Diplomarbeit, 2003
86 Seiten, Note: 1,3
1 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Efficient Consumer Response
2.1 Entstehung
2.2 Gestaltungsansätze
2.2.1 Konsumentenorientierung
2.2.2 Wertschöpfungsorientierung
2.2.3 Kooperationsorientierung
2.3 Aufbau
2.3.1 Category Management
2.3.1.1 Efficient Assortment
2.3.1.2 Efficient Promotion
2.3.1.3 Efficient Product Introduction
2.3.2 Supply Chain Management
2.4 ECR-Enabler
3 Basistechnologien
3.1 Elektronischer Datenaustausch
3.1.1 Klassisches EDI
3.1.2 EDI über Internet
3.1.3 Datenaustauschformate
3.2 Identifikationssysteme
3.2.1 Internationale Lokationsnummer
3.2.2 Europäische Artikelnummer
3.2.3 Nummer der Versandeinheit
3.3 Scanning
4 Strategien des Efficient Replenishment
4.1 Strategien mit allgemeiner Bedeutung
4.1.1 Reliable Operations
4.1.2 Efficient Unit Loads
4.2 Steuerungsstrategien
4.2.1 Computer Assisted Ordering
4.2.2 Continuos Replenishment
4.2.2.1 Vendor Managed Inventory
4.2.2.2 Co-Managed Inventory
4.2.2.3 Buyer Managed Inventory
4.2.3 Synchronisierte Produktion
4.2.4 Integrated Suppliers
4.3 Abwicklungsstrategien
4.3.1 Cross Docking
4.3.2 Transport Pooling
4.3.3 Roll-Cage-Sequencing
4.3.4 Direct Store Delivery
4.3.5 Integrated Forwarders
4.4 Einordnung und Probleme
5 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment
5.1 Entstehung
5.2 Kooperation als Dimension der Zusammenarbeit
5.3 Übertragbarkeit auf den europäischen Markt
5.4 CPFR-Prozessmodell
5.4.1 Planungsphase (Planning)
5.4.2 Prognosephase (Forecasting)
5.4.3 Belieferungsphase (Replenishment)
5.4.4 Collaborative Transportation Management
5.5 CPFR als lernender Prozess
5.6 Technologische Abwicklung
5.6.1 Eigenes System
5.6.2 Application Service Provider
5.6.3 Elektronischer Marktplatz
5.7 Implementierung
5.7.1 Basismodell
5.7.2 Partialmodell
5.7.3 Komplettmodell
5.8 Praxisbeispiel
5.9 Bewertung
6 Management Summary
Die Arbeit untersucht das Konzept des Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) als strategische Weiterentwicklung des Supply Chain Managements im Kontext des Efficient Consumer Response (ECR), um Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Bestandsoptimierung in der Konsumgüterwirtschaft aufzuzeigen.
Vendor Managed Inventory
Beim Vendor Managed Inventory wird die Nachschubsteuerung allein vom Hersteller durchgeführt. Das VMI stellt die engste Verzahnung zwischen Hersteller und Handel im Bereich des Warenbestandsmanagements dar und kann als weitestgehende Umsetzung des CR angesehen werden [KOSC01, S. 77]. Um die Nachschubsteuerung eigenverantwortlich durchführen zu können, muss der Hersteller über eine genaue Kenntnis der Bestandsentwicklung verfügen. Der Handel übermittelt dem Hersteller dazu die entsprechenden Lagerbestands- und -abgangsdaten (CR 1) und / oder POS-Daten (CR 2) per EDI. Auf der Grundlage dieser Informationen sowie Erfahrungswerten aus der Vergangenheit errechnet das EDV-System des Herstellers den Bedarf des Produktes und generiert automatisch einen Bestellvorschlag. Diese Empfehlungen des Systems passt der Hersteller noch an seine Anforderungen und an die Vereinbarungen mit dem Handel an. Anschließend wird die Bestellung generiert und der Händler über diese in Kenntnis gesetzt.
