Bachelorarbeit, 2014
62 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
1. Einleitung: Die derzeitige energiepolitische Situation in Deutschland
2. Was ist Braunkohle?
2.1. Definition
2.2. Wassergehalt
2.3. Asche
2.4. Brennbare organische Stoffe
3. Arten der Braunkohle
3.1. Gemeine Braunkohle
3.2. Schwefelkohle
3.3. Schieferkohle
3.4. Papierkohle
3.5. Pechkohle
3.6. Rußkohle
4. Vorkommen und geomorphologische Lage in Deutschland
4.1. Überblick
4.2. Das Rheinische Braunkohlerevier
4.3. Das Lausitzer Braunkohlerevier
4.4. Das Mitteldeutsche Braunkohlerevier
4.5. Das Helmstedter Braunkohlerevier
5. Lagerstättenbildung
5.1. Überblick
5.2. Forschung zur Braunkohlebildung
5.3. Fossile Pflanzen als Hinweise
5.4. Frage nach Bodenverhältnissen
5.5. Die „Swamp-Theorie“
5.6. Die „Trockentorftheorie“
5.7. Vergleich „Swamp-„, „Trockentoftheorie“
5.8. Nachweis durch Nachzeichnen des botanischen Ursprungs
5.9. Deskription der Bedingungen zur Zeit der Torfbildung
5.10. Zusammenfassung
5.11. Kohlebildung
5.12. Allochthonie oder Autochthonie?
6. Abbaugeschichte
7. Überblick über die Nutzung
7.1. Reserven und Entwicklung
7.2. Zukünftige Entwicklung vor dem Hintergrund der WEO-Klimaschutzszenarien
7.2.1. Globale Stromerzeugung
7.2.2. Kohleverstromung
7.2.3. Primärenergieverbrauch
7.2.4. Erdölverbrauch
7.3. Qualität der deutschen Braunkohle als Rohstoff
7.4. Arten der Förderung im Vergleich
8. Braunkohle als Wirtschaftsfaktor
8.1. Investitionen
8.2. Miterbeiter
8.3. Wertschöpfung nach Nutzung
8.4. Volkswirtschaft
9. Verbesserte Technik
9.1. CO²-Minerung durch Wirkungsgradverbesserung
9.2. Rauchgasreinigung
9.3. Das „Clean Coal Konzept“
9.3.1.Horizont 1
9.3.2.Horizont 2
9.3.3 Horizont 3
9.4. Abscheidung weiterer Problemstoffe
10. Ökologische Folgen
10.1. Kohlenstoffdioxid
10.2. Schwefeldioxid
10.3. Weitere Problemfelder
11. Soziokulturelle Folgen
12. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die human- und physiogeographischen Aspekte der Braunkohle als Energierohstoff in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Rolle die Braunkohle vor dem Hintergrund der aktuellen Energiewende und der Klimaschutzziele einnimmt und ob sie als Brückentechnologie oder als veraltete Energiequelle zu bewerten ist.
5.5. Die „Swamp-Theorie“
Die ursprüngliche „Swamp-Theorie“ brachte die Diskussion über die Ablagerungsbedingungen von Braunkohletorf auf, durch Benennung und Beobachtung heutiger Torfbildungsvorgänge. Sie stellt fest, dass die „Braunkohlevegetation Moorcharakter“ (Jurasky 1936: Deutschlands Braunkohlen und ihre Entstehung, S. 73) hatte. Die Begründung dieser Hypothese liegt in einer Ableitung dieser Schlussfolgerung aus dem in der Geologie herrschenden Aktualitätsprinzip, welches aussagt, dass „die in der Vorzeit tätigen Kräfte ihrem Wesen nach die gleichen waren wie in der Gegenwart, wenn sie auch zeitweise zu gesteigertem Einsatz gekommen sein mögen.“
Heutige Torfbildungsvorgänge spielen sich hauptsächlich in Mooren ab. Nur dort können sich größere meterdicke, erhaltungsfähige Anhäufungen pflanzlicher Reste bilden, die später zu Torfschichten werden. (vgl. Jurasky 1936: Deutschlands Braunkohlen und ihre Entstehung, S.74) Deshalb die Theorie, das Moor ist der einzige Ort ist, an dem das pflanzliche Material für die Kohle in ausreichender Menge produziert werden kann.
