Bachelorarbeit, 2013
133 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Die soziale Gruppe – einige oder mehrere Menschen
2.2 Verschiedene Formen der Arbeit mit sozialen Gruppe
2.2.1 Gruppenarbeit
2.2.2 Gruppenpädagogik
2.2.3 Soziale Gruppenarbeit
2.3 Handlungsleitende Prinzipien in der sozialen Gruppenarbeit
2.4 Soziale und emotionale Kompetenz
2.4.1 Der Kompetenz-Begriff
2.4.2 Das Konzept der sozialen Kompetenz
2.4.3 Das Konzept der emotionalen Kompetenz
2.4.4 Darstellung des Zusammenhanges zwischen der emotionalen und sozialen Kompetenz
3. Ein Vergleich beider Ansätze zur Förderung sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen: Soziale Gruppenarbeit nach § 29 SGB VIII vs. Training sozialer Kompetenzen
3.1 Das Gruppentraining sozialer Kompetenzen – GSK nach Hinsch und Pfingsten
3.1.1 Zielsetzung des GSK
3.1.2 Trainingselemente des GSK
3.1.3 GSK-Variante für Kinder und Jugendliche
3.2 Die soziale Gruppenarbeit nach § 29 SGB VIII
3.2.1 Zielsetzung(en) der sozialen Gruppenarbeit
3.2.2 Das (sozial-)pädagogische Profil der sozialen Gruppenarbeit
3.2.3 Formen und Programme der sozialen Gruppenarbeit
3.2.4 Anforderungen an die Professionellen
4. (Ein-) Blick in die Praxis: Expertisen von Professionellen
4.1 Methodisches Vorgehen hinsichtlich der Datenerhebung bzw. -auswertung
4.1.1 Die Datenerhebung
4.1.2 Die Datenauswertung
4.2 Beobachtungen
4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.3.1 Kategorie A – Zugang zum Angebot
4.3.2 Kategorie B – Diagnose, Selbsteinschätzung, Bedarfsermittlung
4.3.3 Kategorie C – Trainingsdurchführung
4.3.4 Kategorie D – Auswertung bzw. Reflexion
5. Fazit: Bezugnahme auf die Forschungsfragen und Schlussfolgerungen hinsichtlich des Erkenntnisinteresses
Die Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten einer effektiveren Gestaltung der sozialen Gruppenarbeit nach § 29 SGB VIII. Das primäre Forschungsziel besteht darin zu klären, ob durch die gezielte Implementierung ausgewählter Elemente aus Trainingsprogrammen für soziale Kompetenzen (z. B. GSK) eine subjekt- und zielorientiertere Angebotsstruktur realisiert werden kann, um somit die Effektivität der sozialpädagogischen Arbeit bei Kindern und Jugendlichen zu steigern.
Die soziale Gruppe – einige oder mehrere Menschen
Im wissenschaftlich-theoretischen Zusammenhang werden dem Komplex Gruppe mehrere Definitionen zugeschrieben. Hierbei stehen bspw. die untere und die obere zahlenmäßige Grenze einer Gruppe zur Diskussion. Im pädagogischen bzw. soziologischen Kontext sowie im Rahmen der vorliegenden Arbeit stellt die Gruppe ein Sozialgebilde dar, das sich durch unterschiedliche Merkmalszuschreibungen beschreiben lässt.
Die mehrheitlich vertretene Meinung macht deutlich, dass sich eine Gruppe aus mindestens drei Personen zusammensetzt, wobei zwei Personen als ein Paar bezeichnet werden (vgl. Metzinger 2010:9).
Ein weiteres Merkmal einer Gruppe ist das „Zusammengehörigkeitsgefühl“ der Gruppenmitglieder. Dieses steht im Zusammenhang mit der Häufigkeit des Zusammentreffens der Gruppenmitglieder und mit der Tatsache, ob das Zusammentreffen der Gruppenmitglieder durch Freiwilligkeit geprägt ist oder durch äußeren Druck bewirkt wird. Die Intensität des „Zusammengehörigkeitsgefühls“ ist ausschlaggebend für die Unterscheidung und Abgrenzung der Gruppe nach außen (vgl. ebd., zit. ebd., Hervorhebung durch den Autor).
