Diplomarbeit, 2013
90 Seiten, Note: 1,7
1 Öl – Das schwarze Gold
1.1 Rohölvorkommen und Zusammensetzung
1.2 Grundöle als Basis für Schmierstoffe
1.3 Das fertige Produkt: Schmierstoffe
1.4 Tribologie
2 Turbinen – die Giganten der Maschinen
2.1 Turbinenarten
2.2 Wirkungsgrade und Einsatzgebiete
3 Problem und Ziel
3.1 Darstellung des Problems
3.2 Zielsetzung
4 Turbinen und Turbinenöle im Zusammenspiel
4.1 Typische Kennwerte von Turbinenölen
4.2 Turbinenölsorten und deren Einsatzbereiche
4.3 Die einzelnen Schritte der Schmierstoffversorgung
5 Ursachenforschung der Problemstellung
5.1 Rohölförderung und Rohölsorten
5.2 Raffination und Grundöle
5.3 Additive und das fertige Produkt
5.4 Abfüllprozess und Transportweg
5.5 Lagerung von Turbinenölen
5.6 Befüllung und Ölwechsel an einer Turbine
5.7 Kontrolle und Pflege des Turbinenöls im Einsatz
5.8 Moderne Turbinen
6 Zusammenfassung der Problematik
7 Lösungsansätze in den angesprochenen Bereichen
7.1 Die Grundöle
7.2 Moderne Turbinen
7.3 Kontrolle und Pflege des Turbinenöles im Einsatz
7.4 Die Logistikprozesse
7.5 Das Turbinenöl
7.6 Lagerung von Turbinenölen
7.7 Befüllung und Ölwechsel an einer Turbine
8 Schlussbetrachtung
Diese Arbeit analysiert die Ursachen für die in den letzten Jahren beobachtete Verkürzung der Standzeiten von Turbinenölen in industriellen Strömungsmaschinen. Ziel ist es, durch eine detaillierte Untersuchung des gesamten Lebenszyklus des Schmierstoffs – von der Rohölförderung bis zur Anwendung in der Turbine – kritische Faktoren zu identifizieren und wirtschaftlich sinnvolle Lösungsansätze für Betreiber und Dienstleister zu entwickeln.
1.4 Tribologie
Tribologie ist die Wissenschaft zu den Themen Reibung und Verschleiß. In der Wirtschaft entstehen jährlich enorme Kosten aufgrund dieser beiden Erscheinungen. Grundkenntnisse im Bereich der Reibungslehre sind daher für Schmierstoffanwender wichtig.
Die sog. Trockenreibung (siehe Abb. 1.4.1) ist i.d.R. unerwünscht. Es entstehen Energieverluste aufgrund von entstehender Wärme und Verschleiß. Reibung bedeutet allgemein gesprochen, die Berührung zweier Oberflächen.
Reibung ist in den Bereichen erwünscht, wo Energie vernichtet bzw. vermindert werden soll. Der Bremsvorgang ist ein bekanntes Beispiel. Bremsen sind Verschleißteile, die regelmäßig erneuert werden müssen. Die Werkstoffe in Maschinen sollen lange halten und möglichst nicht zu schnell verschleißen. Die kritischen Punkte sind die, an denen die beiden Reibpartner ungeschützt aufeinander treffen. Es entsteht die Reibkraft. Diese Kraft wird größer entsprechend der Belastungen. Raue Oberflächen der Werkstoffe neigen zu mehr Verschleiß, da höhere Kräfte zum Verschieben notwendig sind.Ein Zwischenstoff dient dazu, die Werkstoffe zu trennen (siehe Abb., 1.4.2). Schmierstoffe eignen sich zur Trennung. Sie schmieren, trennen, dichten, kühlen und schützen dabei die gefährdeten Stellen.
1 Öl – Das schwarze Gold: Erläutert die Grundlagen der Rohölzusammensetzung, die Klassifizierung von Grundölen sowie die Rolle der Tribologie als Basis für das Verständnis von Schmierstoffen.
2 Turbinen – die Giganten der Maschinen: Beschreibt die verschiedenen Turbinenarten und deren Bedeutung im Kontext von Wirkungsgraden und Einsatzgebieten.
3 Problem und Ziel: Definiert die Problemstellung der verkürzten Standzeiten bei Turbinenölen und steckt den Rahmen für die wissenschaftliche Untersuchung ab.
4 Turbinen und Turbinenöle im Zusammenspiel: Analysiert die Anforderungen an Turbinenöle, deren Kennwerte und wie diese in Strömungsmaschinen interagieren.
5 Ursachenforschung der Problemstellung: Untersucht systematisch die Teilprozesse von der Förderung bis zur Pflege auf mögliche Ursachen für die Standzeitreduzierung.
6 Zusammenfassung der Problematik: Fasst die identifizierten Haupt- und Nebenursachen der Standzeitproblematik strukturiert zusammen.
7 Lösungsansätze in den angesprochenen Bereichen: Entwickelt für die identifizierten Problemfelder spezifische Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für Anwender und Dienstleister.
8 Schlussbetrachtung: Reflektiert die Ergebnisse und unterstreicht die Notwendigkeit einer engen Kommunikation innerhalb der Lieferkette für die wirtschaftliche Instandhaltung.
Turbinenöl, Standzeitverkürzung, Varnish, Grundöl, Tribologie, Oxidation, Schmierstoffversorgung, Feinstfiltration, ELC-Reinigung, Wartungsplan, Partikelzählung, Schmierstoffmanagement, Hydrocracköl, Syntheseöl, Anlageneffizienz
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Ursachen für die beobachtete Verkürzung der Lebensdauer (Standzeiten) von industriellen Turbinenölen.
Die Arbeit deckt die gesamte Kette vom Grundöl über die Turbinentechnik bis hin zur Logistik, Lagerung und den notwendigen Kontroll- und Pflegemaßnahmen während des Einsatzes ab.
Das Ziel ist es, die Ursachen für die Standzeitreduzierung zu identifizieren und daraus wirtschaftliche Empfehlungen für den Umgang und die Pflege von Turbinenölen zu entwickeln.
Der Autor führt eine tiefgehende Ursachenforschung durch, strukturiert den Lebenszyklus des Öls in Teilabschnitte und bewertet diese anhand von technischen Kennwerten, Kosten-Nutzen-Analysen und Prozessabläufen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Bereiche Rohöl, Raffination, Additive, Transport, Lagerung, Befüllung sowie die Überwachung durch Laboranalysen und moderne Reinigungstechnologien wie ELC-Systeme.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Turbinenöl, Varnish, Standzeitverkürzung, Grundöl, Feinstfiltration und Schmierstoffmanagement.
Varnish beschreibt unlösliche, lackartige Ablagerungen, die im Ölkreislauf entstehen und die Filter und Tankinnenwände verunreinigen, was zu Verschleiß und Anlagenstillständen führt.
Da moderne, hochwertige Öle auf Dichtungen und Materialien von Anlagen unterschiedlich reagieren können, ist eine Synchronisation der technischen Anforderungen essentiell, um Schäden zu vermeiden.
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