1. Einleitung: Die derzeitige energiepolitische Situation in Deutschland: Ein Überblick über die aktuelle Relevanz von Braunkohle im deutschen Energiemix sowie die energiepolitischen Herausforderungen.
2. Was ist Braunkohle?: Definition von Braunkohle als geologisches Übergangsprodukt unter Berücksichtigung ihrer stofflichen Zusammensetzung und chemischen Eigenschaften.
3. Arten der Braunkohle: Detaillierte Vorstellung verschiedener Braunkohletypen und deren spezifische Charakteristika.
4. Vorkommen und geomorphologische Lage in Deutschland: Untersuchung der vier Hauptreviere (Rheinland, Lausitz, Mitteldeutschland, Helmstedt) in Bezug auf ihre Lage und Mächtigkeit.
5. Lagerstättenbildung: Wissenschaftliche Erläuterung der Entstehungsbedingungen von Kohleflözen und ein Vergleich der wissenschaftlichen Theorien zur Torfbildung.
6. Abbaugeschichte: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Braunkohlenutzung und Abbautechniken in Deutschland.
7. Überblick über die Nutzung: Analyse der Reserven, zukünftiger Energie-Szenarien und der ökonomischen Bedeutung von Braunkohle als Rohstoff.
8. Braunkohle als Wirtschaftsfaktor: Ausführungen zu Investitionen, Arbeitsplätzen und der Bedeutung für die volkswirtschaftliche Stabilität.
9. Verbesserte Technik: Vorstellung moderner Verfahren zur Wirkungsgradsteigerung, Rauchgasreinigung und des „Clean Coal Konzepts“.
10. Ökologische Folgen: Erörterung der Umweltauswirkungen durch CO²-Ausstoß, Schwefeldioxidemissionen und weitere Umweltbelastungen.
11. Soziokulturelle Folgen: Betrachtung der Auswirkungen von Tagebau-Erschließungen, insbesondere der Umsiedlungsproblematik.
12. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Zukunftsaussichten unter den Vorzeichen von Energiewende und klimapolitischen Vorgaben.
Braunkohle, Energiewende, Stromerzeugung, Tagebau, Deutschland, Inkohlung, CO²-Emissionen, Energiepolitik, Lagerstättenbildung, Umweltschutz, Klimawandel, Wirtschaftsfaktor, Kraftwerkstechnik, Geographie, Nachhaltigkeit
Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Braunkohle als Rohstoff für die deutsche Energieversorgung im Kontext der Energiewende und der geographischen sowie ökonomischen Rahmenbedingungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der geologischen Entstehung, den Abbautechniken, der aktuellen Nutzung als Energieträger sowie den ökologischen und soziokulturellen Folgen des Braunkohleabbaus.
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die gegenwärtige Entwicklung und die Zukunftsperspektiven der Braunkohleverstromung in Deutschland zu geben und dabei ökologische wie wirtschaftliche Spannungsfelder aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse, die Auswertung aktueller Studien, statistische Daten zu Energieverbrauch und Emissionen sowie geographische Beschreibungen der Lagerstätten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Definition und Entstehung von Braunkohle, die regionale Vorkommen, die historische und aktuelle Entwicklung der Abbau- und Kraftwerkstechnik sowie die Bewertung der wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Braunkohle, Energiewende, Tagebau, Klimawandel, Wirkungsgradverbesserung und soziokulturelle Folgen.
Die Autorin diskutiert kritisch, ob Braunkohle tatsächlich eine Brückentechnologie darstellt oder ob sie eher als klimaschädliche Altlast zu betrachten ist, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Praxis sogar behindern kann.
Die Szenarien dienen als Modellgrundlage, um zu beurteilen, inwiefern die Kohleverstromung in den kommenden Jahrzehnten reduziert werden kann oder aufgrund politischer und wirtschaftlicher Zwänge sogar weiter an Bedeutung gewinnt.
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