Bachelorarbeit, 2013
89 Seiten, Note: 2,0
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung
2. Definition Verrechnungspreise
3. Verrechnungspreise aus steuerlicher Sicht
3.1 Die Erfolgsverlagerung als Funktion steuerlicher Verrechnungspreise
3.2 Gesetzliche Rahmenbedingungen
3.2.1 Grundsatz des Fremdvergleichs
3.2.1.1 Allgemein
3.2.1.2 Tatsächlicher Fremdvergleich
3.2.1.3 Hypothetischer Fremdvergleich
3.2.2 Verdeckte Gewinnausschüttung
3.2.3 Verdeckte Einlage
3.3 Steuerliche Formen der Verrechnungspreisbildung
3.3.1 Funktions- und Risikoanalyse
3.3.2 Wie kommt man zur richtigen Methode
3.3.3 Standardmethoden
3.3.3.1 Preisvergleichsmethode
3.3.3.2 Wiederverkaufspreismethode
3.3.3.3 Kostenaufschlagsmethode
3.3.4 Gewinnorientierte Methode
3.3.4.1 Transaktionsbezogene Netto-Margen-Methode
3.3.4.2 Geschäftsvorfallbezogene Gewinnaufteilungsmethode
3.3.4.3 Gewinnvergleichsmethode
3.3.5 Vergleichbarkeitsanalyse
3.4 Dokumentationsvorschriften
3.5 Sanktionen
3.6 Folgen falscher Verrechnungspreise
3.6.1 Doppelbesteuerung
3.6.2 Verständigungsverfahren
4. Verrechnungspreise aus betriebswirtschaftlicher Sicht
4.1 Allgemein
4.2 Funktionen von Verrechnungspreisen aus betriebswirtschaftlicher Sicht
4.2.1 Hauptfunktionen
4.2.1.1 Erfolgszuweisung und Motivation
4.2.1.2 Lenkung und Koordination
4.2.2 Nebenfunktionen
4.2.2.1 Kalkulations- und Planungsfunktion
4.2.2.2 Kontrollfunktion
4.2.2.3 Weitere externe Funktionen
4.2.3 Zielkonflikte
4.3 Rahmenbedingungen für die Verrechnungspreisfestlegung
4.4 Formen der Verrechnungspreisbildung
4.4.1 Marktorientierte Verrechnungspreise
4.4.2 Kostenorientierte Verrechnungspreise
4.4.3 Verhandlungsbasierte Verrechnungspreise
5. Zielkonflikte der steuerlichen Sicht der Verrechnungspreise
5.1 Allgemein
5.2 Fremdvergleichsgrundsatz
5.3 Synergieeffekte
5.4 Steuerliche Erfolgsermittlungsfunktion versus Koordinationsfunktion
5.5 Lösungsansatz
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Verrechnungspreisen im Kontext internationaler Unternehmensaktivitäten, wobei der Schwerpunkt auf dem Spannungsfeld zwischen steuerlichen Anforderungen und betriebswirtschaftlichen Steuerungszielen liegt.
3.3.1 Funktions- und Risikoanalyse
Die Grundlage der Verrechnungspreisbestimmung bildet die Funktions- und Risikoanalyse. Sie stellt zwar keine eigene Methode zur Verrechnungspreisbestimmung dar, allerdings ist sie eine Grundüberlegung um zu entscheiden, welche der verschiedenen Verrechnungspreismethoden angewandt werden können. Eine Funktion ist eine aus „gleichartigen betrieblichen Aufgaben“ zusammengefasste „Geschäftstätigkeit“ und als „organisatorischer Teil eines Unternehmens“ zu verstehen. Sowohl die Funktions- als auch die Risikoanalyse ist für eine sachgerechte Berechnung des Verrechnungspreises notwendig.
