Bachelorarbeit, 2013
87 Seiten, Note: 1,0
1. Ausgangslage
1.1 Einführung
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodik und Datenbasis
2. Theoretische Grundlagen und Ermittlung des EVA
2.1 Basiskonzept des EVA
2.2 Ermittlung des EVA
2.2.1 Diskussion und Auswahl der Anpassungen
2.2.1.1 Operating Conversions
2.2.1.2 Funding Conversions
2.2.1.3 Shareholder Conversions
2.2.1.4 Tax Conversions
2.2.1.5 Zusammenfassung – Auswahl der Anpassungen
2.2.2 Ermittlung der Kapitalkosten mit dem WACC-Ansatz
2.2.2.1 Berechnung des Fremdkapitalkostensatzes
2.2.2.2 Bestimmung der Eigenkapitalkosten mittels CAPM
2.2.2.3 Ermittlung der Kapitalstruktur
2.3 Darstellung der empirischen Ergebnisse
3. Beurteilung der Wertrelevanz des EVA
3.1 Der MVA als Zwischenstufe zum Gesamtunternehmenswert
3.2 Empirische Analyse zur linearen Regression zwischen EVA und dem Gesamtunternehmenswert bzw. dem MVA
3.2.1 Erklärungsgehalt des EVA im Vergleich zu anderen Kennzahlen
3.2.2 Erklärungsgehalt des positiven EVA im Vergleich zum positiven EBIT
3.2.3 Erklärungsgehalt im Zeitverlauf
3.3 Zwischenfazit – Wertrelevanz des EVA
4. Einsatz des EVA als Performancemaß und als Basis für die Aktien-Portfoliobildung
4.1 Total Shareholder Return (TSR) als Zielgröße
4.2 Empirische Analyse zur linearen Regression zwischen EVA und dem TSR
4.3 Portfoliobildung auf Basis des Value Spreads
4.3.1 Vergleich des TSR bei jährliche Portfoliozusammenstellung
4.3.2 Vergleich des TSR bei Portfoliozusammenstellung über den Gesamtzeitraum
4.4 Zwischenfazit – EVA als Performancemaß und als Basis für die Aktien-Portfoliobildung
5. Schlussbemerkung zur Relevanz des EVA für Investoren
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Economic Value Added (EVA)-Konzept als Monitoringinstrument für Investoren zur Überwachung der Wertschaffung und als Grundlage für die Aktien-Portfoliobildung geeignet ist. Dabei wird analysiert, ob ein positiver EVA tatsächlich eine Steigerung des Unternehmenswertes sowie eine höhere Aktienrendite (Total Shareholder Return) anzeigt.
2.1 Basiskonzept des EVA
In seiner einfachsten Ausprägung stellt der EVA ein Residual- bzw. Übergewinnkonzept dar, welches als „residual income left over from operating profits after the cost of capital has been subtracted”, definiert ist. Damit unterscheidet sich der EVA v. a. durch die Berücksichtigung der gesamten Kapitalkosten – Fremd- und Eigenkapitalkosten – von traditionellen Kennzahlen. Auch andere bedeutende wertorientierte Konzepte, wie der Cash Value Added oder der Economic Profit, basieren auf dem Grundgedanken den Kostenfaktor Eigenkapital einzubeziehen. Im Gegensatz zum Discounted Cash Flow-Ansatz zeichnet sich das EVA-Konzept durch die Möglichkeit der periodenbezogenen Kontrolle der Unternehmenswertentwicklung aus.
Zunächst wurde das EVA-Konzept als periodenbezogenes Performancemaß für die Leistungskontrolle durch die Unternehmensleitung entwickelt. Die heutigen Anwendungsbereiche gehen jedoch weit darüber hinaus. Sowohl der Adressatenkreis als auch die Einsatzmöglichkeiten haben sich zunehmend erweitert. In der vorliegenden Arbeit werden sie aus der Perspektive eines Investors analysiert.
