Bachelorarbeit, 2013
81 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Glück
2.1 Platon
2.2 Aristoteles
2.3 Kant
3. Moralität
3.1 Die geschlossene Moral
3.2 Die offene Moral
3.3 Das Gute
3.4 Das Böse
4. Der Determinismus und die Willensfreiheit
5. Moralpädagogik
5.1 Moralentwicklung
5.2 Die menschliche Anatomie
5.3 Die Motivation
5.3.1 Die Empathie
5.3.2 Die Verpflichtung
5.3.3 Der Egoismus
5.3.4 Das Mitleid
5.3.5 Die Gerechtigkeit und die Menschenliebe
5.3.6 Die Schuld und das schlechte Gewissen
5.4 Moral und Recht
5.5 Moral und Kultur
6. Macht uns die Moral zu glücklichen Menschen?
7. Auswertung eigener Befragungen
8. Schluss
Die Arbeit untersucht die philosophische und ethische Frage, ob moralisches Handeln den Menschen glücklich macht. Dabei wird hinterfragt, inwiefern antike Konzepte des Glücks und moderne Vorstellungen von Moral in einem lebensweltlichen Kontext vereinbar sind und welche Rolle die Willensfreiheit dabei spielt.
3.4 Das Böse
Spricht man über das Böse, so können grundsätzlich verschiedene Stufen voneinander abgegrenzt werden. Man unterscheidet das im technischen Sinne Schlechte von dem im pragmatischen Sinn, auch das „törichte“ genannte. Das im moralischen Sinn Schlechte, das wirklich Böse, ist erst auf der dritten Stufe aufzufinden. Nicht nur im Falle einer Übereinstimmung, sondern auch bei einem Widerspruch sind grundsätzlich zwei Hauptstufen zu unterscheiden. Zum einen kann man einem moralischen Gesetz zuwider handeln bzw. diese Zuwiderhandlung zumindest eindeutig beabsichtigen. Zum anderen äußert sich die negative Seite mit der Grundstufe der schlichten „Unmoral“ bloßer Kontra-Legalitäten oder Gesetzeswidrigkeiten. Auch die Stufe der Unmoral kann nach Aristoteles in verschiedene Stufen gegliedert werden, beginnend mit der malakia (Weichlichkeit). Die akrasia (Willenschwäche) und akolasia (Zügellosigkeit) benennt er als zweite und dritte Stufe. Zuletzt folgen die kakia (Lasterhaftigkeit oder Schlechtigkeit) und thêriotês (animalische Rohheit). Im Vordergrund steht hier die Akrasia, die durch Sokrates ihren Namen erhielt und neben „Willensschwäche“ auch mit „Unbeherrschtheit“ übersetzt werden kann. Sokrates meint damit, eine Person sei nicht stark genug zur Selbstkontrolle, d.h. nicht stark genug, sich selbst zu beherrschen. Für in ist ein Unbeherrschter jemand, der „weiß, dass sein Handeln verwerflich ist“ und „unter dem Einfluss der Leidenschaft“ trotz alledem so handelt, „während der Beherrschte weiß, dass ein Begehren verwerflich ist, und ihm daher - unter dem Einfluss- nicht Folge leistet“.
1. Einleitung: Einführung in das Thema Glück und Moral sowie Darstellung der zentralen Forschungsfrage anhand ethischer Dilemmata.
2. Glück: Philosophische Definition von Glück und Darstellung der Ansichten von Platon, Aristoteles und Kant.
3. Moralität: Differenzierung zwischen geschlossener und offener Moral, Definition von Gut und Böse.
4. Der Determinismus und die Willensfreiheit: Analyse der Spannung zwischen naturgesetzlicher Bestimmtheit und der Freiheit des menschlichen Willens.
5. Moralpädagogik: Untersuchung der moralischen Entwicklung nach Kohlberg sowie neurobiologische Grundlagen des Verhaltens.
6. Macht uns die Moral zu glücklichen Menschen?: Kritische Überprüfung der Vereinbarkeit von moralischem Leben und Glücksanspruch.
7. Auswertung eigener Befragungen: Empirische Darstellung persönlicher Ansichten zum Thema Glück und Moral.
8. Schluss: Synthese der Ergebnisse und Fazit zur Relevanz moralischen Engagements für das eigene Leben.
Moral, Glück, Eudaimonie, Willensfreiheit, Ethik, Platon, Aristoteles, Kant, Moralentwicklung, Motivation, Egoismus, Mitleid, Gerechtigkeit, Tugend, Determinismus
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der philosophischen Kernfrage auseinander, ob ein moralisch korrektes Leben zwingend zu einem glücklichen Leben führt.
Die Schwerpunkte liegen auf der antiken Tugendethik, der Pflichtethik Kants, der Moralentwicklung beim Menschen und dem Einfluss von Motivationen wie Empathie oder Egoismus.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob Moral lediglich ein Mittel zum Zweck für das eigene Glück ist oder ob moralisches Handeln einen intrinsischen Wert besitzt, der unabhängig von persönlichen Vorteilen steht.
Neben einer tiefgehenden philosophischen Literaturanalyse nutzt der Autor ein Stufenmodell der Moralentwicklung und eine eigene empirische Befragung, um die theoretischen Konzepte mit dem heutigen Verständnis von Glück zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe Glück und Moral, eine Diskussion über Determinismus und Willensfreiheit, eine moralpädagogische Betrachtung sowie eine Analyse menschlicher Motivationsstrukturen.
Die wichtigsten Begriffe sind Glück, Moral, Tugend, Eudaimonie, Willensfreiheit und die philosophischen Positionen von Platon, Aristoteles und Kant.
Das Glücksargument nach Kurt Bayertz beschreibt die antike These, dass alle Menschen nach Glück streben und Moral eine notwendige objektive Bedingung hierfür ist.
Er dient als historisches Beispiel der Neurowissenschaften, um die These zu stützen, dass Hirnverletzungen die Persönlichkeit und damit auch die moralische Urteilsfähigkeit drastisch beeinflussen können.
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