Bachelorarbeit, 2012
39 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
2. Integrationstheoretische Ansätze und Modelle
2.1 Die Assimilation
2.1.1 Frühe assimilatorische Ansätze
2.1.2 Neuere assimilatorische Ansätze
2.2 Der Multikulturalismus
3. Segregation
4. Integration vor Ort - Kommunale Integrationskonzepte im Umgang mit Segregation
4.1 Konzept der Kategorie 1
4.2 Konzept der Kategorie 2
4.3 Konzept der Kategorie 3
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie kommunale Integrationskonzepte in Deutschland mit dem Phänomen der Segregation umgehen, und analysiert, inwieweit dabei zwischen den Leitbildern Assimilation und Multikulturalismus abgewogen wird.
2.1 Die Assimilation
Die vorliegenden Konzeptionen zur Assimilation sind äußerst komplex. Oft wird die Assimilation auf den kulturellen Teil (auch „kulturelle Assimilation“) der Integration beschränkt (Sauer 2009: 19f.), andere Konzepte hingegen sehen in ihr eine Art „Idealform“ der Integration, bestehend aus beiden Teilen (struktureller und kultureller Integration) hin zu einer Art vollständigen Integration (Gordon 1964: 64f.).
Assimilation ist ein Angleichungs- oder Verschmelzungsprozess (Hans 2010: 45), der meist einseitig verstanden wird, indem sich gleichmäßig jede Einwanderergeneration in kultureller Hinsicht ein Stück weiter an die Aufnahmegesellschaft anpasst und dabei in entsprechendem Maße ihre Herkunftskultur aufgibt (Sauer 2009: 17). Die eingewanderten Individuen übernehmen, Werte, Normen, Traditionen, Bräuche, Lebensstile aber vor allem die Sprache und geben diesbezüglich ihre eigene ethnische Identität spätestens mit der zweiten Generation allmählich auf (Löffler 2011: 91). Betont ist die Einseitigkeit, weshalb auch der Begriff „monistische Assimilation“ (Caballero 2009: 49) gebraucht wird.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Integrationsdebatte in Deutschland, hinterfragt den Integrationsbegriff und stellt die Forschungsfrage nach dem Umgang der Kommunen mit Segregation.
2. Integrationstheoretische Ansätze und Modelle: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Integration, wobei schwerpunktmäßig die Modelle der Assimilation und des Multikulturalismus gegenübergestellt werden.
3. Segregation: Hier wird der Begriff der Segregation auf den städtischen Raum übertragen, um die sozialräumlichen Ursachen sowie die Debatte um „Parallelgesellschaften“ zu erörtern.
4. Integration vor Ort - Kommunale Integrationskonzepte im Umgang mit Segregation: In diesem Teil werden 28 kommunale Konzepte in drei Kategorien eingeordnet und anhand von Praxisbeispielen analysiert, wie diese den Paradigmenwechsel zwischen Assimilation und Multikulturalismus bewerten.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass in Deutschland kein einheitlicher Ansatz existiert, wobei ein naiver Multikulturalismus dominiert.
Integration, Segregation, Assimilation, Multikulturalismus, Kommunalpolitik, Stadtentwicklung, Parallelgesellschaft, Migrationshintergrund, Sozialintegration, Systemintegration, ethnische Kolonie, soziale Mischung, Einwanderung.
Die Arbeit analysiert, wie deutsche Städte in ihren Integrationskonzepten auf Segregation reagieren und welche theoretischen Leitbilder dabei zum Tragen kommen.
Zentral sind die theoretischen Konzepte der Assimilation und des Multikulturalismus sowie die sozialräumliche Problematik der Segregation in deutschen Kommunen.
Ziel ist es zu untersuchen, ob Kommunen am Mantra der sozialen Durchmischung festhalten oder eine „Integration trotz Segregation“ anstreben.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung sowie eine exemplarische Analyse von kommunalen Integrationskonzepten, die anhand selbst erstellter Kategorien ausgewertet wurden.
Der Hauptteil behandelt theoretische Integrationsmodelle, das Phänomen der Segregation und die empirische Einordnung konkreter städtischer Konzepte wie die von Wiesbaden, Berlin und Oberhausen.
Die Arbeit ist maßgeblich durch die Begriffe Integration, Segregation, Assimilation und Multikulturalismus geprägt.
Der Autor ordnet diesen als eine verbreitete Form der Integrationspolitik ein, die Segregation teilweise als Bereicherung akzeptiert, statt sie aktiv zu bearbeiten.
Das Programm dient vielen untersuchten Kommunen als Bezugspunkt, um soziale Durchmischung zu fördern und Segregation entgegenzuwirken.
Diese Gleichsetzung resultiert laut Autor aus einer mangelnden einheitlichen Verwendung wissenschaftlicher Begriffe und dem Streben nach einfacher Problemreduktion.
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