Masterarbeit, 2013
47 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Projektportfoliomanagement
2.1. Begriffsdefinition
2.2. Ziele
2.3. Phasen im Projektportfolio
2.3.1. Planungsphase
2.3.2. Steuerungsphase
2.3.3. Bewertungsphase
2.4. Methoden- und Modellanwendung in der Bank
2.5. Kostenverteilung in Projekten
3. Stichprobenauswahl und Gruppierung
4. Analyse des Kostenverlaufes
4.1. Absoluter Kostenverlauf
4.2. Relativierung von Laufzeit und Kosten
4.3. Mittlerer Kostenverlauf der Stichprobe
4.4. Berücksichtigung der Volumenkonzentration
5. Plan-Ist-Vergleich
5.1. Abweichung der Laufzeit
5.2. Abweichung der Projektkosten
5.3. Korellation
5.4. Auswirkungen der Abweichungen
6. Ergebnis der Analyse
7. Thesenförmige Handlungsempfehlungen für die Bank
Die Arbeit untersucht das Projektportfoliomanagement bei einer mittelgroßen deutschen Bank. Ziel ist es, durch eine empirische Analyse von 227 Projekten der Jahre 2008 bis 2012 die Kostenverläufe sowie die Abweichungen zwischen Plan- und Ist-Werten (Laufzeit und Kosten) zu bestimmen, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für die Steuerung zukünftiger Projekte abzuleiten.
2.1. Begriffsdefinition
Für die Einordnung und Abgrenzung des Projektportfoliomanagement ist eine Definition verbundener Begriffe notwendig.
Ein Projekt zeichnet sich durch seine Einmaligkeit und einen definierten zeitlichen Rahmen aus. Als Projektmanagement wird der Prozess zur Durchführung und Verwaltung eines Projektes von Beginn bis zum Ende bezeichnet. Das Programm Management befasst sich mit der Steuerung von Projekten, die ähnliche Ziele oder Kunden haben. Als Projektportfoliomanagement wird die systematische Fähigkeit einer Organisation bezeichnet, die Gesamtheit aller Projekte nach strategischen Zielen und bestimmten Kennzahlen zu steuern. Für diese Ausarbeitung sind vor allem die Begriff Projekt und Projektportfoliomanagement von Relevanz.
1. Einleitung: Beschreibt die steigende Komplexität in Unternehmen durch regulatorische Anforderungen und definiert das Ziel der Arbeit, das Projektportfoliomanagement einer Bank zu untersuchen.
2. Projektportfoliomanagement: Erläutert theoretische Grundlagen, Ziele sowie die Phasen (Planung, Steuerung, Bewertung) des Projektportfoliomanagements inklusive der angewandten Methoden.
3. Stichprobenauswahl und Gruppierung: Beschreibt die Datengrundlage der 227 Projekte und die Entscheidung, diese primär nach dem Projekttyp für die weitere Analyse zu gruppieren.
4. Analyse des Kostenverlaufes: Präsentiert die empirische Untersuchung der Kostenverläufe, die Relativierung von Zeit und Kosten sowie die Identifikation der Volumenkonzentration mittels Lorenzkurve.
5. Plan-Ist-Vergleich: Vergleicht die geplanten mit den tatsächlichen Laufzeiten und Kosten und untersucht deren Korrelation sowie die Auswirkungen der Abweichungen.
6. Ergebnis der Analyse: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Kostenverläufe, die Volumenkonzentration und die Planabweichungen in der betrachteten Stichprobe zusammen.
7. Thesenförmige Handlungsempfehlungen für die Bank: Gibt konkrete Empfehlungen für eine verbesserte retrospektive Bewertung und Nutzung des Modells für die zukünftige Budgetplanung.
Projektportfoliomanagement, Bank, Kostenverlauf, Plan-Ist-Vergleich, Laufzeit, Projektkosten, Budgetplanung, Regulatorische Anforderungen, Korrelation, Stichprobenanalyse, Volumenkonzentration, Projekttyp, Unternehmensstrategie, Prozessoptimierung, Budgetabweichung
Die Master-Thesis beschäftigt sich mit dem Projektportfoliomanagement in einer mittelgroßen deutschen Bank und analysiert das historische Projektgeschäft der Jahre 2008 bis 2012.
Die zentralen Themen sind die empirische Auswertung von Kostenverläufen in Projekten, die Analyse von Planabweichungen bei Laufzeit und Kosten sowie die Optimierung der Budgetsteuerung.
Ziel ist es, aus den tatsächlichen Kostenverläufen der Vergangenheit Erkenntnisse zu gewinnen, um die Genauigkeit der Planung und Steuerung künftiger Projekte zu erhöhen.
Die Arbeit nutzt quantitative Methoden wie statistische Gruppenbildung, Relativierung von Zeitreihen, lineare Interpolation zur Glättung, Lorenzkurven-Analysen und Korrelationsberechnungen (Pearson).
Der Hauptteil umfasst die methodische Herleitung der Kostenverläufe, die Gruppierung nach Projekttypen, den Vergleich von Plan- und Ist-Werten sowie die Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Projektlaufzeit und Kosten.
Wichtige Begriffe sind Projektportfoliomanagement, Kostenverlauf, Plan-Ist-Vergleich, Budgetplanung und Korrelation.
Die Analyse zeigt eine starke Volumenkonzentration: Nur 22 Großprojekte verursachten rund 58 % der Gesamtkosten der untersuchten 227 Projekte.
Regulatorische Projekte zeigen früh hohe Kostenverbräuche und weisen einen hohen positiven Zusammenhang zwischen Laufzeit und Kosten auf, was sie von anderen Projekttypen unterscheidet.
Das Modell ermöglicht es, bei der Beantragung neuer Projekte anhand von Grobplänen eine realistischere Prognose über die zu erwartende Laufzeitverlängerung und das tatsächliche Kostenbudget zu treffen.
Die Autorin empfiehlt, regelmäßig abgeschlossene Projekte retrospektiv zu bewerten, um aus den Ursachen von Abweichungen zu lernen und kontinuierliche Prozessverbesserungen zu erzielen.
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