Die Übermittlung der Bestellungen vom Hersteller zum Handel ist kennzeichnend für das VMI und wird auch als umgekehrte Bestellung bezeichnet. Auf diese sollte aus rechtlichen Gründen nicht verzichtet werden. Die Waren werden anschließend produziert bzw. direkt oder mittels Cross Docking (siehe hierzu 4.3.1) an den jeweiligen Bevorratungspunkt ausgeliefert. Basierend auf den Abverkaufsdaten und / oder den Daten aus dem zu beliefernden Lagerpunkt wird so ein kontinuierlicher, standardisierter Bestell- und Nachschubvorgang ausgeführt und die Produktion gesteuert. Je früher dem Hersteller die Daten übermittelt werden und je detaillierter diese sind, umso besser ist die Datenbasis des Herstellers und dadurch auch die Nachbevorratung.
1 Ziel und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung definiert das CPFR-Konzept und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie den inhaltlichen Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit.
2 Efficient Consumer Response: Das Kapitel erläutert die Grundlagen, Entstehungsgeschichte und die drei wesentlichen Gestaltungsansätze (Konsumenten-, Wertschöpfungs- und Kooperationsorientierung) des ECR-Konzeptes.
3 Basistechnologien: Hier werden die technologischen Voraussetzungen für ECR und Efficient Replenishment, insbesondere EDI, Identifikationssysteme und Scanning, detailliert beschrieben.
4 Strategien des Efficient Replenishment: Dieses Kapitel stellt verschiedene logistische Teilstrategien vor, unterteilt in Steuerungsstrategien (wie CAO und VMI) und Abwicklungsstrategien (wie Cross Docking), und analysiert deren Probleme.
5 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment: Das Kernkapitel befasst sich mit dem CPFR-Konzept, dem Prozessmodell, der technologischen Abwicklung sowie der Implementierung und Bewertung mittels eines Praxisbeispiels.
6 Management Summary: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit kompakt zusammen.
Supply Chain Management, ECR, CPFR, Efficient Replenishment, Category Management, Warenversorgung, EDI, Identifikationssysteme, VMI, Cross Docking, Prozessmodell, Absatzplanung, Nachschubsteuerung, Bestandsoptimierung, Kooperation.
Die Arbeit analysiert CPFR als Weiterentwicklung des Supply Chain Managements im Kontext von ECR, um durch kooperative Prozesse zwischen Handel und Hersteller Effizienzpotenziale in der Supply Chain zu heben.
Die Schwerpunkte liegen auf ECR-Grundlagen, notwendigen Basistechnologien für den Datenaustausch, operativen Steuerungs- und Abwicklungsstrategien sowie der detaillierten Ausgestaltung des CPFR-Prozessmodells.
Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen ECR und CPFR zu erläutern, die Funktionsweise von CPFR zu klären und zu beurteilen, ob CPFR tatsächlich eine Weiterentwicklung des Supply Chain Managements darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Studien sowie der exemplarischen Untersuchung eines CPFR-Pilotprojektes zwischen Delhaize und Masterfoods.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des ECR-Konzeptes, die technologische Basis, eine systematische Vorstellung der Replenishment-Strategien und eine tiefgehende Analyse der CPFR-Phasen Planung, Prognose und Belieferung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem CPFR, ECR, Supply Chain Management, Vendor Managed Inventory, EDI, sowie die verschiedenen Kooperations- und Prozessmodelle innerhalb der Konsumgüterlogistik.
Technologien sind essenziell; sie bilden das Rückgrat für den automatisierten Datenaustausch und die gemeinsame Planung. Dedizierte Anwendungssysteme oder elektronische Marktplätze sind erforderlich, um die Komplexität der kooperativen Prozesse zu beherrschen.
Da CPFR auf zyklischen Regelkreisen basiert, fließen gewonnene Erfahrungen aus der Zusammenarbeit stetig in die zukünftige Planung ein, wodurch sowohl unternehmensinterne als auch kooperative Prozesse kontinuierlich optimiert werden.
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