Die Gruppenmitglieder haben zudem ein „gemeinsames Ziel oder eine gemeinsame Aufgabe“, die über einen Zeitraum oder unabsehbar dauerhaft – eine Basis für die Interaktionen bildet (Schwarz 2010: 3, zit. ebd., Hervorhebung durch den Autor; Metzinger 2010: 9). Ebenso grundlegend sind die formellen sowie informellen festgelegten bzw. entstandenen Umgangsweisen. Dieses „Normen- und Wertesystem“ regelt grundlegend die „gemeinsame Interaktion“ (vgl. Schwarz 2010: 3, zit. ebd., Hervorhebung durch den Autor).
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Relevanz der Förderung sozialer Kompetenzen für Kinder und Jugendliche sowie die forschungsleitende Absicht, Ansätze der sozialen Gruppenarbeit durch gezielte Trainingselemente zu ergänzen.
2. Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden zentrale Begriffe wie soziale Gruppe, Gruppenarbeit, soziale Kompetenz sowie emotionale Kompetenz theoretisch fundiert definiert und in den Kontext der sozialen Arbeit eingeordnet.
3. Ein Vergleich beider Ansätze zur Förderung sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen: Soziale Gruppenarbeit nach § 29 SGB VIII vs. Training sozialer Kompetenzen: Das Kapitel bietet eine detaillierte Gegenüberstellung des Gruppentrainings sozialer Kompetenzen (GSK) und der sozialen Gruppenarbeit, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Zielsetzung und Methodik herauszuarbeiten.
4. (Ein-) Blick in die Praxis: Expertisen von Professionellen: Hier wird das methodische Vorgehen der empirischen Untersuchung mittels leitfadengestützter Experteninterviews dargelegt und die gewonnenen Erkenntnisse aus der Praxis zusammenfassend ausgewertet.
5. Fazit: Bezugnahme auf die Forschungsfragen und Schlussfolgerungen hinsichtlich des Erkenntnisinteresses: Das Fazit beantwortet die Forschungsfragen, bewertet die Erkenntnisse aus Theorie und Praxis und gibt Handlungsempfehlungen für eine effektivere Gestaltung der sozialen Gruppenarbeit.
Soziale Gruppenarbeit, Training sozialer Kompetenzen, § 29 SGB VIII, Gruppenpädagogik, emotionale Kompetenz, Lebensweltorientierung, Sozialisation, Kompetenztraining, Experteninterviews, pädagogisches Handeln, Förderung, Verhaltensdefizite, Jugendhilfe, Gruppendynamik, Interaktion.
Die Arbeit untersucht, ob und wie die soziale Gruppenarbeit nach § 29 SGB VIII durch Elemente des Trainings sozialer Kompetenzen ergänzt werden kann, um die Förderung von Kindern und Jugendlichen effektiver zu gestalten.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung sozialer und emotionaler Kompetenz, die Analyse der sozialen Gruppenarbeit sowie der Vergleich mit strukturierten Kompetenztrainings (wie dem GSK).
Ziel ist es herauszufinden, ob eine ziel- bzw. subjektorientiertere Gestaltung der Gruppenarbeit durch die Implementierung spezifischer Trainingsmethoden möglich ist.
Der Autor nutzt sowohl eine fundierte Literaturrecherche als auch eine empirische Untersuchung in Form von leitfadengestützten Experteninterviews mit Praktikern der sozialen Arbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, den direkten Vergleich der beiden Förderansätze sowie die Auswertung von Experteninterviews zur Praxis der Gruppenarbeit.
Die wichtigsten Begriffe umfassen soziale Gruppenarbeit, SGB VIII, Kompetenzförderung, Gruppendynamik und Lebensweltorientierung.
Die soziale Gruppenarbeit zeichnet sich durch eine offene, lebensweltorientierte Struktur aus, während das Training sozialer Kompetenzen meist stärker vorstrukturiert, zeitlich befristet und auf spezifische Kompetenzbereiche fokussiert ist.
Die Experten betonen die Bedeutung der individuellen Bedarfslage und des Vertrauensverhältnisses; sie sehen Potenzial in der spielerischen Integration kleiner Trainingselemente, warnen aber davor, die soziale Arbeit rein durch starre Trainingsprogramme zu ersetzen.
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