Bachelorarbeit, 2012
55 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung in die Problematik des weiblichen Rechtsextremismus
2 Der Begriff des Rechtsextremismus
3 Beteiligung von Frauen am Rechtsextremismus
3.1 Frauenbeteiligung am latenten Rechtsextremismus
3.2 Frauenbeteiligung am organisierten Rechtsextremismus
3.3 Frauenbeteiligung am gewalttätigen Rechtsextremismus
4 Rechtsextreme Strömungen und ihr Frauenbild
4.1 Das Frauenbild im Nationalsozialismus
4.2 Das Frauenbild im Neonazismus
4.3 Das Frauenbild im ‚Autonomen Nationalismus‘
5 Das Frauenbild im modernen Rechtsextremismus
5.1 Das Frauenbild rechtsextremer Männer am Beispiel des Parteiprogramms der NPD
5.2 Selbstbilder rechtsextremer Frauen
5.2.1 Das Skingirl und der Skingirl Freundeskreis Deutschland
5.2.2. Die völkische Mutter und die Gemeinschaft Deutscher Frauen
5.2.3 Die ‚Autonome Nationalistin‘ und der Arbeitskreis Mädelschar
5.2.4 Die NPD-Politikerin und der Ring Nationaler Frauen
6. „Nationalismus ist auch Mädelsache“
6.1 Neue Strategie – Ein ‚Weg in die Mitte der Gesellschaft’?
6.2 Weibliche Funktionen im modernen Rechtsextremismus
6.3 Widerspruch zwischen Ideologie und Partizipation und der Irrtum einer Gleichberechtigung
7 Schlussbetrachtung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Mädchen und Frauen im modernen Rechtsextremismus, um einen Überblick über deren Einfluss, Partizipation und die unterschiedlichen Selbstbilder innerhalb der neonazistischen Szene zu geben. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit dem Ausmaß der Beteiligung und der Frage, inwieweit die NPD Frauen gezielt für ihre Ziele einsetzt und welche Rolle diese dabei einnehmen.
3.1 Frauenbeteiligung am latenten Rechtsextremismus
Das sogenannte Fundament der Pyramide bildet die auf Einstellungen und Meinungen basierende Ausdrucksform. Rechtsextreme Einstellungs- und Orientierungsmuster bilden im Allgemeinen die Voraussetzung für verschiedene Handlungsweisen, die den Rechtsextremismus unterstützen (vgl. Stöss 2010: 56). Sei es die Wahl einer rechten Partei, die Teilnahme an Demonstrationen oder auch die Mitgliedschaft in rechten Gruppierungen und Parteien, alle diese Handlungen begründen sich in der Denkweise der Menschen.
Anhand der Studie „Die Mitte in der Krise. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010“ soll die Entwicklung der rechtsextremen Einstellungen der Frauen zwischen den Jahren 2008 und 2010 aufgezeigt werden. Die benannte Untersuchung, welche von den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen Decker, Weißmann, Kiess und Brähler durchgeführt wurde (vgl. Röpke und Speit 2011: 25f.), betrachtet die Ressentiments bezüglich der sechs verschiedenen Dimensionen eines rechtsextremen Einstellungsmusters10. Übergreifend ist laut der zu Grunde liegenden Studie in dem betrachteten Zeitraum ein genereller Anstieg von Ressentiments bei Frauen zu verzeichnen (vgl. ebd.: 26).
1 Einführung in die Problematik des weiblichen Rechtsextremismus: Diese Einführung thematisiert die bisherige Vernachlässigung von Frauen in der Rechtsextremismusforschung und umreißt die wissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit.
2 Der Begriff des Rechtsextremismus: Hier werden die begrifflichen Grundlagen definiert und die verschiedenen Dimensionen des Rechtsextremismus erläutert.
3 Beteiligung von Frauen am Rechtsextremismus: Dieses Kapitel analysiert quantitativ und qualitativ die verschiedenen Stufen der weiblichen Beteiligung, von Einstellungen bis zur Gewalt.
4 Rechtsextreme Strömungen und ihr Frauenbild: Der historische Hintergrund von Nationalsozialismus, Neonazismus und Autonomem Nationalismus wird in Bezug auf das jeweilige Frauenbild untersucht.
5 Das Frauenbild im modernen Rechtsextremismus: Der Fokus liegt auf der Diskrepanz zwischen dem männlich dominierten Rollenbild und den vielfältigen Selbstbildern rechtsextremer Frauen.
6. „Nationalismus ist auch Mädelsache“: Hier wird die neue Strategie der NPD zur Einbindung von Frauen und deren Funktionen in der Szene kritisch hinterfragt.
7 Schlussbetrachtung und Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Frauen einen konstitutiven Teil der rechtsextremen Szene bilden, ihre angestrebte Gleichberechtigung jedoch an internen Grenzen scheitert.
Rechtsextremismus, Frauen, Neonazismus, NPD, Geschlechterrolle, Partizipation, Kameradschaften, Ideologie, Frauenorganisationen, völkische Mutter, Autonome Nationalisten, Selbstbilder, politische Beteiligung, Gender, Rassismus.
Die Arbeit analysiert die wachsende Bedeutung und die spezifische Rolle von Frauen innerhalb der modernen rechtsextremen Szene in Deutschland.
Zu den Schwerpunkten zählen die historische Einordnung der Frauenbilder, die verschiedenen Formen der Partizipation sowie die strategische Einbindung von Frauen durch die NPD.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss Frauen in der neonazistischen Szene haben, wie sie ihre Partizipation gestalten und inwieweit sie dabei auf Widerstände innerhalb der patriarchalen Struktur stoßen.
Es handelt sich um eine auf Literaturanalyse und Auswertung von empirischen Studien (z.B. des Verfassungsschutzes und sozialwissenschaftlicher Institute) basierende Arbeit.
Der Hauptteil differenziert zwischen dem von rechtsextremen Männern propagierten traditionellen Frauenbild und den tatsächlichen, vielfältigeren Selbstbildern sowie den politischen Funktionen von Frauen.
Begriffe wie "latenter Rechtsextremismus", "Ring Nationaler Frauen", "völkische Mutter" und die "NPD-Strategie" sind zentral für das Verständnis der Arbeit.
Die Autorin stellt fest, dass rechtsextreme Frauen einerseits eine stärkere politische Teilhabe fordern, dabei aber an der ideologisch verankerten, restriktiven Rollenzuweisung der männlichen Kader scheitern.
Die NPD professionalisiert ihr Auftreten und nutzt Frauen gezielt als "Instrument des Stimmenfangs" und für die kommunale Verankerung, um bürgerliche Anschlussfähigkeit zu erreichen.
Sie gilt als traditionelles Leitbild, das die Erziehung des Nachwuchses als "Kulturmission" für den Fortbestand der Volksgemeinschaft überhöht.
Die Autorin schlussfolgert, dass eine echte Gleichberechtigung innerhalb der rechtsextremen Szene nicht möglich ist, da die männlichen Strukturen eine untergeordnete Rolle für Frauen festschreiben.
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