenmedien mit einem Fokus auf geschlechtsstereotypen Darstellungen in der Werbung sowie in der TV-Serie „Desperate Housewives“. Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob Medien lediglich gesellschaftliche Rollenbilder widerspiegeln oder diese aktiv mitkonstruieren und welche Auswirkungen dies auf das Selbstbild von Rezipientinnen hat.
3.1 Die Darstellung von Frauen und Männern in der Werbung
Erving Goffman hat in seinem Werk „Geschlecht und Werbung“ die Positionierung von Männern und Frauen für Werbezwecke eingehend untersucht. Einen entscheidenden Faktor zur Darstellung beider Geschlechter sieht er in der „relativen Größe“. „Ein geeignetes Mittel, um gesellschaftliches Gewicht – Macht, Autorität, Rang, Amt oder Ruhm – in sozialen Situationen überzeugend auszudrücken, ist die relative Größe, besonders der erhöhte Standort der zentralen Figur. (…) Bei der sozialen Interaktion zwischen den Geschlechtern macht der biologische Dimorphismus es wahrscheinlich, dass die übliche Status-Überlegenheit des Mannes vor der Frau durch seinen Körperumfang und seine Größe Ausdruck findet.“ (Goffman 1981: 120). Besonders deutlich wird dieses Phänomen bei älteren Werbeanzeigen.
Männer werden überdurchschnittlich oft in erhöhter Position gezeigt, befinden sich damit automatisch in der Rolle des Mächtigeren, des Experten, der von Anderen um Rat gebeten wird. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: in manchen Anzeigen werden Frauen größer als Männer abgebildet. In diesen Fällen ist die kleinere Körpergröße des Mannes mit seiner sozialen Größe gleichzusetzen, wenn gleichzeitig eine Kostümierung als zu einem Dienstleistungsberuf zugehörig vorliegt. Hier gewährleistet der berufliche Stand die angemessene Behandlung des kleiner dargestellten Mannes. Somit bleibt die Logik des rituellen Codes bestehen. (vgl. Goffman 1981:122 und Willems/Kautt 2003 :306).
Einen weiteren Faktor zur Identifizierung der Geschlechterrolle sieht er in der „Rangordnung nach Funktion.“ Goffman beschreibt diese Ordnung folgendermaßen: „Wenn in unserer Gesellschaft ein Mann und eine Frau bei einem Vorhaben direkt zusammenarbeiten, dann übernimmt der Mann offenbar stets die ausführende Rolle, vorausgesetzt, dass eine solche sich herausbilden kann. Dieses Arrangement ist in der Reklame sehr beliebt; zum Teil wohl deshalb, weil dadurch eine Deutung der Bilder auf den ersten Blick möglich ist.“ (Goffman 1981: 134).
Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob Werbung und Massenmedien das gesellschaftliche Rollenbild von Mann und Frau beeinflussen oder lediglich den Status quo widerspiegeln.
Kapitel 2: Theoretische Rahmung: Die Realität der Massenmedien nach Luhmann: Dieses Kapitel erläutert Luhmanns Systemtheorie, um die Autopoiesis und die Realitätskonstruktion durch Massenmedien sowie deren Machtmonopol zu verdeutlichen.
Kapitel 3: Werbung: Der Bereich der Werbung wird als historisch gewachsener Prozess analysiert, wobei die Darstellung von Geschlechterrollen sowie die Instrumentalisierung des weiblichen Körpers im Fokus stehen.
Kapitel 4: Serienanalyse: Das Frauenbild in „Desperate Housewives“: Anhand einer Serienanalyse wird untersucht, wie die Protagonistinnen in ihren Rollen als Hausfrauen agieren und wie die Serie mit gesellschaftlichen Klischees bricht oder diese nutzt.
Kapitel 5: Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Werbung stark durch gesellschaftliche Normen geprägt ist, während die Serie „Desperate Housewives“ eine kritische Perspektive auf das Leben hinter der „perfekten“ Fassade bietet.
Massenmedien, Werbung, Geschlechterrollen, Rollenbilder, Luhmann, Systemtheorie, Desperate Housewives, Stereotype, Identitätsbildung, Repräsentation, Frauenbild, Männerbild, Medienkritik, Körperpolitik, Gesellschaftlicher Wandel.
Die Arbeit untersucht, wie Massenmedien, insbesondere Werbung und die Serie „Desperate Housewives“, gesellschaftliche Rollenbilder von Männern und Frauen konstruieren und reflektieren.
Zentrale Themen sind die Medientheorie nach Niklas Luhmann, die historische Entwicklung der Darstellung von Männern in der Werbung sowie die mediale Inszenierung von Weiblichkeit.
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit Werbung und Medien die Gesellschaft beeinflussen bzw. umgekehrt von dieser inspiriert werden, und ob sie eher traditionelle oder moderne Rollenbilder fördern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse (Luhmann) sowie auf der Auswertung empirischer Untersuchungen zur Werberezeption und einer inhaltlichen Serienanalyse.
Im Hauptteil werden Luhmanns Medientheorie, die Werbegeschichte und -strategien sowie eine detaillierte Analyse der Charaktere in „Desperate Housewives“ gegenübergestellt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Massenmedien, Geschlechterrollen, Rollenbilder, Systemtheorie, Werbung, Stereotype und soziale Konstruktion charakterisiert.
Männer werden häufiger als Experten oder in erhöhten Machtpositionen gezeigt, während Frauen oft auf ihre Rolle als Hausfrau, Mutter oder dekoratives Objekt reduziert werden.
Die Serie dient als Fallbeispiel für eine sarkastische und überspitzte Darstellung des Hausfrauenlebens, die mit dem Tabu bricht, dass Mütter in ihrer Rolle zwangsläufig glücklich sein müssen.
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