Eine Funktionsanalyse ist notwendig, um die übernommenen Funktionen und damit den Wertbeitrag an der dem Geschäftsvorfall beteiligten Unternehmen zu der erstellten Leistung zu ermitteln. Dies ist unverzichtbar bei der Beurteilung, ob Unternehmen vergleichbar sind. Die Funktionsanalyse ist zudem notwendig, da sich der Preis bei unabhängigen Unternehmen auch danach bestimmt, wie viel Arbeit das Unternehmen in die Leistung gesteckt hat. Ein Unternehmen kann eine Vielzahl verschiedener Tätigkeiten übernehmen oder auch nur eine einzige. Zudem ist die Funktionsanalyse notwendig um sachgerechte Anpassungsrechnungen durchzuführen. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die mögliche Funktionen und damit auch Tätigkeiten, die in einem Unternehmen ausgeübt werden können:
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einleitung in die Bedeutung von Verrechnungspreisen angesichts zunehmender globaler Konzernverflechtungen und der damit verbundenen steuerlichen Herausforderungen.
2. Definition Verrechnungspreise: Erläuterung der terminologischen Grundlagen und der wirtschaftlichen Einordnung von Verrechnungspreisen im Konzerngefüge.
3. Verrechnungspreise aus steuerlicher Sicht: Detaillierte Betrachtung der steuerrechtlichen Anforderungen, insbesondere des Fremdvergleichsgrundsatzes und der verschiedenen zugelassenen Methoden zur Bestimmung angemessener Preise.
4. Verrechnungspreise aus betriebswirtschaftlicher Sicht: Untersuchung der internen Steuerungsfunktionen von Verrechnungspreisen sowie deren Bedeutung für Kalkulation, Planung und Kontrolle innerhalb einer dezentralen Organisationsstruktur.
5. Zielkonflikte der steuerlichen Sicht der Verrechnungspreise: Auseinandersetzung mit der Problematik, dass steuerliche Vorgaben und betriebswirtschaftliche Optimierungsziele bei der Preisbildung häufig divergieren.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit zur Notwendigkeit einer sachgerechten Verrechnungspreisgestaltung unter Berücksichtigung sowohl steuerlicher Risiken als auch betriebswirtschaftlicher Steuerungsbedarfe.
Verrechnungspreise, Fremdvergleichsgrundsatz, Funktionsanalyse, Risikoanalyse, OECD, Doppelbesteuerung, Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Gewinnverlagerung, Verdeckte Gewinnausschüttung, Dokumentationspflicht, Transfer Pricing, Konzernsteuern, Unternehmenssteuerung, Gewinnaufteilungsmethode
Die Arbeit behandelt die komplexe Thematik der Verrechnungspreise zwischen verbundenen Unternehmen und beleuchtet diese sowohl aus einer steuerlichen als auch aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive.
Die zentralen Felder umfassen Methoden der Verrechnungspreisbestimmung, die Einhaltung gesetzlicher Dokumentationsvorschriften sowie die Rolle von Verrechnungspreisen bei der internen Unternehmenssteuerung.
Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über die steuerlichen Verrechnungspreisregeln zu geben und zu untersuchen, wie diese mit den betriebswirtschaftlichen Anforderungen an eine effektive Unternehmenssteuerung harmonieren oder in Konflikt stehen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Gesetzen, Verwaltungsvorschriften und OECD-Richtlinien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die steuerrechtliche Analyse der Preisbildungsmethoden und Dokumentationspflichten sowie eine separate betriebswirtschaftliche Betrachtung der Funktionen von Verrechnungspreisen inklusive der auftretenden Zielkonflikte.
Zu den prägenden Begriffen gehören Fremdvergleichsgrundsatz, Funktionsanalyse, Doppelbesteuerung, Gewinnverlagerung sowie die verschiedenen Methoden wie die Preisvergleichs- oder die Kostenaufschlagsmethode.
Der interne Fremdvergleich nutzt Preise, die das Unternehmen mit unabhängigen Dritten vereinbart hat, während der externe Fremdvergleich auf Daten von Vergleichsunternehmen am Markt zurückgreift.
Steuerbehörden fordern oft Preise, die den Marktbedingungen entsprechen, während die Unternehmensführung Verrechnungspreise als Instrument zur internen Leistungssteuerung und Motivationsförderung nutzen möchte, was zu unterschiedlichen Preisfindungen führen kann.
Sie dient als Basis für die Auswahl der geeigneten Verrechnungspreismethode, indem sie die Aufgaben und Risiken der beteiligten Unternehmensteile identifiziert und bewertet.
Unternehmen riskieren empfindliche Sanktionen, Hinzuschätzungen der Einkünfte durch die Finanzbehörden sowie langwierige Verständigungsverfahren zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen.
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