Bachelorarbeit, 2013
70 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Lebensphase Jugend
2.1 Historischer Rückblick
2.2 Begriffsbestimmung Jugend
2.2.1 Psychologische Merkmale der Lebensphase Jugend
2.2.2 Soziologische Merkmale der Lebensphase Jugend
2.3 Differenzierung des Jugendbegriffs
2.3.1 Pubertät und Adoleszenz
2.4 Paradigma des Übergangs in den Erwachsenenstatus
2.4.1 Erwartungen an die Jugendlichen innerhalb der Lebensphase
2.4.2 Entstrukturierung der Lebensphase Jugend
2.5 Wandel der Jugend
2.5.1 Individualisierung
2.5.2 Kommerzialisierung
2.6 Jugendkulturelle Stile und Szenen im 21. Jahrhundert
2.6.1 Die Postmoderne
2.7 Resümee
3. Topographie der Techno- und Ravekultur
3.1 Anfänge elektronischer Musik
3.2 Entwicklung des Genres Techno in Deutschland
3.2.1 Berlin und Frankfurt
3.3 Darstellung der Techno-Stile
3.3.1 House
3.3.2 Trance/Ambient
3.4 Rave-, Event- und Clubkultur
3.4.1 Loveparade
3.5 Die Szene
3.5.1 Protagonisten
3.5.2 Der DJ
3.5.3 Der Raver
3.5.4 Stilisierung des Selbst
4. Jugendkultur Techno
4.1 Die Theorie der Subkultur
4.1.1 Subkultur und ihre Entwicklung
4.2 Techno- und Ravekultur als eine altersspezifische Teilkultur
4.3 Techno- und Ravekultur als Szene für posttraditionale Vergemeinschaftungen
4.3.1 Difference und Unity
4.4 Techno- und Ravekultur als eine Gegenkultur
4.5 Betrachtung der Techno- und Ravekultur als eine ästhetische Kultur
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Techno- und Ravekultur als eine Form der posttraditionalen Vergemeinschaftung von Jugendlichen, um deren Stellenwert und Charakterisierung in der heutigen Gesellschaft unter Berücksichtigung jugendkultureller Theorien zu bestimmen.
3.4.1 Loveparade
Matthias Roeingh (alias Dr. Motte) rief am 01.Juli 1989 zur ersten Loveparade in Berlin auf. Das Motto war „Friede, Freunde, Eierkuchen“, welches für Friede (Abrüstung), Freunde (bessere Völkerverständigung), Eierkuchen (gerechte Verteilung von Nahrungsmitteln) stand (Meyer 2000, S. 114). In diesem Jahr folgten ca. 150 Raver drei VW-Bussen ausgestattet mit lautstarker Musik über den Berliner Kurfürstendamm (Farin 1998, S. 27). Im Folgejahr stiegen die Teilnehmerzahlen der zweiten Loveparade auf ca. 2.000 Teilnehmer an. Das Motto der zweiten Loveparade lautete „The Future Is Ours“. Dieser Ausspruch löste innerhalb der Techno- und Ravekultur einen Prozess der Partizipation aus (Meyer 2000, S. 114ff). Die Musik und der damit verbundene kollektive Spirit des gemeinsamen Feierns, wurden zu den zentralen Charakteristika der Techno- und Ravekultur (Poschardt 2001, S. 338). Die Szene fing an sich als Teil einer „Family“ oder „Unity“ zu betrachten, der sich vermehrt neue Anhänger anschlossen. Die Loveparade wurde zu einem Katalysator für kollektive Identität.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das persönliche Interesse des Autors ein und erläutert die Zielsetzung sowie die Gliederung der Arbeit bezüglich der Analyse der Techno- und Ravekultur.
2. Lebensphase Jugend: Hier erfolgt eine theoretische Begriffsbestimmung der Jugend als Lebensphase unter Berücksichtigung soziologischer und psychologischer Aspekte sowie deren Wandel in der Postmoderne.
3. Topographie der Techno- und Ravekultur: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehung der Techno-Kultur in Deutschland, ihre Genres und die spezifische Bedeutung von Events und Clubs.
4. Jugendkultur Techno: In diesem Teil wird die Techno-Kultur soziologisch reflektiert und kritisch in den Kontext von Subkulturtheorien und posttraditionalen Vergemeinschaftungen eingeordnet.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und charakterisiert die Techno- und Ravekultur abschließend als ästhetische Kultur und posttraditionale Vergemeinschaftung.
Techno, Ravekultur, Jugend, posttraditionale Vergemeinschaftung, Szene, Identität, Individualisierung, Kommerzialisierung, Gemeinschaft, Subkultur, Körperästhetik, Loveparade, Musik, Jugendsoziologie, Postmoderne
Die Arbeit untersucht das subkulturelle Phänomen der Techno- und Ravekultur und analysiert diese als eine Form der posttraditionalen Vergemeinschaftung von Jugendlichen.
Die Arbeit behandelt den soziologischen Wandel der Lebensphase Jugend, die Entstehung der Techno-Szene in Deutschland sowie die theoretische Verortung dieser Szene in der heutigen Gesellschaft.
Das Ziel ist es, eine aktuelle Konkretisierung und Charakterisierung der Techno- und Ravekultur durch eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Jugendkulturtheorien herbeizuführen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und kritischen Auseinandersetzung mit soziologischen und jugendkulturellen Theorien sowie der Auswertung bestehender Forschungsliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Begriffsbestimmung der Jugendphase, eine detaillierte Topographie der Techno-Kultur und eine theoretische Analyse der Szene als posttraditionale Vergemeinschaftung.
Zu den prägenden Begriffen zählen Techno, Ravekultur, posttraditionale Vergemeinschaftung, Jugend, Identität und Individualisierung.
Diese Mottos fungieren als symbolischer Zusammenhalt, die einerseits Zugehörigkeit ("Unity") versprechen und andererseits eine bewusste Abgrenzung von der Masse ("Difference") betonen.
Die Loveparade entwickelte sich von einer kleinen improvisierten Demonstration zu einem Massenevent und Katalysator für die kollektive Identität der Szene, bevor sie nach ihrem Scheitelpunkt Ende der 90er Jahre schließlich eingestellt wurde.
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