Als absolute Größe ermittelt der EVA die Differenz zwischen dem betrieblichen Gewinn nach Steuern und vor Zinsen (Net Operating Profit after Taxes bzw. NOPAT) und den Kapitalkosten für das betrieblich gebundene Eigen- und Fremdkapital zu Beginn der Periode. Die Kapitalkosten werden als absoluter Betrag errechnet, indem das betrieblich gebundene Vermögen (Net Operating Assets bzw. NOA) mit dem gewichteten Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital-Satz bzw. rWACC) multipliziert wird. Damit errechnet sich der EVA nach der sog. Capital-Charge-Formel.
1. Ausgangslage: Einführung in die Thematik der wertorientierten Unternehmensführung und Zielsetzung der Untersuchung aus Sicht externer Investoren.
2. Theoretische Grundlagen und Ermittlung des EVA: Detaillierte Darstellung des EVA-Konzepts, der notwendigen bilanziellen Anpassungen (Conversions) sowie der Ermittlung der Kapitalkosten (WACC).
3. Beurteilung der Wertrelevanz des EVA: Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen EVA, Market Value Added (MVA) und dem Gesamtunternehmenswert.
4. Einsatz des EVA als Performancemaß und als Basis für die Aktien-Portfoliobildung: Prüfung, ob sich der EVA zur Überwachung der Aktienrendite (TSR) und zur Konstruktion von Anlageportfolios eignet.
5. Schlussbemerkung zur Relevanz des EVA für Investoren: Synthese der Ergebnisse mit der kritischen Feststellung, dass sich das EVA-Konzept nur bedingt für das externe Monitoring eignet.
Economic Value Added, EVA, Shareholder Value, Kapitalmärkte, NOPAT, Net Operating Assets, Kapitalkosten, WACC, Wertrelevanz, Total Shareholder Return, Portfoliobildung, Unternehmensbewertung, Monitoring, Investoren, Unternehmenswert.
Die Arbeit untersucht die Eignung des Economic Value Added (EVA) als Instrument für Investoren, um die Wertschaffung von Unternehmen zu überwachen und Anlageentscheidungen auf Basis von Portfolios zu treffen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Herleitung des EVA, die notwendigen Anpassungen von Bilanzdaten, die empirische Überprüfung seiner Wertrelevanz im Vergleich zu traditionellen Kennzahlen sowie die praktische Anwendbarkeit zur Aktien-Portfoliobildung.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob der EVA tatsächlich eine verlässliche Kennzahl ist, um den Unternehmenswert zu bestimmen und Investoren bei der Performance-Beurteilung und Portfolio-Auswahl zu unterstützen.
Die Arbeit stützt sich auf eine empirische Untersuchung der DAX 30-Unternehmen im Zeitraum von 2003 bis 2012, wobei insbesondere lineare Regressionsanalysen zur Bestimmung des Zusammenhangs zwischen EVA und anderen Finanzgrößen (MVA, UW, TSR) zum Einsatz kommen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Anpassungsmaßnahmen an Jahresabschlussdaten, eine Analyse zur Wertrelevanz des EVA im Vergleich zum EBIT sowie die empirische Überprüfung des EVA als Basis für die Aktien-Portfoliobildung.
Wichtige Begriffe sind Economic Value Added (EVA), Shareholder Value, NOPAT, Kapitalkosten (WACC), Wertrelevanz, Total Shareholder Return (TSR) und Portfoliobildung.
Die Untersuchung zeigt, dass der EBIT eine deutlich höhere Korrelation zum Unternehmenswert aufweist als der EVA, was darauf hindeutet, dass Investoren und Analysten den Fokus stärker auf traditionelle Gewinngrößen legen und die EVA-Ermittlung komplexer sowie subjektiven Annahmen unterworfen ist.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der EVA nur bedingt geeignet ist und eine Empfehlung zu seiner Nutzung als alleiniges Monitoring- oder Anlageinstrument aufgrund des hohen Ermittlungsaufwands bei gleichzeitig geringerem Erklärungsgehalt abgelehnt werden muss.
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